(© Shutterstock / Daniel-Froehlich )

Von Bauwagen bis Hausboot: 7 besondere Wohnarten in Hamburg

Drei Zimmer, Küche, Bad – nicht für jeden sieht so die perfekte Wohnung aus. Wir zeigen euch, wie und wo in Hamburg sonst noch gewohnt werden kann.

1. Zomia: Wohnen im Bauwagen

Weniger ist mehr? Bei diesem alternativen Wohnkonzept ganz sicher. Zwar gibt's weniger Quadratmeter und weniger Komfort. Dafür aber mehr Leben, mehr Unabhängigkeit und oft auch mehr Geld. Denn wer wie Peter Lustig in einen Bauwagen zieht, kann einiges an Miete sparen. Das passende Haus zimmert sich der Bewohner selbst zusammen: Das kann ein umgebauter Container sein, ein ausrangierter Zirkuswagen oder ein Bauwagen. Und wohin mit der neuen Unterkunft? In Hamburg gibt es einige Stellplätze, darunter Zomia im Schanzenviertel. Dort bekommt ihr zu einem Schotterplatz noch die Gemeinschaft Gleichgesinnter hinzu.

Infos: Zomia bietet Platz und eine Plattform für Bauwagen-Aktivisten

2. Lokstedter Wasserturm: Wohnen im Turmzimmer

Wohnen wie eine Prinzessin: Das ermöglicht der Lokstedter Wasserturm mit seinem Spitzdach, den runden Außenwänden und dem wilden Garten drumrum. Der Turm ist mehr als 100 Jahre alt. 1984 wurde er zu Wohnzwecken umgebaut. Die Wohnung im ehemaligen Wassertankbereich erstreckt sich über drei Ebenen, eine weitere befindet sich im ersten Stock. Mit einer Höhe von 50 Metern ist der Wasserturm eine Art Wahrzeichen des Stadtteils. Wer eine dieser zwei Wohnungen ergattert hat, kann sich wirklich glücklich schätzen – und wird sie wohl auch so schnell nicht wieder hergeben.

Infos: Lokstedter Wasserturm, Süderfeldstraße 49a, 22529 Hamburg

3. Ökosiedlung Braamwisch: Zero-Waste-Wohnen

Die Kompost-WCs sind mittlerweile weitgehend durch normale Wassertoiletten ersetzt, ansonsten wird ökologisches Wohnen in der Reihenhaussiedlung in Bramfelds Norden immer noch ganz großgeschrieben. In den Niedrigenergiehäusern mit Solarnutzung ist alles ein bisschen öko: die Baumaterialen, der Anstrich, der Kompost im Garten und natürlich auch die Bewohner. Wenn ihr euch nicht mehr über die SUVs eurer Nachbarn, Plastik in der Biotonne oder Pflastersteinwüsten in der Einfahrt ärgern wollt, ist das Wohnkonzept vielleicht genau richtig für euch. Mehr über diese Art von Wohnsiedlungen erfahrt ihr hier.

Infos: Braamwisch eG umfasst fünf Reihenhauszeilen und zwei Doppelhäuser und bietet Platz für 42 Haushalte

4. Tiny Houses: Minimalistisch wohnen auf dem Land

Der Trend zum Wohnen auf kleinstem Raum kommt aus Amerika und hält mehr und mehr Einzug in Deutschland. In Bleckede hinter Lauenburg könnt ihr im Elborado Tiny Houses direkt an der Elbe mieten oder kaufen. Die Mini-Holzhäuser bieten euch auf gerade mal 30 Quadratmetern einen Rückzugsort im Grünen. Perfekt für alle die, die das Stadtleben satt haben oder einfach mal eine Auszeit brauchen.

Infos: Elborado, Grüner Deich 2, 21354 Bleckede

5. Baugemeinschaften: Zusammen bauen, zusammen wohnen

Möchtest du mit mir bauen? Ja, nein, vielleicht ... Ein bisschen erinnern Online-Kontaktbörsen für Bauherren an Dating-Portale. Muss vielleicht auch so sein, schließlich kommt man sich beim gemeinsamen Bauen und Wohnen recht nah. Da sollte die Chemie stimmen. Ist das der Fall, profitieren alle Beteiligten: Niemand muss sich allein mit Baufirmen, Handwerkern und Behörden herumärgern.

Infos: Auf der Kontaktbörse für Baugemeinschaften führt die Stadt Hamburg Gleichgesinnte zusammen

6. Mehrgenerationenhäuser: Jung und Alt unter einem Dach

Der eine wünscht sich etwas Hilfe bei der Kinderbetreuung, der andere schafft es neben dem Job kaum, den Rasen zu mähen. Wieder andere würden sich einfach über etwas Gesellschaft freuen. Bleibt jeder für sich, ändert sich nichts. Kommen die Menschen zusammen, können sie sich gegenseitig unterstützen – zusammen bedeutet in diesem Fall ein Zusammenleben im Mehrgenerationenhaus. Jung und Alt unter einem Dach – das war noch vor wenigen Generationen völlig normal. In Hamburg gibt es mehrere Mehrgenerationenhäuser, in denen Menschen unterschiedlichen Alters zusammenleben und Fremde zu einer Art Familie werden können. Es gibt in den Häusern einen offenen Tagestreff, jeder Bewohner bringt sich nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten in die Gemeinschaft ein.

Infos: Informationen zu Hamburgs offiziellen Mehrgenerationenhäusern samt Adressen stellt die Stadt hier zur Verfügung

7. Hausboot: Wohnen auf dem Wasser

Sanftes Schaukeln in der Nacht, aus der Haustür direkt aufs Stand-up-Paddle-Board steigen, nach Feierabend an Deck entspannen – das Leben auf einem Hausboot kann sehr idyllisch sein. Wären da nicht die hohen Erschließungskosten, viel Bürokratie und wenig freie Liegeplätze auf dem Wasser. Während Hamburg noch vor einem Jahrzehnt in Amsterdams Fußstapfen zu treten schien, scheiterten die meisten Bauprojekte im Laufe der Zeit an den diversen Hürden. Trotzdem: Wer es an Bord schafft, den erwartet ein ganz außergewöhnliches Wohnerlebnis.

Infos: Die meisten Liegeflächen für Hausboote gibt es auf der Bille, in einigen Alsterkanälen, in Wilhelmsburg und Harburg. Hier ist die offizielle Karte

Kurzurlaub im Hamburger Umland: 10 Tipps

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