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Urban Gardening in Hamburg: Hier gärtnert ihr ohne Garten

Ab ins Beet! Die Anzahl der öffentlichen Urban-Gardening-Projekte in Hamburg wächst immer weiter. Wir zeigen euch, wo ihr mitgärtnern könnt.

1. Urban Gardening in Hamburg: Gartengruppe Wandsbek

Bereits seit August 2015 trifft sich die Gartengruppe Wandsbek einmal pro Woche – um als Nachbarn ein bisschen zusammenzurücken, sich über Themen wie dem nachhaltigen Anbau von Obst und Gemüse zu unterhalten und natürlich um gemeinsam zu gärtnern. Auch wenn die meisten Mitglieder aus Wandsbek kommen: Ein Muss ist das nicht. Einzige Bedingung für die Teilnahme an der Gruppe ist ein Interesse am Thema Permakultur. Denn Pestizide oder genveränderte Pflanzen kommen hier nicht in die Erde.

Baugenossenschaft freier Gewerkschafte )

2. Mitten in Barmbek: Fuhlsgarden

Die Mitglieder und die Beete vom Fuhlsgarden in Barmbek sind so bunt wie der Stadtteil selbst. Egal, ob jung oder alt, Gartenprofi oder Urban-Gardening-Amateur – jeder ist bei diesem Projekt herzlich willkommen. Einmal pro Woche wird gemeinsam gebuddelt, gebaut, gepflanzt und gepflegt. Am Ende jeder Gartensaison wartet dann ein großes Fest, bei dem die Ernte gemeinsam vernascht wird.

3. Urban Gardening auf dem Kiez: Gartendeck St. Pauli

Wohl das bekannteste unter den öffentlichen Urban-Gardening-Projekten in Hamburg: das Gartendeck St. Pauli. Bis vor kurzem war es auf einer Fläche in der Großen Freiheit zu Hause. Aufgrund von Bauarbeiten musste es im April 2019 jedoch auf eine Ausweichfläche umziehen. Zu finden ist es nun vor dem Hospiz Leuchtfeuer in der Simon-von-Utrecht-Straße 4. Hier wird für die kommenden Jahre gebuddelt, gepflanzt, geschnackt und die Sonne genossen.

4. Der Name ist Programm: Tomatenretter e. V.

Bei den Tomatenrettern ist der Name Programm. Denn die Mitglieder des Vereins wollen auf einem Grundstück hinter der Dove-Elbe Tomaten retten. Sie setzen sich für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Hier wird Urban Gardening in Hamburg zu praktischer Kritik am Umgang der Menschen mit der Natur. Regelmäßig kommen die Tomatenretter zusammen und kümmern sich um zig verschiedene Tomatenpflanzen, von denen man die meisten nicht im normalen Handel bekommt.

5. Urban Gardening in Hamburg für die Welt von Morgen: Minitopia

Minitopia in Wilhelmsburg ist Hamburgs erste Community-Stadtfarm. Ein Spielplatz und Ort zum Experimentieren für alle, die nach einer alternativen Möglichkeit suchen, wie ein unabhängiges Leben in Zukunft aussehen kann. Teil von Minitopia ist auch das Urban Gardening. Ausgebildeter Gärtner ist keiner aus dem Kernteam. Den Anbau von Gemüse und Obst bringen sich alle selbst bei. Werdet Teil der Gruppe und lernt gemeinsam mit den anderen, wie man sich in Zukunft vielleicht sogar komplett selbst versorgen kann.

Jupiter Union / Jennifer Meyer )

6. Offen für alle: Interkultureller Garten Hamburg-Wilhelmsburg e.V.

Der interkulturelle Garten in Wilhelmsburg ist gelebte Völkerverständigung. Denn die gemeinsame Arbeit im Garten schafft – vor allem mit Migranten mit Sprachproblemen – die Möglichkeit, Teil einer Gruppe zu sein, die ein verständnisvolles und tolerantes Miteinander pflegt. In den Sommermonaten trifft sich die Gruppe immer sonntags zum Urban Gardening in Hamburg. Junge wie alte Menschen egal welcher Nation sind herzlich willkommen.

7. Auf die Nachbarschaft: Wurzelwerk

Die Vison des Wurzelwerk: das Zusammenwachsen der Menschen in der Stadt. Deshalb wurde das Urban-Gardening-Projekt in Hamburg zwar von Studierenden gegründet, richtet sich aber explizit auch an alle Anwohner des Geländes der Universität Hamburg. In Hochbeeten und alten Dosen pflanzt das Wurzelwerk-Team hier Gemüse an. Selbstgebaute Möbel aus Paletten laden zum Chillen und Schnacken ein.

8. Tschüss Tristesse: Urban Gardening im Stephanusgarten

Für die Eimsbüttler Nachbarschaftsinitiative Stephanusgarten ist der Straßenrand mehr als eine Abstellfläche für Autos. Etwa 60 Menschen der Gruppe bringen jedes Jahr aufs Neue Ecken in Eimsbüttel zum Blühen, die sonst eher trist sind, damit der Stadtteil ein Ort zum Wohlfühlen für alle wird. Seit 2018 dürfen sie zudem die Grünanlage der ehemaligen St. Stephanuskirche zum Urban-Gardening-Projekt umgestalten.

9. Gemeinsam weiterwachsen: Beet-Club

Der Beet-Club in Altona zeigt, wie viel Gemeinschaft und Urban Gardening in Hamburg bewegen kann. 2009 wollte der Energiekonzern Vattenfall eine Fernwärmetrasse für das Kohlekraftwerk Moorburg durch den Suttnerpark legen. Doch die Bürger wehrten sich und errichteten im friedlichen Protest ein Hochbeet. So retteten sie den Park. Die Zahl der Beete ist seitdem stark gestiegen. Ihr seid herzlich eingeladen, zum Wachsen des Gemeinschaftsgartens beizutragen.

10. Urban Gardening in Hamburg im großen Rahmen: BALUGA

Das Urban-Gradening-Projekt Baluga findet ihr auf einer 14.000 Quadratmeter großen Fläche am Holstenkamp 87/Ecke Regerstieg. Willkommen sind hier alle, die Lust haben, einen gemeinsamen Garten anzulegen, Lagerfeuerplätze, eine Spielwiese oder einen Lehmbackofen zu bauen oder einen Hühnerstall herzurichten. Das Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen zusammenkommen und die Seele baumeln lassen können.

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