(© Unsplash/Markus Spiske )

5 Wege, wie ihr in Hamburg Lebensmittel vor dem Müll retten könnt

Jedes Mal, wenn ihr Lebensmittel wegschmeißen müsst, ärgert ihr euch schwarz? Dann sagt der Verschwendung den Kampf an! Diese 5 Tipps, wie ihr Lebensmittel in Hamburg vor dem sicheren Tod bewahrt, helfen euch dabei.

Zum Einstieg etwas, worauf ihr euch freuen könnt: 2020 eröffnet ein Sirplus-Laden in Hamburg, in dem ihr Lebensmittel, die bald ablaufen, aber noch genießbar sind, zu vergünstigten Preisen kaufen könnt. Da das aber noch ein bisschen dauert, geben wir euch ein paar weitere Tipps an die Hand, um der Lebensmittelverschwendung in Hamburg etwas entgegenzusetzen.

1. Die Too Good To Go-App nutzen

Falls ihr Too Good to Go noch nicht kennt, solltet ihr jetzt auf jeden Fall weiterlesen. In der App könnt ihr euch Restaurants, Bäckereien und Supermärkte in eurer Nähe aussuchen und zu bestimmten Zeiten ganze Mahlzeiten zum günstigen Preis mitnehmen – egal ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen. In Hamburg machen immer mehr Läden mit, entsprechend wird die Auswahl immer größer. So geht’s: einfach registrieren, Standort angeben, schauen, worauf ihr Lust habt, über die App kaufen, bezahlen und Essen abholen. Jede Mahlzeit, die ihr kauft, ist eine Mahlzeit weniger, die im Abfall landet.

2. Brot und Brötchen von gestern kaufen

Wenn die Bäckereien in Hamburg zum Abend hin schließen, bleiben viele Mengen an Brot und Brötchen übrig, die nicht verkauft wurden. Einiges davon wird gespendet, doch bei weitem nicht alles. Der Rest landet im Müll. Um das zu verhindern, hat die Bäckerei Junge in Kooperation mit Hinz und Kunzt die Brotretter ins Leben gerufen. In der Filiale in Bergedorf wird ausschließlich Ware vom Vortag zu vergünstigten Preisen verkauft. Ähnlich handhabt es die Bäckerei Rohlfs, die eine "Gutes von Gestern"-Filiale in Bramfeld betreibt.

Toll ist übrigens auch die Aktion vom Café May auf der Reeperbahn. Ab circa 23 Uhr gibt’s es dort alle Backwaren, die bis dahin nicht verkauft wurden, für die Gäste umsonst.

Infos: Brotretter Hamburg, Alte Holstenstraße 12, 21031 Hamburg; Mo–Fr 8 bis 18 Uhr, Sa 8 bis 16 Uhr | Rohlfs Bäckerei – Gutes von Gestern, Bramfelder Chaussee 251 a, 22177 Hamburg; Mo–Fr 7 bis 18 Uhr, Sa 7 bis 13 Uhr

3. Lebensmittel mit anderen teilen

Die rund 2.500 Mitglieder von Foodsharing Hamburg haben es sich zur Aufgabe gemacht, täglich Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten. Sie klappern Supermärkte und Bäckereien ab und nehmen das Essen kistenweise mit. Das wandert dann zu Teilen in die sogenannten Fair-Teiler, öffentliche Kühlschränke, die über die ganze Stadt verteilt sind. In Hamburg sind es 14 an der Zahl. Jeder kann hier Lebensmittel deponieren, die er selbst nicht konsumieren kann oder mitnehmen, was er gebrauchen kann. Außerdem könnt ihr euch online registrieren und dort Warenkörbe für andere Nutzer erstellen, die diese dann bei euch abholen können. Tipp: Foodsharing funktioniert auch super über die kiekmo-Schließfächer. Die Lebensmittel einfach in einer Haspa-Filiale eurer Wahl deponieren und dem Empfänger dann den Öffnungscode für das Fach schicken.

4. In Unverpackt-Läden in Hamburg einkaufen

Das Problem ist ja: Ganz häufig kaufen wir Lebensmittel in viel zu großen Mengen. Manchmal geht das auch nicht anders. Einen halben Blumenkohl oder einen halben Eisbergsalat gibt es eben nicht und manches wird nur als XL-Packung angeboten. Die Lösung: Unverpackt-Läden. Zum Beispiel das Stückgut in Ottensen, Bio.lose in Eimsbüttel oder Ohne Gedöns in Volksdorf. Hier zapft ihr euch genau die Menge ab, die ihr braucht – und vermeidet so, dass Überschüssiges schlecht wird und weggeschmissen werden muss. Unter folgendem Link findet ihr die besten Adressen für Unverpackt in Hamburg.

5. Überschüssiges der Tafel Hamburg spenden

Ihr könnt auch als Privatperson Essen für die Tafel spenden. Bei größeren Mengen bietet sich das an. Zum Beispiel wenn ihr nach einer Grillparty noch Unmengen an Baguettes und Grillwürstchen übrig habt. Allerdings solltet ihr vorher einmal anrufen, um den Bedarf und die Vorgehensweise zu klären. Denn die Ehrenamtlichen sind oft ziemlich eingebunden und können nicht zu jeder Tageszeit Lebensmittelspenden annehmen.

Infos: Hamburger Tafel e.V., Schimmelmannstraße 123, 22043 Hamburg

Nachhaltiger leben in Hamburg: Die besten Tipps

Ihr habt euch vorgenommen, euren Alltag nachhaltiger zu gestalten, wisst aber manchmal nicht so richtig wie? Dann schaut euch doch mal unsere Tipps für ein nachhaltiges Leben in Hamburg an.

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