Volle Fahrt zum halben Preis: Taxi-Revolution in Hamburg

CC0: Unsplash/Lexi Ruskell )

Mit geteilten Fahrten wollen Taxi-Unternehmen preisgünstiger und attraktiver werden – und Car-Sharing-Diensten wie DriveNow und Car2Go die Kunden abnehmen. Seit heute auch in Hamburg.

Japp, Taxifahren ist teuer. Kein Wunder also, dass die Konkurrenz durch Alternativmodelle wie Car-Sharing eine reelle Bedrohung für die Taxibranche darstellt. Mit neuen Angeboten wollen Hansa-Taxi und mytaxi deshalb auf dem Hamburger Markt wettbewerbsfähig bleiben.

Um ihre Attraktivität zu erhöhen und neue Zielgruppen anzusprechen, haben beide Unternehmen zufällig zeitgleich, aber unabhängig voneinander, ein neues Geschäftsmodell vorgestellt: geteilte Taxifahrten. Davon profitieren vor allem wir als Fahrgäste. Die Idee dahinter: Um die Fahrkosten für den einzelnen Gast zu senken, sammelt der Taxifahrer auf dem Weg zu eurem Ziel einfach weitere Gäste ein, die in die selbe Richtung wollen. So teilt ihr euch im Idealfall den Preis mit anderen Passagieren.

Laut Hamburger Abendblatt seien so theoretisch bis zu 50 Prozent Ersparnis gegenüber der Einzelfahrt drin – je nachdem, wo euer Mitfahrer einsteigt. Denn die Preisbeteiligung wird anhand der zurückgelegten Strecke berechnet. Wichtig für euch zu wissen ist letztlich aber nur: Ihr fahrt günstiger mit dem Taxi, wenn ihr es nicht alleine nutzt und bereit seid, kleinere Umwege zum Ziel in Kauf zu nehmen.

Hamburg als Vorbild – Berlin und München sollen folgen

Hansa-Taxi hatte diese "Shared Ride"-Option ohne großes Tamtam am 3. Dezember mit einem App-Update veröffentlicht. Damit überraschte die hanseatische Taxizentrale unter anderem ihren Mitbewerber mytaxi. Diese hatten ein im Grunde gleiches System angekündigt und dafür sogar zu einer Pressekonferenz eingeladen. Seit dem heutigen Montag, 4. Dezember, führt "mytaximatch" ebenfalls mehrere Strecken zu einer zusammen, um den Personentransport für den einzelnen günstiger anbieten zu können.

Die neue Funktion fährt gegenwärtig in Hamburg Probe, soll aber zumindest bei mytaxi auch auf Berlin und München ausgeweitet werden, wie Spiegel Online berichtet. Aber keine Sorge, wenn ihr die Rückbank lieber für euch alleine haben wollte: Das Angebot, Fahrten zu teilen, ist optional.

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