Magischer Ort: der Hinterhof-Spielplatz an der Weidenallee. (© Szene Hamburg )

Versteckte Orte in Eimsbüttel: Die Hinterhofpassage in der Weidenallee

Eimsbüttel hat einige Westentaschen, die nur Quartier-Oldies kennen. Oder Menschen, die ihre Augen offenhalten – für die versteckten Idyllen des Viertels.

10Die Weidenallee ist eigentlich eine Flaniermeile. Der Verkehr hält sich weitgehend in Grenzen, links und rechts öffnen jeden Morgen Geschäfte in Inhaberhand ihre Türen, dazwischen vereinzelt Traditionskioske und jede Menge Restaurants. So kennen und so lieben wir die Verbindungsstraße zwischen Schanze und Eimsbüttel. Was der Otto-Normal-Flaneur aber vielleicht noch nicht kennt, das sind die Hinterhöfe der Weidenallee. Allen voran das idyllische Durchgangsplätzchen neben der Hausnummer 57, dem Italiener Trattoria da Leandro. Der Weg führt vorbei an Arbeiterarchitektur aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert mit verzückenden Schmiedebalkonen, auf denen Pflanzkübel, bunte Windmühlen und zusammengeklappte Wäscheständer schon die charmante Hinterhof-Alltäglichkeit verraten.

Der backsteinerne Schlot ragt fast magisch hinter den Häusern auf

Von den Balkonen blicken die Bewohner auf einen kleinen Spielplatz, den die Stadt schon vor etwa einem Vierteljahrhundert im Rahmen eines Stadtentwicklungsprogramms für Eimsbüttel hier platziert hat: Umsäumt von Bäumen, altem Gemäuer und viel Licht, bietet er Hamburgs Knirpsen einen Schutzraum zum Spielen und den Flaneuren der Stadt einen Platz zum Sonnenbaden. Von den Bänken aus, die Gesichter Richtung Südwesten gestreckt, bleibt der Blick hängen an einem backsteinernen Schlot, der deplatziert, ja fast magisch aus der Häusersilhouette hervorragt. Es ist das Relikt einer alten Blechfabrik, die schon lange nicht mehr in Betrieb ist. Heute wohnen darin eine Handvoll Menschen. Oder sie haben hier ihr Büro wie die Veranstaltungsagentur Freykultur. Oder ihren Handwerksbetrieb wie die Möbelrestaurierung Manthey.

Ein beschwingtes Gefühl der Verbundenheit

Genau wie sie sehen auch wir als Besucher zu späterer Stunde, wenn der Abend den Hinterhof erreicht, wie die Schatten der Bäume länger werden, bis sie die Fassaden der kleinen Gründerzeithäuser treffen. Dann macht sich in uns das beschwingte Gefühl breit, die gesamte Stadt sei miteinander verbunden. Vermutlich macht hier genau das so glücklich: ein geheimer Fleck in der großen Stadt. Theoretisch könnte jeder hier sein, aber es fühlt sich beinahe an, als gehörte der Ort uns ganz allein...

Weitere Tipps für Kinder: Eimsbüttel hat noch mehr feine Orte zum Toben für Kinder zu bieten. Lest hier, welche 5 Spielplätze in Eimsbüttel besonders schön sind.

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