Natur und Industrie: Wilhelmsburg hat viel zu bieten. (© Nicole Keller )

Wandern in und um Wilhelmsburg: 5 schöne Touren

Die Elbinsel hat viele Seiten: Hafenindustrie, quirlige Viertel, Landwirtschaft und unberührte Natur. Erforscht eure Heimat mal zu Fuß – hier kommen 5 Spaziergänge und Wanderungen in und um Wilhelmsburg, der Veddel, dem Kleinen Grasbrook und Steinwerder.

1. Natur pur: Heuckenlock und Bunthäuser Spitze

Der mit Prielen durchzogene Tideauenwald des Heuckenlock ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber. In direkter Nachbarschaft zur stark befahrenen A1 gelegen könnt ihr hier absolute Ruhe und eine unberührte, unglaublich artenreiche Landschaft genießen. Allein mehr als 700 Pflanzenarten wurden hier gezählt, darunter auch die seltenen Wiebelsschmiele und der Schierlings-Wasserfenchel. Beide Pflanzen werden weltweit heute nur noch im Süßwassertidegebiet der Elbe gefunden. Auch für zahlreiche, zum Teil rare Tiere ist das Heuckenlock wichtiger Unterschlupf: Das Wasser wimmelt von Fischen, in den Halmen brüten zahllose Vogelarten, auch Spinnen, Käfer und andere Insekten hausen hier. Mit etwas Glück könnt ihr sogar große Vögel wie Störche oder Kormorane beobachten. Wenn ihr noch ein Stückchen weiter marschiert, landet ihr an der Bunthäuser Spitze mit ihrem kleinen Leuchtturm und dem Tideauen-Informationszentrum. Hier bekommt ihr viele Infos zu diesem besonderen Ökosystem und könnt ihr euch auch mit einem Kaffee stärken. Zum Naturschutzgebiet Heuckenlock kommt ihr ganz einfach: Fahrt einfach mit der Buslinie 351 Richtung Freiluftschule Moorwerder bis Heuckenlock. Und dann spaziert los!

Für wen: Natur-Liebhaber
Länge: beliebig

2. Mächtige Kräne, dicke Pötte und Elphi-Blick: Vom Alten Elbtunnel über die Stage-Insel

Das Kontrastprogramm ist ein Spaziergang durch das Hafengebiet. Hier könnt ihr nicht nur große Kräne und dicke Pötte beobachten, sondern genießt auch einen spektakulären Ausblick auf die gegenüberliegende City-Kulisse mit samt Elphi und Speicherstadt. Startet am besten am Alten Elbtunnel (gerne auch mal einen Blick hineinwerfen!) und spaziert von da aus auf der Hermann-Blohm-Straße Richtung Wilhelmsburg. Biegt dann aber nach links ab und überquert über Am Fährdamm das Norderloch, sodass ihr auf der Stage-Theater-Insel landet. Hier könnt ihr wunderbar flanieren, die großen Musicalhäuser und das geschäftige Treiben in der Stadt bewundern. Wenn euch der Spaziergang zu kurz ist, dann marschiert doch zurück und durch den Elbtunnel noch auf die andere Seite. Oder über die Argentinienbrücke Richtung Wilhelmsburg.

Für wen: Urbane Industrie-Liebhaber
Länge: ca. 3 Kilometer

3. Der Klassiker: Wilhelmsburger Loop

Wer die unterschiedlichen Seiten Wilhelmsburgs – Industrie, Stadtleben, Natur – auf einmal kennenlernen möchte, kann dies wunderbar auf dem Loop (niederdeutsch für Lauf, englisch für Runde/Schleife) tun. Diese 6,5 Kilometer lange Strecke hat herrlich breit ausgebaute, glatte Wege, die nur für Radfahrer, Fußgänger und Skater gedacht sind. Folgt einfach der Beschilderung und entdeckt, ausgehend beispielsweise von der S-Bahnstation Veddel, die imposanten Industrieanlagen, das leere Dockville-Gelände, den Veringkanal, den Reiherstieg und Wilhelmsburger Rathaus.

Für wen: alle, die Wilhelmsburg kennenlernen wollen
Länge: 6,5 Kilometer

4. Die große weite Welt schnuppern: Vom Cruise Center Steinwerder zur Seemannsmission Duckdalben

Das Cruise Center in Steinwerder ist das jüngste und damit modernste Kreuzfahrtterminal in unserer schönen Stadt. Hier könnt ihr ein bisschen verweilen und die riesigen, schwimmenden Hotels beobachten, die hier vor Anker liegen. Vor allem AIDA-Schiffe, aber auch beispielsweise die Queen Mary 2 liegt hier mal vertäut. Um noch mehr Seefahrts-Atmosphäre zu schnuppern, könnt ihr über den Roßdamm und den Roßweg bis zum Fähranleger Neuhof wandern, dort müsst ihr dann mit der Fähre hinüber nach Waltershof fahren. Genießt den Anblick der Köhlbrandbrücke! Auf der anderen Seite angekommen haltet ihr euch links und marschiert über die Zweite Rugenberger Schleusenbrücke über den Rugenberger Damm, die Finkenwerder Straße und die Zellmannstraße zur Seemannsmission Duckdalben. Hier könnt ihr einen Kaffee trinken und dann entweder zurück spazieren oder den Bus 151 Richtung S-Bahn Wilhelmsburg nehmen.

Für wen: Seefahrt-Fans
Länge: 6,9 Kilometer (einfach)

Kreuzfahrtriese küsst Köhlbrandbrücke: Industrie- und Seefahrts-Fans werden diesen Anblick lieben. (© Christian Spahrbier / IMAGEKONTOR )

5. Kultur pur: Sehenswürdigkeiten-Hopping

Die Elbinsel hat einiges an kulturellen oder historischen Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch von einer zur nächsten wandern und hier oder dort etwas Zeit verbringen. Startpunkt kann das BallinStadt Auswanderermuseum sein, dann marschiert ihr zum Energieberg Georgswerder. Genießt die fantastische Aussicht! Weiter geht es zur historischen Windmühle Johanna und durchs idyllische Viertel Kirchdorf bis hin zum Museum Elbinsel.

Für wen: Kultur- und Geschichtsinteressierte
Länge: knapp sechs Kilometer

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Lernt diesen unterschätzen Stadtteil kennen und lieben. Wir haben für euch noch die besten Bars in Wilhelmsburg. Oder checkt die Burger bei "Flutlicht" aus – ihr werdet es nicht bereuen!

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