Ira Junge in ihrer Eisdiele "Eisbüttel". (© Fabian Hennig )

Was für ein Traumjob: Ein Tag mit Ira Junge von der Eisdiele "Eisbüttel"

Ira Junge hat sich einen Traum erfüllt – und die Eisdiele "Eisbüttel" in Eimsbüttel aufgemacht. Aber was macht man eigentlich den ganzen Tag als Eisdielen-Besitzerin? Sie hat es uns verraten.

8 Uhr: Der Tag beginnt im Großmarkt

Morgens nehme ich mir zu Hause Zeit für ein kurzes Frühstück. Die Grundlage brauche ich: Meistens komme ich erst abends wieder dazu, etwas zu essen. Dann geht's mit dem Auto zum Großmarkt. Ich habe eine Einkaufsliste dabei und besorge alles, was ich für das Eis brauche, das ich heute produzieren möchte. Vor allem frisches Obst und Kräuter. Manchmal auch Milch, Sahne oder Joghurt. Milchprodukte bekomme ich eigentlich geliefert, aber nur einmal pro Woche -–wenn viel Eis verkauft wird, gehen mir schon mal die Vorräte aus.

9 Uhr: Jetzt wird Eis gemacht

Meistens muss ich mehrmals laufen, bis ich alle Einkäufe aus dem Auto in den Laden gebracht habe. Ich freue mich schon aufs Eis produzieren, aber wie heißt es so schön: erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Und so mache ich mich daran, die Maschinen und Arbeitsgeräte zu desinfizieren. Wenn alles picobello ist, geht es endlich los. Ich schnippel das Obst und wiege alle Zutaten ab, dann werfe ich die Maschinen an. Das mache ich so spät wie möglich, denn sie strahlen unglaublich viel Wärme ab. Dann geht's los, eine Sorte nach der anderen. Besonders viel Spaß macht es mir, wenn ich eine neue Sorte ausprobiere. Dann kann ich es kaum erwarten, einen Löffel zu kosten. Wenn das Eis aus der Maschine kommt, geht es direkt in die Kühlung. Verkauft wird es erst am nächsten Tag, dann ist es ordentlich durchgefroren.

12 Uhr: Hereinspaziert!

Der Laden macht auf. Meine Mitarbeiter bereiten dafür alles vor: Das Eis wartet zum Beispiel schon ab 11 Uhr im Tresen auf Kundschaft, damit es jetzt die richtige Temperatur hat. Es ist verrückt, wie sehr der gute Geschmack davon abhängt, da kommt es auf jedes Grad an! Während ich hinten noch an den Eismaschinen stehe, übernimmt mein Team erstmal den Verkauf. Der erste Ansturm kommt zum Ende der Mittagspause – wenn es richtig warm ist, ist den ganzen Tag über super viel los.

16 Uhr: Zeit für die Chef-Behandlung

Sobald ich das Eis für den nächsten Tag fertig habe, stelle ich mich selbst an den Verkaufstresen. Ich habe zwar ein Fenster zwischen Eisdiele und Eisküche, kriege also den ganzen Tag über mit, was vorne passiert – aber ich liebe den direkten Kontakt mit meinen Kunden. Ich finde es toll, hinterm Tresen zu stehen und ein bisschen zu schnacken. Zu hören, wie das Eis gelobt wird. Es kommen total viele Stammkunden, das ist klasse. Genauso habe ich mir das immer vorgestellt, als ich von meinem eigenen Café geträumt habe.

19 Uhr: Feierabend

Was ich mir wirklich nicht habe vorstellen können: Wie anstrengend es ist, so eine Eisdiele zu führen. Wenn wir die Türen schließen, muss noch aufgeräumt, geputzt und gewischt werden. Gegen 8 Uhr sind wir damit fertig. Dann ab nach Hause, endlich etwas essen. Ich bin über zwölf Stunden unterwegs, jeden Tag, von Montag bis Sonntag. Habe dieses Jahr 14 Aushilfen – dabei hatte ich ursprünglich geplant, alles allein zu wuppen! Völlig unmöglich, wie ich nach einer Woche gemerkt habe. Aber ich bin super glücklich mit der Eisdiele und mit meinem Spitzenteam. Wir sind eine richtig tolle, große Eis-Familie!

Infos: Eisbüttel, Lutterothstraße 45, 20255 Hamburg; täglich 12 bis 19 Uhr

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