Ausgebrannte Polizeifahrzeuge auf dem Parkplatz einer Polizeidienststelle in Eimsbüttel. (Foto: Christian Charisius/dpa | Verwendung weltweit) (© dpa )

Weniger Straftaten in Eimsbüttel

Die Hamburger Polizei hat die Kriminalitätsstatistik für Eimsbüttel veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2017 weniger Straftaten erfasst. Es konnte weiterhin nur ein Bruchteil aller Vergehen aufgeklärt werden.

Nachdem die Hamburger Polizei bereits zu Beginn des Jahres die Kriminalstatistik von 2017 vorgestellt hatte, veröffentlichte sie nun die für die Bezirke aufgeschlüsselten Werte.

Von den 225.947 Straftaten hamburgweit sind 19.860 Fälle im Bezirk Eimsbüttel erfasst worden. Damit gab es in Eimsbüttel knapp 2.000 Delikte weniger als im Vorjahr.

Anzahl der Raubüberfälle sinkt

Im vergangenen Jahr gab es im Bezirk 104 Raubüberfälle. Dies ist zwar eine leichte Verringerung zu 2016, aber nur ein wenig mehr als die Hälfte aller Vorfälle konnten aufgeklärt werden.

Die Liste wird weiterhin vom Stadtteil Eimsbüttel mit 28 räuberischen Vergehen angeführt. Die meisten Überfälle im öffentlichen Raum gab es hingegen in Rotherbaum und Stellingen.

Meiste Körperverletzungen in Eimsbüttel

Neben räuberischen Übergriffen hat die Hamburger Polizei im Jahr 2017 1.665 Fälle von Körperverletzung, darunter 358 schwerer Art, erfasst. Die meisten Angriffe wurden aus dem Stadtteil Eimsbüttel gemeldet, gefolgt von Eidelstedt und Schnelsen. Festzustellen ist auch hier ein leichter Rückgang zum Jahr davor. Außerdem konnten knapp 90 Prozent der erfassten Fälle aufgeklärt werden.

Besonders brutale Vergehen, wie Mord, Vergewaltigung oder Körperverletzungen mit Todesfolge wurden zu Gewaltkriminalität zusammengefasst. Knapp 500 dieser Fälle wurden für Eimsbüttel erfasst, rund drei Viertel davon konnte die Polizei aufklären. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Fallzahl um 16,4 Prozent, die Aufklärungsquote erhöhte sich leicht.

(© picture alliance / Rolf Vennenbernd/dpa )

Aufklärung von Diebstählen bleibt erfolglos

Anders sieht es bei der Aufklärung von Diebstählen aus. Nur bei etwa 14 Prozent aller kriminellen Entwendungen konnte der Täter ermittelt werden. Vor allem die Suche nach Fahrrad- und Taschendieben blieb zu 95 Prozent erfolglos. Ladendiebe hingegen werden in 86 Prozent der Fälle gestellt.

Doch auch in diesem Bereich wurden weniger Straftaten verzeichnet. Insgesamt erfassten die Polizeibeamten im Bezirk mit 10.489 Diebstählen 12,7 Prozent weniger als 2016. Besonders herausstechend sind die durchgehend hohen Zahlen im Stadtteil Eimsbüttel. Die meisten Wohnungseinbrüche gibt es allerdings in Niendorf und Eidelstedt.

Mehr Sachbeschädigungen

Im Gegensatz zu einer sinkenden Anzahl von Diebstählen nahmen Sachbeschädigungen um zwei Prozent zu. Rund ein Viertel der 2.205 erfassten Fälle fanden im Stadtteil Eimsbüttel statt. Mit 14,1 Prozent ist die Aufklärung der begangenen Sachbeschädigungen eher gering.

Straftaten gegen Aufenthaltsgesetz vollständig aufgeklärt

Die Quote der Aufklärung von Straftaten gegen das Asyl- und Aufenthaltsgesetz ist dagegen weiterhin sehr hoch. Die 84 erfassten Fälle konnten vollständig aufgeklärt werden.

Höherer Konsum von Rauschmitteln

Die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz blieben 2017 im Vergleich zu 2016 nahezu konstant. Im Ganzen wurden 596 Rauschgiftdelikte erfasst. Während in Bezug auf den Handel mit illegalen Substanzen ein Rückgang der Straftaten sichtbar wird, steigt die Zahl des unrechtmäßigen Konsums leicht an.

Die meisten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetzes wurden in Eimsbüttel registriert. In Harvestehude und Lokstedt sind Drogendelikte eher seltener. Rund 90 Prozent aller Straftaten im Zusammenhang mit Rauschgiftbesitz- und handel konnten aufgeklärt werden.

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