Das "Fischbrötchen 2.0": die "Lobster Roll". (© Underdocks )

"Underdocks" neu auf St. Pauli: Einmal Fischbrötchen in cool, bitte!

Hamburgs neuester Stern am Gastro-Himmel: Bei den "Underdocks" werden Klassiker der maritimen Küche völlig neu interpretiert - urbanes Streetfood trifft auf verschiedenste Fischvariationen, Hummer, Krabben und Co. Dieser Laden hat der Hansestadt gerade noch gefehlt.

Hamburgs Fischliebhaber haben seit Kurzem einen neuen Heimathafen - und was für einen! Das Underdocks auf der Grenze zum Karoviertel ist ein wahnsinnig sympathischer Hybrid aus Restaurant, Imbisseck und lässiger Bar. Das Konzept hinter dem Laden, der Ende Mai erstmals seine Türen öffnete, ist so einfach wie genial: "Wir wollen die klassische Fischbude revolutionieren. Nicht mehr und nicht weniger", sagt Co-Inhaber Burhan mit einem Augenzwinkern. Und dabei klingt er so überzeugend, dass man ihm einfach Glauben schenken muss. Warum auch nicht? Die Hansestadt und Fisch, das gehört seit Ewigkeiten untrennbar zusammen - und eine mit Herzblut umgesetzte Neuinterpretation hat noch niemandem geschadet.

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Gourmet-Streetfood in maritimem Gewand

Auf die Idee zu den Underdocks kam Burhan bereits vor rund drei Jahren gemeinsam mit seinem Kumpel Samet, der nun sein Geschäftspartner ist. Die beiden Jungs stellten sich weiland die simple Frage, warum man in Hamburg nur an wenigen Orten "richtig geilen und leckeren Fisch essen kann?" Und damit meinten sie nicht klassische Spots à la "Fischereihafen Restaurant" oder "Hummer Pedersen". Vielmehr fehlte den beiden eine Bude, die Fisch als handwerklich gut gemachte Streetfood-Variante anbietet. "Im Stil der ganzen coolen Burgerläden, die es mittlerweile überall gibt", ergänzt Burhan. "Nur eben mit Fisch und Meeresfrüchten."

Fischliebhaber, was wollt ihr mehr? (© Underdocks )

Aus der anfänglichen Idee wurde schnell ein konkreter Plan. Die zwei Quereinsteiger - Burhan ist studierter BWLer, Samet Kommunikationsdesigner - feilten monatelang an ihren Gerichten, stellten Kalkulationen auf und warfen sich schließlich mit voller Wucht ins kalte Wasser der Hamburger Gastro-Szene. Im vergangenen Jahr testeten sie mit einem Pop-up-Restaurant im Cook-Up in der Weidenallee die Markttauglichkeit ihres modernen "Urban Fish Food". Ob klassisches Ceviche, "Pulled Lachs" oder die herrlich-dekadenten "Lobster Rolls" - sämtliche Gerichte, die die Underdocks über den Pass schoben, waren Volltreffer. Somit war der Weg für einen eigenen, festen Laden geebnet, und die finale Standortwahl am Neuen Kamp hätte nicht passender sein können.

Alles in Handarbeit

Von Beginn an war Burhan und Samet klar, dass ihr kleines Baby nur auf St. Pauli das Licht der kulinarischen Welt erblicken kann. Die Nähe zum Hafen, der raue Charme des Viertels und nicht zuletzt das wuselige Treiben zwischen Kiez und Schulterblatt bieten den perfekten Rahmen für das Underdocks-Projekt "Fischbude 2.0".

Hat schon Stil: ein alter Container mitten im Laden. (© Kiekmo )

Wer das Restaurant betritt, landet in einer kleinen Welt, die sich perfekt an ihre neue Umgebung angepasst hat: Leuchtkonstruktionen im Industriedesign, schwere Tische aus einstigen Gerüstbalken, eine einladende Bar und nicht zuletzt eine markante Container-Fassade, die das i-Tüpfelchen auf der stimmigen Inneneinrichtung bildet. An der gegenüberliegenden Wand prangt das Graffito eines alten Seebären, der kobernd-grüßend die Hand hebt, als wollte er sagen: "Hut ab, Dschungs! Das habt ihr wirklich gut gemacht."

Grünes Oäschen: der Underdocks-Innenhof. (© Kiekmo )

Man merkt die Liebe zum Detail in jeder Ecke des Underdocks. Und genau darauf legen Burhan und seine Crew großen Wert: "Bis auf die Elektrik und das große Wandbild haben wir tatsächlich alles selbst gebaut, worauf wir schon ein bisschen stolz sind. Auf diese Weise haben wir einen noch engeren Bezug zu unserem Laden", so der 35-Jährige. Unser Tipp: Neben dem Gastraum gibt es noch einen kleinen Hinterhof, in dem ihr euch ruhig und windgeschützt durch die einladende Karte probieren könnt.

Auch Nicht-Fischesser werden hier überzeugt

Selbst diejenigen unter euch, die mit Fisch ein wenig fremdeln, sollten sich bei einem Besuch davon überzeugen lassen, wie schmackhaft er zubereitet werden kann. Oder wie liest sich dieser kleine Auszug aus der Speisekarte für euch? Unter anderem bekommt ihr im Underdocks verschiedenste "Rolls", fluffige Brötchen gefüllt mit Hummer, Krabben und Co., dazu Klassiker wie Fish & Chips, Bowls, Tacos, Ceviche und ... ach, probiert es doch am besten einfach mal selbst aus. Das alles gibt es zu fairen Preisen zwischen etwa 5 und 20 Euro – alles in allem absolut gerechtfertigt. Wer anschließend noch einen Drink an der Bar nimmt, um entspannt in den Abend zu starten, dürfte sich dabei selig über den Bauch streicheln. Manchmal kann das kleine Glück so einfach sein. Vor allem in einer Stadt wie Hamburg, in einer "Fischbude" wie die der Underdocks.

Sympathischer Fischkopp: Co-Inhaber Burhan ist stolz auf seinen neuen Laden. (© Kiekmo )

Infos: Underdocks - Neuer Kamp 13 - Momentane Öffnungszeiten: Di.-Do. 17 bis 22 Uhr, Fr.-So. 17 bis 0 Uhr - www.under-docks.de

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