(© Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe )

Ausflugstipp: Die Elbinsel Kaltehofe als historisches Natur-Highlight

Heute lieber Kultur oder Natur? Besucher der Elbinsel Kaltehofe müssen diese Entscheidung nicht treffen. Rothenburgsorts geheime grüne Oase erfüllt nämlich gleich drei Wünsche auf einmal: Sie ist Industriedenkmal, Museum und Naturpark in einem.

Wer einen Ausflug zur künstlich entstanden Elbinsel Kaltehofe unternimmt, sollte auf jeden Fall etwas Zeit mitbringen, denn hier gibt es einiges zu sehen: Erster Programmpunkt auf der heute europaweit einzigartigen Anlage ist das ehemalige Wasserwerk. 1893 fertiggestellt, versorgte die erste Filtrationsanlage der Hansestadt, die Hamburger fast 100 Jahre lang mit Trinkwasser. Dafür entstanden 22 große, rechteckige Becken – alle so groß wie ein Fußballfeld.

Inzwischen kommt fünf der ehemaligen Filterbecken eine neue Bedeutung zu: Drei dienen als Biotope, eines ist als Modellbootbecken im Einsatz. Am fünften wird Besuchern vorgeführt, wie die ehemalige Elbwasserfiltrieranlage Kaltehofe einst funktionierte.

Speicherstadt-Flair auf einer Insel

Eine echte Attraktion sind außerdem die 36 kleinen Türmchen aus Backstein, die an den Becken stehen. In den ehemaligen Schieberhäuschen kümmerten sich Arbeiter um den Zu- und Ablauf des Wassers. Entworfen hatte sie der Speicherstadt-Architekt Franz Andreas Meyer. Inzwischen sind zwei restaurierte Häuschen für Besichtigungen zugänglich.

Mehr Information (Text- und Bildmaterial) zur Historie der Anlage findet ihr im Museum der historischen Villa Kaltehofe. Außerdem gibt es hier ein gemütliches Café, in dem ihr euch für die nächste Etappe stärken könnt.

Das Elbinsel Naturschutzgebiet

Nach der Stilllegung des Wasserwerks 1990 blieb sich die Insel rund 20 Jahre selbst überlassen: ideale Bedingungen für eine facettenreiche Flora und Fauna. So brüten über 40 Vogelarten hier regelmäßig zwischen teilweise streng geschützten Pflanzenarten. Außerdem lebt ein Drittel der in Deutschland vorkommenden Fledermausarten in einem ehemaligen Bunker auf Kaltehofe. Ein Viertel des Geländes kann über einen Naturlehrpfad erkundet werden.

Für den Erhalt des künstlich entstandenen Eilands setzt sich die Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe ein. Der Zugang zum Gelände und Naturerlebnispfad ist kostenlos. Informationen zu kostenpflichtigen Gruppenführungen und Veranstaltungen findet ihr im umfangreichen Veranstaltungsangebot.

Infos: Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe, Kaltehofe Hauptdeich 6-7, 20539 Hamburg
Öffnungszeiten Museum: April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, November bis März: Samstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
Öffnungszeiten Café Kaltehofe: November bis März: Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr
Öffnungszeiten Außengelände: November bis März: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

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Wer Interesse an historischen Bauten hat, die heutzutage einem anderen Zweck zugeführt wurden, sollte unbedingt mal den Energiebunker in Wilhelmsburg besuchen. Dort wartet nicht nur einer von Hamburgs spektalulärsten Aussichtspunkten, sondern on top auch noch das schöne Café Vju.

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