kiekmo )

"Viva la Bernie": Einigung mit den Investoren vorerst gescheitert

7 Mio. Euro hat "Viva la Bernie" den Investoren geboten, um den Künstlerhof in der Bernstorffstraße zu retten. Doch eine Einigung ist nicht in Sicht.

Es ist noch nicht lange her, da war die Bernstorffstraße im kollektiven Freudentaumel versunken. Es gab einen echten Erfolg zu feiern, denn 7 Millionen Euro bekommt man nicht mal eben so zusammen. Die wurden notwendig, um den Künstler- und Handwerkerhof Bernstorff 117 vor dem Aus zu bewahren. Jetzt stellt sich heraus: Selbst das könnte nicht reichen.

Investoren mauern weiterhin

Vor etwas über einem Jahr wurden die Anwohner und Gewerbetreibenden vor vollendete Tatsachen gestellt: Zwei Berliner Investoren hatten das Grundstück gekauft und schmiedeten bereits Pläne für die Zukunft des Standorts. Mieterhöhungen standen an, es ließ sich erahnen, dass viele Mieterinnen über kurz oder lang ausziehen würden. Damit wäre der Weg frei für einen Abriss des Kreativzentrums und den Neubau von Eigentumswohnungen. Das wollte sich die Hofgemeinschaft verständlicherweise nicht bieten lassen und sammelte innerhalb weniger Monate satte 7 Millionen Euro, um das Grundstück zurückzukaufen. 6 Millionen, die der Hof mutmaßlich beim Kauf 2017 gekostet hat, plus eine Million Euro als Gewinn für die Investoren, damit sie sich auf den Deal einlassen.

Doch die wollen nicht. Dabei liegt das Geld auf dem Tisch, die Eigentümer müssten nur zugreifen. Offenbar lassen sie sich aber nicht einmal auf einen konstruktiven Dialog mit dem "Viva la Bernie e.V." ein. "Heute stehen wir deshalb wieder am Anfang des Konflikts", schreibt der Verein auf seiner Facebook-Seite. "Innerhalb von 15 Monaten gab es weder eine Antwort auf die Frage, welche Ziele die Investoren mit unserem Hinterhof verfolgen, noch was sie bezahlt haben."

Viva la Bernie: Zahlreiche namhafte Unterstützer

Die Räumlichkeiten in der Bernstorffstraße 117 werden bereits seit rund 35 Jahren von Handwerkern, Künstlern und Musikern als Werkstätten, Ateliers und Studios genutzt. Die Hofgemeinschaft wird von einem breiten Bündnis gesellschaftlicher und politischer Akteure unterstützt. Darunter sind Anwohner, Prominente und Künstlerinnen. Selbst die Handwerkskammer sowie das Bezirksamt sprechen sich für den Erhalt dieses ganz besonderen Ortes aus.

Damit das gelingt, ruft "Viva la Bernie" die Eigentümer auf, den Betrag zu nennen, den sie als Gewinnmarge erwarten. "Alternativ fordern wir die Investoren auf: Lassen wir die betroffenen Stadtteile über Ihr und unser Konzept abstimmen!" Ja, wieso eigentlich nicht?

Melde Dich für unseren Newsletter an und sei immer ganz nah dran an deinem Hamburg

Jetzt anmelden

Weitere Artikel aus Deinem Viertel

kiekmo verbindet Hamburger mit Ihrer Stadt, Ihrem Viertel, Ihren Nachbarn.

Suche und biete, was du brauchst oder kannst, entdecke ständig Neues und nutze die kostenlosen Schließfächer der Haspa-Filialen in deiner Nähe.