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Wohnen in Hamburg: Das kostet ein Eigenheim nördlich der Alster

Wenn ihr vom eigenen Zuhause in Eppendorf oder Winterhude träumt, solltet ihr die Entwicklung der Kaufpreise im Auge haben. Die steigen seit Jahren in Hamburg kontinuierlich, wie Studien belegen.

Ach ja, so ein eigenes Häuschen. Das wär's doch, oder? Ohne nervige Nachbarn, vielleicht gar mit kleinem Garten. Oder halt die stuckverzierte Eigentumswohnung im Altbau. Auch eine feine Sache. Wird aber von Jahr zu Jahr teurer in Hamburgs schönsten Ecken. Wir haben uns mal schlau gemacht, wo die Reise bei den Immobilienpreisen in Eppendorf, Winterhude und Harvestehude hingeht. Mancherorts wird ganz schön zugelangt. Seit 2008 sind die Preise für Eigentumswohnungen aus dem Bestand in Hamburg um 120 Prozent gestiegen. Einfamilienhäuser legten in dieser Zeit um 80 Prozent zu.

Rekordpreis in Winterhude: 13.650 Euro pro Quadratmeter

In den besonders gefragten Stadtteilen nördlich der Alster ist diese Entwicklung gut zu beobachten. So wurden in Eppendorf 2017 durchschnittlich 6589 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, wenn zuvor bewohnte Ein- und Zweifamilienhäuser die Besitzer wechselten. Im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von immerhin 11,2 Prozent. Der Top-Preis pro Quadratmeter lag gar bei 11.250 Euro pro Quadratmeter. Das mit vielen Kanälen und dem Stadtpark gesegnete Winterhude steht dem Nachbarn Eppendorf in nichts nach. 7014 Euro pro Quadratmeter wurden für Häuser aus dem Bestand durchschnittlich gezahlt - und sogar mal 13.650 Euro als Spitzenwert.

Raus aufs Land? Ist nicht unbedingt günstiger

Diese Zahlen liefert eine zuletzt 2018 aktualisierte Statistik der LBS. Die Bausparkasse hat für ihre Studie stets das Institut für Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt im Boot. Beleuchtet wird der Immobilienmarkt in Hamburg und in Schleswig-Holstein. So wurden zuletzt 14.350 öffentlich zugängliche Immobilienangebote in Hamburg und dem Umland ausgewertet. Dorthin ziehen immer noch viele Menschen, weil die Preise zwar ebenfalls steigen, aber noch deutlich unter denen im Stadtgebiet liegen.

Ist aber natürlich nicht für jeden etwas, in den Kreis Pinneberg, nach Stade oder nach Stormarn auszuwandern. Zumal Experten darauf hinweisen, dass auch die Pendelei zum Arbeitsplatz nach Hamburg viel Geld und Zeit kostet, was oft bei der Kalkulation vor einem Kauf vernachlässigt werde.

Harvestehude setzt bei Eigentumswohnungen neue Maßstäbe

Wer also lieber nördlich der Alster auf die Suche nach einer Eigentumswohnung geht, sollte ein bisschen was auf der hohen Kante haben. In Winterhude stiegen die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen laut Immobilienatlas der LBS binnen eines Jahres um 15,1 Prozent. 5780 Euro werden im Schnitt pro Quadratmeter aufgerufen, bei besonders begehrten Objekten werden auch mal mehr als 11.000 Euro fällig. Wer in Eppendorf eine Wohnung kaufen will, zahlt im Schnitt 5688 Euro pro Quadratmeter, eine Steigerung von 13,8 Prozent zum Vorjahr. Harvestehude setzt mit durchschnittlich 8560 Euro pro Quadratmeter noch einmal neue Maßstäbe.

Wenn ihr ein nagelneues Zuhause wollt, wird das in der Regel nochmal teurer. In Eppendorf kostet die frisch hochgezogene Eigentumswohnung im Schnitt 7213 Euro, in Winterhude sogar 9066 Euro und in Harvestehude 9553 Euro pro Quadratmeter.

Laut der Studie einer Immobilien-Gruppe wurden in 2017 in Hamburg knapp 300 Eigentumswohnungen zum Preis von mehr als einer Million Euro verkauft. Mehr als 50 Prozent der analysierten Immobiliengesuche lag im Segment ab 6000 Euro pro Quadratmeter. 2018 schaltete sich sogar der Internationale Währungsfonds ein – und forderte eine strenge Überwachung der Preisentwicklung in deutschen Großstädten.

Günstiger Wohnraum: In Barmbek und Alsterdorf sind die Quadratmeter noch bezahlbar

Dass die Nachfrage an Wohnraum hoch bleibt, ist naheliegend. Laut Prognose der Stadt wird Hamburg bis 2030 um 100.000 Einwohner wachsen. Es gibt allerdings Stadtteile, in denen das Preisniveau heute noch deutlich unter dem von Eppendorf, Winterhude und Harvestehude liegt. Und manchmal gar nicht weit entfernt. Ein Blick nach Barmbek-Nord oder Alsterdorf könnte lohnen. Dort gibt's Eigentumswohnungen mit Glück und Gespür auch mal für um die 2000 Euro pro Quadratmeter.

Hamburg baut: Hier gibt es neuen Wohnraum

In Winterhude entstehen auf den Schlag 1400 neue Wohnungen: Das Pergolenviertel wird das neue Vorzeigequartier am Stadtpark. Doch auch an anderen Orten der Stadt wird kräftig gebaut. Wir stellen euch die wichtigsten aktuellen und geplanten Bauprojekte vor.

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