(© Shutterstock / De Jongh Photography )

Wer hätte das gedacht? 5 Persönlichkeiten, die in Eilbek gelebt haben

Friedenskirche, Jacobipark, Wandse – schöner wohnen als in Eilbek kann man in Hamburg kaum, finden viele. Und ahnen nichts von den Berühmtheiten, die ebenfalls mal in diesem Stadtteil gelebt haben.

1. Max Schmeling (1905–2005): Einer der berühmtesten deutschen Sportler

100 Jahre alt ist Schwergewichtsboxer Max Schmeling geworden. Viele davon verbrachte er in Hamburg, einige in Eilbek. Wer heute an der Hasselbrookstraße 14 vorbeischlendert, kann sich vielleicht vorstellen, wie Schmeling in seinen Jugendjahren zu Beginn des Ersten Weltkrieges hier lebte.

2. Hans Fallada (1893–1947): Der poetischste Sohn Deutschlands

In der Hasselbrookstraße wohnte beizeiten auch eine andere Berühmtheit, der Schriftsteller Hans Fallada nämlich. Und die Geschichtsbücher wissen es sogar noch genauer: im Vorgängerbau des Hauses Nummer 54 von Mai bis Oktober 1928. Was er hier erlebte, könnt ihr in seinem Roman "Wer einmal aus dem Blechnapf frisst" von 1934 nachlesen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das ehemalige Wohnhaus Falladas zerstört. Nostalgie kommt hier heute also eher nicht mehr auf, wenn man vor der Nummer 54 steht. Das Wissen um die Spuren, die Fallada in Eilbek hinterlassen hat, kann trotzdem nicht schaden, oder ist zumindest ein Grund, mal wieder seinen Roman zu lesen.

3. Helmut Schmidt (1918–2015): Ehemaliger Bundeskanzler und waschechter Hamburger

Hamburg und Helmut Schmidt – das ist nicht nur eine Alliteration, sondern auch auf ewig miteinander verbunden. Denn hier ist der Altbundeskanzler geboren, hier hat er gelebt und hier ist er gestorben. Der Airport Hamburg ist mittlerweile ganz offiziell nach ihm benannt. Was viele aber nicht wissen: Auch in Eilbek hat Helmut Schmidt Spuren hinterlassen. Um genau zu sein: in der Schellingstraße 9, wo er seine Jugend verbrachte. Gebürtiger Eilbeker ist er zwar nicht, stolz auf diese Verbindung kann der Stadtteil trotzdem sein, finden wir.

4. Vicky Leandros: Eilbeks Superstimme

Ein Star der heutigen Zeit: Die berühmte Sängerin Vicky Leandros wuchs in Eilbek auf und besuchte die Schule Richardstraße sowie das ehemalige Gymnasium an der Wartenau. Später lebte die gebürtige Griechin überwiegend auf Gut Basthorst im Süden Schleswig-Holsteins, doch seit 2012 hat Hamburg seine berühmte Tochter wieder. Wo sie genau lebt, ist nicht bekannt, aber wer weiß: Vielleicht trefft ihr die "Theo, wir fahr’n nach Lodz"-Interpretin ja bei eurem nächsten Bummel durch Eilbek …

5. Ernst Thälmann (1886–1944): KPD-Vorsitzender in der Weimarer Republik

Helmut Schmidt war nicht der Erste, der Eilbek rückwirkend ein politisches Flair verlieh. Denn hier lebte zuvor schon ein anderer, den es später in die Politik zog: Ernst Thälmann. Zwar ist Thälmann in der Altstadt Hamburgs geboren, doch seine Kindheit hat er in Eilbek verbracht, wo seine Eltern ein Gemüse-, Steinkohle- und Fuhrwerksgeschäft betrieben. Ab 1892 besuchte er hier die Volksschule Kantstraße. Wer von seinen damaligen Klassenkameraden hätte gedacht, dass aus ihm einmal der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) werden sollte?! Ein Stück Geschichte in Eilbek, das untrennbar mit der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus verbunden bleibt.

Hamburger Promis: Die Stadt der berühmten Persönlichkeiten

Unsere Hansestadt hat noch viel mehr VIP-Geschichte zu bieten. Glaubt ihr nicht? Hier sind 4 berühmte Rahlstedter, die euch ein Begriff sein sollten. Oder wie wäre es mit Hamburgern, die unsterblich sind: 10 Legenden der Hansestadt.

Melde dich für unsere kostenlose Zusammenfassung aller News aus deinem Viertel an. Jede Woche neu.

Jetzt kostenlos anmelden

Weitere Artikel aus deinem Viertel

kiekmo verbindet Hamburger mit ihrer Stadt, ihrem Viertel, ihren Nachbarn.

Suche und biete, was du brauchst oder kannst, entdecke ständig Neues und nutze die kostenlosen Schließfächer der Haspa-Filialen in deiner Nähe.