Muss dringend saniert werden: die Eislauf- und Radrennbahn. (© Burkhard Sielaff )

Was passiert mit dem Sportpark an der Hagenbeckstraße?

Eislauf- und Radrennhalle sind in die Jahre gekommen, die Fußballplätze ebenso. Jetzt soll der Sportpark in Eimsbüttel umfassend umgebaut werden.

Im Winter könnt ihr unter dem Zeltdach auf der Eisbahn Stellingen Schlittschuh laufen, im Sommer finden hier Radrennen statt. Doch die Sportanlage an der Hagenbeckstraße wurde schon 1961 erbaut und das merkt man ihr auch an. Deutsche Radrennmeisterschaften auszutragen, ist auf der alten Betonbahn laut Harald Lercher vom Radsport-Verband Hamburg nicht möglich, da Meisterschaften heutzutage auf einer Holzbahn ausgetragen werden. Da nur ein Zeltdach vor Niederschlag schützt, müssen die Hamburger Rennradler zudem von November bis März in Frankfurt/Oder, Cottbus oder Köln trainieren. "Dabei wäre es so wichtig, dass wir ganzjährig hier trainieren können", so Lercher. Anzumerken sei, dass 2017 dennoch zwei Nachwuchsportler im U15- und U17-Bereich Deutsche Meister auf der Bahn geworden sind, 2018 ein U17-Sportler.

In der Hamburger Radrennbahn kann im Winter nicht trainiert werden. (© Burkhard Sielaff )

Neues Dach? Neue Kombi-Halle? Zwei Hallen?

Nun soll die gesamte Anlage – neben der Eis-/Radsporthalle gibt es hier auch Fußballplätze, ein Curlingcenter, eine Squashanlage und Tennisplätze – umfassend saniert werden. Gut, nur wie? Die günstigste Variante wäre ein neues Dach für die Halle. Dann könnten die Hamburger Rennradfahrer aber im Winter immer noch nicht trainieren. Eine neue, geschlossene Kombi-Halle bauen, in der innen Eisbahn und außen die Radspur ist – schwierig! Innen muss es für die Schlittschuhläufer kalt sein, außen für die Radler warm, dazwischen bräuchte es eine effiziente Abschirmung. Also zwei Hallen? Auch ein teurer Spaß. Denkbar wäre wohl, die Radsporthalle im von den Radlern nicht immer genutzten Innenbereich für andere Sportarten zu nutzen.

Sanierungsbeginn könnte 2020/21 sein

Finanziert wird das Ganze durch den Masterplan Active City. Demnach ist eher mit einer kleineren Lösung für die Sanierung des Geländes bzw. der Eis-/Radbahn zu rechnen. Frühester Baubeginn für die Stadionsanierung (vor allem des Dachs) wäre 2020/2021, fertig könnte die frische Halle dann 2023 sein. Eine erste Kostenschätzung geht von 2,5 bis 3,5 Millionen Euro aus.

Drei Fußballplätze bekommen Kunstrasen

Genau werden wir es wohl Ende März 2019 wissen. Denn noch erarbeiten das Bezirksamt Eimsbüttel, das Fachamt Bezirklicher Sportstättenbau und ein externes Planungsteam ein Entwicklungskonzept, das dann fertig sein soll. Noch ist also nicht spruchreif, was aus der Anlage wird. Freuen dürfen sich aber wohl die Fußballer unter euch: Wie Bezirkssprecher Kay Becker auf kiekmo-Anfrage mitteilte, ist absehbar, dass drei der vier Fußballplätze einen Kunstrasen bekommen. Auch die dazugehörigen Funktionsgebäude – Umkleiden, Duschen – sollen erneuert werden. Offenbar soll es laut Sprecher im Sportpark an der Hagenbeckstraße "neue Angebote für den nicht organisierten Sport" geben, auch von "Trendsportarten" war bereits die Rede. Hierzu konnte Becker aber noch nichts Näheres sagen.

Sport in Eimsbüttel

Wusstet ihr schon, dass es in Eimsbüttel spannende Angebote für ungewöhnliche Sportarten gibt? Zum Beispiel Pole Dance oder Sepaktrakraw, eine Mischung aus Badminton, Volleyball und Fußball.

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