Beschaulich: Niendorf (© Massimo Tealdi )

Umzug nach Hamburg: In diesen Stadtteilen werden Natur-Liebhaber glücklich

Ein Umzug nach Hamburg steht an? Dann habt ihr alles richtig gemacht im Leben. Doch in welchem Stadtteil sollten Natur-Liebhaber Wurzeln schlagen? In dem zweiten Teil unserer Stadtteil-Reihe stellen wir euch drei Viertel vor – abseits vom üblichen Radar.

Niendorf: Ein Traum für Spaziergänger

Etwas außerhalb liegt im Norden Hamburgs der Stadtteil Niendorf: authentisches Kleinstadt-Flair mit Einfamilienhäusern und wunderschönen Spaziermöglichkeiten im Grünen, allen voran das Niendorfer Gehege. Das ist nicht nur bekannt, weil die Filmfamilie Schweiger hier mal ein Anwesen bewohnt hat oder ab und an ein echtes Reh den Weg kreuzt, sondern vor allem, weil ihr hier wunderbar die Hunde leinenlos Gassi führen oder in der Sonne picknicken könnt. Alles was man dafür braucht, gibt's in der Einkaufspassage Niendorf-Nord. Von dort aus fahren auch die Busse und die U-Bahn: Mit der U2 kommt ihr von hier supereasy nach Eimsbüttel und zum Hauptbahnhof. Dadurch ist Niendorf ein geschätzter Stadtteil all derer, die es ruhig und stadtnah haben wollen. Allerdings ist das gastronomische und kulturelle Angebot ausbaufähig. Dafür gibt es hier niedrigere Mieten und das Highlight des Hamburger Nordens: das größte Waldgebiet Hamburgs.

Langenhorn: Familienidylle und Moor

Sehr lange wegen der düsteren Geschichte der "Irrenkolonie" am Ochsenzoll wurde Langenhorn von der Bevölkerung misstrauisch beäugt. Heute nutzt die Asklepios Klinik Nord die Räumlichkeiten. Das Areal drum herum wurde umgebaut zur Wohnsiedlung Oxpark. Das Viertel zwischen Natur und Stadtrand hört also wieder Beifall. Langenhorn vermischt spielerisch Baustile: Auf der einen Seite die denkmalgeschützte Fachwerkhaussiedlung aus dem 19. Jahrhundert, auf der anderen Seite Reihenhau-Wunder mit dem größten Anteil von Ein- und Zweifamilienhäusern in ganz Hamburg. Letzteres liegt auch an der florierenden Entwicklung des Stadtteils zum beliebten Wohnort privilegierter Rentner und Familien mit Kindern. Die sieht man werktags wie am Wochenende am Raakmoor, das inzwischen kein Moor mehr ist, sondern ein wunderschöner naturgeschützter Birkenwald, auf dem Wochenmarkt oder in einem der kleinen Theater. Neben dem Kulturangebot gibt es eine ausgezeichnete Infrastruktur mit der U-Bahn und dem Flieger, wenn ihr den regelmäßig braucht – Langenhorn liegt nämlich ganz in der Nähe des Hamburger Flughafens.

Bergedorf: Ein Städtchen für sich

Kulturviertel, Shoppingoase und Erholungsort zugleich – Bergedorf bleibt ein bezahlbarer und familienfreundlicher Wohnort. Das authentische Zentrum des einstigen autonomen Dorfes erinnert mit malerischer Schönheit an die Postkartenästhetik des vorletzten Jahrhunderts: Pittoreske Architektur wie die der Kornwassermühle aus dem 19. Jahrhundert reiht sich an Wunderwerke der Baukunst, am eindrucksvollsten zu sehen am Bergedorfer Schloss. Der gotische Bau aus dem 15. Jahrhundert ist das einzige erhaltene Schloss Hamburgs – selbstredend ist hier das städtische Museum untergebracht. Abseits der Bergedorfer Altstadt sind dann alle Baustile vertreten: Einfamilienhäuser, Schumacher-Klinkersiedlungen aus den 1920er Jahren, einzelne wenig charmante Bausünden der 1960ern, Gebäude der Gegenwart. Mit anderen Worten: Ja, Bergedorf ist dörflich, aber auch modern. So finden sich hier neben dem Bergedorf Theater eine offene Kulturlandschaft mit vielen Veranstaltungen. Wem die nicht reichen: Die Hamburger Innenstadt ist nur zwanzig S-Bahn-Minuten entfernt. Naturliebhaber erfreuen sich vor allem an der Nähe zu den Boberger Dünen. Ein idyllisches Wanderparadies mit, ihr ahnt es schon, wunderbaren Dünen und einem Badesee für heiße Tage und Füße.Auch das Naturschutzgebiet Kirchwerder Niederungen sowie der Sachsenwald sind nur einen Steinwurf entfernt.

Autorin: Jenny V. Wirschky

Mehr für euren Umzug nach Hamburg

Natürlich gibt es im grünen Hamburg noch mehr Stadtteile mit für Freunde von Mutter Natur. Wer zum Beispiel mal einen Ausflug zu den Volksdorfer Teichwiesen gemacht hat, wird hier Volksdorf vermissen. Habt Geduld mit uns! In unserer neuen Serie "Umzug nach Hamburg" widmen wir uns nämlich regelmäßig der Frage aller Fragen: Welcher Stadtteil passt zu mir? Bislang im Programm: die hippen, aber kaum bezahlbaren Szeneviertel. Nähere Einblicke ins Hamburger Leben geben euch Artikel wie "Altona – ein Stadtteil irgendwo dazwischen" oder auch "Barmbek – ein Stadtteil im Wandel". Außerdem sind wir noch der Frage nachgegangen ob Wandsbek jemals hip werden kann oder sollte. Die kiekmo-Redaktion wünscht euch viel Spaß beim Stöbern!

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