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Zu Besuch in der Brauerei Bunthaus: Prost, Wilhelmsburg!

Bunthaus ist Wilhelmsburgs einzige Brauerei. Wir verraten, was sie sonst noch besonders macht und warum sich ein Ausflug auf die Elbinsel wirklich lohnt.

Im vergangenen Jahr ist in Wilhelmsburg viel passiert. Aus dem alten Wasserwerk mitten im Inselpark ist der Kulinarische Campus geworden. Mit eingezogen ist vor ein paar Monaten der erste Schankraum der Wilhelmsburger Brauerei Bunthaus. Donnerstags und freitags ab 18 Uhr strömt hier feinstes Craft Beer aus den Hähnen. Die Räumlichkeiten teilt sich die Brauerei mit dem Schmidtchen, das hier samstags und sonntags Kaffe- und Kuchenliebhaber beglückt.

Hinter Bunthaus stecken die Brauer Jens Block und Jens Hinrichs, die schon seit Jahren in Wilhelmsburg leben. In der Craft-Beer-Szene gelten sie als die "Sauerbier-Pioniere" Hamburgs. Schließlich haben sie – im Gegensatz zu anderen Brauereien aus der Hansestadt – gleich mehrere davon auf der Karte. Besonders Jens Block ist großer Sauerbierfan. "Ich mag ehrlich gesagt jedes Bier", verrät Jens Hinrichs lachend. Sauerbier sei nach wie vor ein Trend, den nicht jeder feiert. Doch die Akzeptanz steigt: "Sogar Rentner aus der Nachbarschaft, für die am Anfang noch unser hopfengestopftes Pils und ein IPA etwas Neues waren, finden unsere Sauerbiere jetzt spannend", erzählt der Brauer. "Ich finde es ziemlich cool, dass sie so aufgeschlossen sind. Das zeigt mir, dass Craft Beer eben nicht nur so ein Hipster-Ding ist."

Leute sind oft total überrascht wie schön Wilhelmsburg ist.

Die meisten Gäste des Schankraums kommen aus der direkten Nachbarschaft. "Das finde ich großartig!", so Jens Hinrichs. "Trotzdem würde ich mich natürlich darüber freuen, wenn noch mehr Menschen den Weg zu uns fänden. Wilhelmsburg hat noch immer einen speziellen Ruf. Wenn Leute dann hierherkommen, sind sie oft total überrascht wie schön es hier ist."

Sooo gemütlich – der Schankraum von Bunthaus Jupiter Union / Jennifer Meyer )

Neues Projekt: Co-Brew mit Buddelship

Ein kommendes Projekt könnte dabei vielleicht ein kleines Stückchen helfen. Denn für den Juni ist ein Co-Brew mit Buddelship geplant. Die Brauerei, die Anfang April die Oorlam Bar in der Neustadt eröffnet hat. "Das Bier, das wir gemeinsam mit Simon Siemsglück von Buddelship brauen, wird etwas ziemlich Abgefahrenes. Etwas, das es in Deutschland so noch nicht gibt", verspricht Jens Hinrichs. Vielleicht weckt das ja das Interesse einiger Craft-Beer-Fans, die sich sonst nicht über die Elbe wagen.

Die Hamburger Craft-Beer-Szene ist stark

Die Hamburger Craft-Beer-Community findet Jens Hinrichs ohnehin großartig. "Ich empfinde sie sogar als stärker als die in Berlin. Auch wenn sie große Player dabei haben. Man sagt zwar immer Berlin sei die deutsche Craft-Beer-Haupstadt, gefühlt hat Hamburg aber den größeren Wachstum und bietet mehr Vielfalt", erklärt der Bunthaus-Brauer. Das Einzige, woran es in Hamburg noch ein bisschen hapert: Die Gastro wachse kaum mit der Craft-Beer-Bewegung mit, viele Zapfhähne in der Stadt seien belegt durch Holsten und Astra. Um das zu ändern müssten Konsumenten in Restaurants und Bars aber aktiver nach lokalem Craft Beer fragen.

Im alten Wasserwerk finden häufig Craft-Beer-Events statt. Jupiter Union / Jennifer Meyer )

Um die Liebe zu gutem Kreativbier bei immer mehr Menschen zu entfachen, veranstaltet Bunthaus regelmäßig besondere Events. So wird es am Donnerstag, den 14. Juni, und Freitag, den 15. Juni, auch ein Bierfest auf dem Kulinarischen Campus geben. Infos soll es in Kürze über Facebook geben. Der Tipp aus der kiekmo-Redaktion: Hin da! Lasst euch davon überzeugen, wie hübsch Wilhelmsburg und lecker Craft Beer ist.

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