(© Unsplash / Daniel von Appen )

Wohnen in Groß Borstel: 5 Fakten über einen unterschätzten Stadtteil

Groß Borstel? Das ist doch dieses "Dorf" in der Stadt unweit des Airports, oder? Richtig. Lange unterschätzt und als Wohnort immer angesagter. Eppendorf und Winterhude sind nämlich gar nicht weit. Wir haben mal ein paar spannende Zahlen, Daten und Fakten aus dem Wohnungsbaubericht der Stadt für euch zusammengetragen.

1. In Groß Borstel ist es noch nicht so eng wie in Eppendorf

Im immer noch von dörflichem Charakter geprägten Hamburger Stadtteil Groß Borstel, der rund 4,5 Quadratkilometer groß ist, lebten laut Statistikamt Nord zum Stichtag der letzten Erhebung genau 8.450 Menschen. Damit ist Groß Borstel immer noch vergleichsweise dünn besiedelt. Zum Vergleich: Im benachbarten und mit 2,7 Quadratmetern deutlich kleineren Eppendorf drängeln sich so um die 25.000 Menschen. Doch auch Groß Borstel wächst. Binnen vier Jahren nahm die Zahl der Einwohner um 6,1 Prozent zu.

2. In Groß Borstel gibt's kaum Familien mit Kindern

Dass Groß Borstel eine Hochburg der Familien ist, kann angesichts der Zahlen aus dem Wohnungsbaubericht 2019 niemand behaupten. Vielmehr ist der Stadtteil – wie auch seine Nachbarn Alsterdorf, Eppendorf und Winterhude – immer noch Single-Land. Der Statistik zufolge waren Ende 2016 nicht weniger als 55,3 Prozent der Wohnungen von Alleinstehenden bewohnt. Nur in 16,9 Prozent der Immobilien war regelmäßig Kinderlachen zu hören. Die restlichen Wohnungen belegten zum Zeitpunkt der Erhebung Familien ohne Nachwuchs. Immerhin ging die Zahl der Single-Haushalte seit 2012 um knapp ein Prozent zurück.

3. Nach Ein-Zimmer-Buden müsst ihr in Groß Borstel lange suchen

4.440 Wohnungen gab es im Stadtteil Groß Borstel zum Zeitpunkt der letzen Erhebung. Bedeutet im Schnitt 39,2 Quadratmeter pro Einwohner. Kleine Buden gibt es im Stadtteil südlich des Hamburger Flughafens kaum. Nur jede zehnte ist eine Ein-Zimmer-Wohnung. 78,6 Prozent verfügen über drei oder sogar vier Räume. Die Anzahl der öffentlich geförderten Wohnungen, die besonders kostengünstig zu mieten sind, stagnierte in Groß Borstel lange bei um die fünf Prozent Marktanteil, was sich aber dank großer Bauprojekte künftig ändern dürfte.

4. Groß Borstel ist älter und günstiger als seine Nachbarstadtteile

Wenn ihr euch nach einer Wohnung in Groß Borstel umschaut, solltet ihr euch auf viele ältere Nachbarn einstellen. Denn der Statistik aus dem Wohnungsbaubericht zufolge haben 21,3 Prozent der Bewohner die 65 Jahre überschritten. Vergleich: Im gesamten Hamburger Stadtgebiet machen Senioren 18,3 Prozent aus. Der Kauf einer Wohnung aus dem Bestand ist in Groß Borstel noch deutlich günstiger als in den benachbarten Stadtteilen. So werden laut gerade aktualisiertem Wohnungsbaubericht der Stadt im Schnitt 3.828 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Auch hier der Vergleich: Eppendorf schlägt mit 4.999 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Winterhude sogar mit 5.020 Euro. Aber Achtung: Die Preise steigen auch in Groß Borstel um rund 20 Prozent jährlich.

5. Und darum wird Groß Borstel noch viel größer

Es wird gebaut. Und zwar kräftig. Groß Borstel erlebt derzeit ein Wachstum wie kaum ein anderer Hamburger Stadtteil. Auf einer Fläche von 17 Hektar entstehen zwischen der Straße Kellerbleek und dem Flüsschen Tarpenbek auf 17 Hektar fast 1.000 Wohneinheiten. Tarpenbeker Ufer nennt sich das Großprojekt hinter der Automeile Nedderfeld, die ersten Bewohner sind schon eingezogen. Nicht weit entfernt wächst das Quartier Petersen Park in die Höhe – mit noch einmal 400 Wohneinheiten auf rund sieben Hektar Fläche. 30 Prozent der neuen Wohnungen werden öffentlich gefördert, sind also erschwinglich.

Baustellen in Hamburg

An allen Ecken und Enden der Stadt entstehen neue Wohnungen. Wo genau, was gerade passiert, lest ihr auf unserer Bauen und Wohnen-Themenseite. Dort halten wir euch immer auf dem Laufenden.

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