(© Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe )

Zeugen der Zeit: 7 eindrucksvolle Industriedenkmäler in Hamburg

Sie sind überall in Hamburg verteilt und erinnern uns an frühere Zeiten. Dürfen wir vorstellen? Fridolin, TRUDE und noch ein paar andere Industriedenkmäler, die zwar keinen Kosenamen haben, aber absolut sehenswert sind.

Die historische Hamburger Hafenbahn Fridolin

Fridolin könnte die Hauptfigur in einem Kinderfilm sein. Mit seiner knallroten Farbe und der überschaubaren Länge von 16 Metern sieht er auch irgendwie niedlich aus. Die kleine Bahn begann 1956 ihren Dienst als Nebenbahn zwischen Langenhorn und Schleswig-Holstein. Ab 1977 zeigte sie als sogenannte Bereisungsbahn Hamburg-Gästen den Hafen. 2005 musste Fridolin wegen eines Getriebeschadens den Dienst quittieren. Dank der Stiftung Maritim und dem Verein "Freunde der historischen Hafenbahn" darf Fridolin den Hamburger Hafen aber heute wieder an ausgewählten Terminen unsicher machen.

Infos: Hamburger Hafenbahn, Bremer Kai, Schuppen 50, 20457 Hamburg

Das Wasserwerk auf der Elbinsel Kaltehofe

Dieses Industriedenkmal ist nicht nur was fürs Augen, sondern auch was fürs Köpfchen und für die Sinne. Das ehemalige Wasserwerk versorgte seit 1893 alle Hamburger Haushalte mit Trinkwasser. Über die historischen Zusammenhänge könnt ihr euch in dem zugehörigen Museum informieren. Für Kinder hat die Stiftung Rallyes und Workshops im Angebot. Aber auch die Natur und die Tierwelt der Elbinsel Kaltehofe machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Ein Spaziergang über den Naturerlebnispfad lohnt sich auf jeden Fall!

Infos: Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe, Kaltehofe-Hauptdeich 6–7, 20539 Hamburg

Der Holzhafen in Altona

Wer kennt sie nicht – die beiden Lastenkräne am alten Hafenbecken in Altona? Sie sind das Wahrzeichen des Holzhafens, des ältesten noch erhaltenen Hafenbeckens in Hamburg. Der Holzhafen wurde von 1722 bis 1724 angelegt und bildet das Herz des Altonaer Hafens. Der Reiz dieses Industriedenkmals entsteht durch den Kontrast zwischen Historie und Moderne. Neben einigen modernen Architektur-Highlights und schicken Büroräumen finden sich hier immer noch die typisch hanseatischen Kontorhäuser – und eben auch die beiden alten Kräne von 1939.

Infos: Altonaer Holzhafen, Am Altonaer Holzhafen, 22767 Hamburg

Die Alte Harburger Elbbrücke

Der Harburger Binnenhafen bietet eine ganze Fülle an Industriedenkmälern. Eines der eindrucksvollsten ist die Alte Harburger Elbbrücke. Die Fachwerkbogenkonstruktion mit den auffälligen Eintrittstoren wurde 1897 bis 1899 erbaut und war die erste Straßenverbindung zwischen den damals getrennten Städten Harburg und Wilhelmsburg. Sehenswert sind aber auch die 1870 gegründete alte Gummifabrik, der 1972 erbaute Liebherrn-Portalkran, die alte Trinkhalle und der blaue Werftkran von 1960.

Infos: Alte Harburger Elbbrücke, 21107 Hamburg

Das Schneidrad TRUDE

Wer schon mal beim Museum der Arbeit in Barmbek war, kennt TRUDE, das rund 14 Meter hohe Industriedenkmal, das seit einigen Jahren den Hof schmückt. Es handelt sich dabei um ein Schneidrad des Elbtunnelbohrers, der ab 1997 beim Bau der vierten Elbtunnelröhre zum Einsatz kam. Der 60 Meter lange Koloss hätte auf dem Museumshof keinen Platz gehabt, wohl aber das 380 Tonnen schwere Schneidrad. Der Name TRUDE steht für ihr Einsatzgebiet: Tief Runter Unter Die Elbe.

Infos: Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg

Die Honigfabrik in Wilhelmsburg

Honigfabrik – da müssen wir irgendwie direkt an Willy Wonka und seine Schokoladenfabrik denken. Der Betrieb, der dem Gebäude am Veringkanal seinen Namen gab, zog aber erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein. Vorher wurde hier Margarine hergestellt. Die Honigfabrik blieb bis 1978. Danach wurde das alte Gebäude zum kulturellen Treffpunkt und seit der Renovierung und Erweiterung 2008 findet ihr hier das Stadtteilkulturzentrum Wilhelmsburg. Der Name Honigfabrik ist aber geblieben.

Infos: Honigfabrik Wilhelmsburg, Industriestraße 125–131, 21107 Hamburg

Die alte Brauerei, wo ihr heute Möbel kaufen könnt

Habt ihr gewusst, dass sich dort, wo ihr heute Designermöbel kaufen könnt, früher mal eine Brauerei befand? Seit 1875 ließ Georg Heinrich Wilhelm Naefeke hier in der Hausnummer 68 Malz produzieren – 117 Jahre lang. Ein charakteristisches Merkmal ist auch heute noch der Darreturm, der zum schonenden Trocknen des Malzes diente. 1992 zog die Malzfabrik aus und das stilwerk ein. Neben dem Darreturm wurde auch die Fassade erhalten sowie alte Maschinenteile, Treppen und Wandfliesen im Inneren des beeindruckenden Baus.

Infos: stilwerk Hamburg, Große Elbstraße 68, 22767 Hamburg

Der Alte Bahnhof in Bergedorf

Jeder Bergedorfer kennt das süße blaue Häuschen am Neuen Weg. Der Alte Bahnhof Bergedorf ist eines der ältesten noch erhaltenen Bahnhofsgebäude Deutschlands. Heute liegt das Häuschen aber nicht mehr an einer Bahnschiene, sondern ganz idyllisch im Grünen. Der Bau stammt noch aus dem Jahr 1842, es handelt sich um das ehemalige Kassen- und Wärterhäuschen der "Hamburg-Bergedorfer-Eisenbahn". Später wurde das hübsche Gebäude als Wohnhaus genutzt und heute findet sich hier der Sitz des Grundeigentümervereins im Bezirk Bergedorf.

Infos: Alter Bahnhof Bergedorf, Neuer Weg 54, 21029 Hamburg

Außergewöhnliche Architektur in Hamburg

Wenn ihr euch für besondere Bauwerke interessiert, solltet ihr auch mal einen Blick in unsere Liste mit sehenswerter Architektur in Hamburg werfen.

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