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Wasser marsch: Die tollsten Badeseen in und um Hamburg

Klar könnt ihr auch im Stadtparksee baden oder in der Elbe – müsst ihr aber nicht. In welchen Badeseen rund um Hamburg das Plantschen besonders schön ist, lest ihr hier. Viel Spaß beim nächsten Badeausflug!

Boberger See

Mitten im Naturschutzgebiet der Boberger Niederungen liegen die berühmten Boberger Dünen – und diese sind immer einen Ausflug wert. Immerhin bekommt man nicht jeden Tag Sanddünen zu sehen, obwohl kein Meer in der Nähe ist. Für Abkühlung sorgt der Boberger See. Hier findet ihr neben einer großen Badestelle mehrere kleine Einstiege ins Wasser. Ihr habt dabei die Wahl, ob es eher waldig, sandig oder nackig sein soll: Eine Seeseite ist nämlich Freunden der Freikörperkultur vorbehalten. Über euch und allen Nackedeis schweben leise die Flieger vom angrenzenden Segelflugplatz.

Wie kommt man hin? Parkplätze sind vorhanden. Ob es genug sind, wird sich zeigen, wenn ihr vor Ort seid. Ansonsten ist die Region ein wunderbares Wanderziel und mit der S-Bahnhaltestelle Mittlerer Landweg und der U-Bahn Mümmelmannsberg gut an den HVV angeschlossen. Mehr Infos zum Boberger See gibt's hier.

See Hinterm Horn

Kennt ihr nicht? Da seid ihr nicht die Einzigen. Dieser See hat noch ein klein wenig Geheimtipp-Charakter, zumindest wenn ihr nicht in Allermöhe und Umgebung wohnt. Der idyllisch gelegene Baggersee lockt mit einem 20 Meter langen Sandstrand. Für Nichtschwimmer und Sich-selbst-Überschätzer ist er aber nicht geeignet: Es gibt keinen abgetrennten Nichtschwimmer-Bereich, keine Badeaufsicht, dafür aber hier und da ein abfallendes Ufer. Sprich: Plötzlich wird es tief! Gute Schwimmer freuen sich über die Abkühlung und die top Wasser-Qualität.

Wie kommt man hin? Mit dem Auto oder der S21 bis Mittlerer Landweg. Der See Hinterm Horn hat auch eine gleichnamige Bushaltestelle. Hier findet ihr mehr Infos zum See Hinterm Horn.

Öjendorfer See

Dieser See ist definitiv unterschätzt, vielleicht weil die angrenzenden Stadtteile in Hamburgs Osten wohl nicht zu den beliebtesten Hamburger Hotspots gehören. Dennoch: Der Öjendorfer See mit seinen ausladenden Liege- und Grillwiesen hat einiges zu bieten. Bereits 1925 wurde er ausgehoben um die Horner Marsch zu erhöhen, seit vielen Jahrzehnten beherbergt er neben diversen Wasservögeln auch Badende. Ein schöner Rundweg führt komplett um den See herum. Zwei Badestellen, eine davon mit abgetrenntem Nichtschwimmer-Bereich, bieten einen seichten Einstieg, es gibt zwei Kioske mit jahrzehntelanger Pommes-Expertise, einen schönen Spiel- und einen Minigolfplatz. Am Wochenende kann am Öjendorfer See schon mal das Grillgelage etwas ausufern. Die Nachbarn an sich sind aber leise – der See grenzt an den Öjendorfer Friedhof.

Wie kommt man hin? Diverse Parkplätze sind vorhanden, ob diese ausreichen ist uns nicht bekannt. Wer vorbildlich mit den Öffentlichen anreist, hat von der Steinfurther Allee oder Billstedt noch einen Spaziergang vor sich, der bei letzterer Variante aber größtenteils am Schleemer Bach entlang geht. Was ihr sonst noch über den See wissen müsst, lest ihr hier.

Oortkatener See/ Hohendeicher See

Dieser künstlich geschaffene Badesee im Südosten Hamburgs hat gleich zwei Namen: Der Oortkatener See oder eben auch Hohendeicher See liegt im Stadtteil Ochsenwerder in den Marschlanden. Mit einem Umfang von 5.400 Metern und einer maximalen Tiefe von 19 Metern ist er weit davon entfernt, ein kleiner Teich zu sein. Hier findet ihr neben klassischen Badestellen mit Eis und Pommes, auch eine Surfschule und einen Camping-Platz. Der See ist aufgrund der Tiefe meist recht kalt, dafür aber klar und einfach schön.

Wie kommt man hin? An einem heißen Sommertag werden Autofahrer eine kleine Wanderung in Kauf nehmen müssen – Parkplätze entlang des Deichs sind rar gesät. Für verwöhnte Großstädter ist die Bus-Situation etwas gewöhnungsbedürftig. Tipp: Fahrrad einpacken und ab S-Bahn Moorfleet oder Tiefstack radeln – die Strecke ist eben und luftig, unterwegs könnt ihr an einigen Bauernhäusern noch Erdbeeren kaufen. Noch mehr zum See gibt's hier.

Bredenbeker Teich

Hört sich erstmal so attraktiv an wie ein Tümpel voller Kaulquappen, ist aber tatsächlich ein absoluter Bade-Hotspot. Eine große Badestelle bietet einen seichten Einstieg für die lieben Kleinen, in der Nähe gibt es Eis und Pommes. Alle anderen verteilen sich am Ufer, wo man an diversen Stellen Zugang zum frischen, klaren Wasser findet. Die Pros unter euch kommen direkt mit dem Schlauchboot an und lassen sich zu den nahezu unberührten Fleckchen auf der anderen Seeseite treiben.

Wie kommt man hin? Ein Parkplatz ist gegen ein kleines Entgelt vorhanden. Die U-Haltestelle Ahrensburg ist nur einen Spaziergang entfernt.

Wie steht's um die Wasserqualität?

Wer sich an dieser Stelle fragt "Hey, was ist denn mit dem Eichbaumsee?", hat auch 2018 eine Enttäuschung vor sich: Der einst sehr beliebte Badesee in den Vier- und Marschlanden hat sein Blaualgen-Problem leider noch immer nicht in den Griff bekommen. Hier gilt nach wie vor absolutes Badeverbot!

Auch wenn die hier vorgestellten Seen in Sachen Wasserqualität ein "ausgezeichnet" bekommen haben: Bei langanhaltender Hitze kann dies schnell umschlagen – es drohen Blaualgen und Zerkarien, das sind sehr gemeine Parasiten. Binsenweisheit: Wenn niemand außer euch badet, hat es vermutlich einen Grund, den ihr nicht aus erster Hand erleben wollt. Eine aktuelle Tabelle zur Wasserqualität einiger beliebter Seen findet ihr hier.

Die kiekmo-Redaktion wünscht euch jedenfalls herrlichstes Badewetter und ein erfrischendes Nass!

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