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U4-Ausbau: So nimmt sich die Hochbahn Hamburgs Osten vor

Kaum ist die Verlängerung der U4 Richtung Elbbrücken fürs Erste abgeschlossen, plant die Hochbahn schon den Ausbau der Linie im Hamburger Osten. Anvisierter Baubeginn ist bereits Ende 2019, die Kosten sollen sich auf 465 Mio. Euro belaufen.

In wenigen Monaten soll die neue U4-Haltestelle Elbbrücken in Betrieb genommen werden, doch am anderen Ende der U-Bahn-Linie bewegt sich auch einiges. Die Hamburger Hochbahn AG hat bei der Planfeststellungsbehörde offiziell den Antrag auf Planungsgenehmigung für den Ausbau der U4 Richtung Horner Geest eingereicht. Damit konkretisiert sich das Vorhaben, tausende Haushalte im Osten der Stadt ans Hamburger Schnellbahnnetz anzuschließen. Bis zum 19. September liegen die Planunterlagen im Bezirksamt Mitte in der Caffamacherreihe 1-3 aus und können von jedem, der sich selbst ein Bild von der Zukunft der U4 machen möchte, eingesehen werden. Die Dokumente stehen auch online und im Stadtteilhaus "Horner Freiheit" zur Einsicht bereit.

U4 trägt bei: Horner Geest im Wandel

Zeitgleich zum Ausbau der U4 sollen auf der Horner Geest bis zu 3.100 neue Wohnungen entstehen. Die bessere Anbindung an die City soll auch, so die Hoffnung der Stadt, den Stadtteil attraktiver machen. Auf der neuen rund 2,6 Kilometer langen Strecke sind an der Stoltenstraße und der Dannerallee zwei U-Bahn-Haltestellen vorgesehen. Aber wer schön sein will, muss leiden: Die Bauarbeiten in dem dicht bebauten Gebiet werden beschwerlich und langwierig, die Manshardtstraße wird aller Voraussicht nach über lange Zeiträume gesperrt oder zumindest stark beeinträchtigt sein. Auch ein umfangreicher Umbau der Haltestelle Horner Rennbahn einschließlich eines neuen Gleises wird erforderlich. Nicht zuletzt müssen Umweltauflagen beachtet werden. 770 Bäume sollen im Vorfeld gefällt werden, neue werden nach Abschluss der Bauarbeiten Mitte der 20er Jahre gepflanzt.

Es sind diese zahlreichen Widrigkeiten, weswegen das Projekt ganze 465 Mio. Euro verschlingen wird - vorausgesetzt, es kommt zustande. Denn die Bewohner des Stadtteils haben mehr als nur ein Wörtchen mitzureden. Von Anfang an haben sie sich an den Plänen beteiligt und ihre Ideen eingebracht. Und es liegt weiter in ihrer Hand: Einwendungen gegen die Pläne der Hochbahn können bis zum 20. Oktober eingereicht werden.

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