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10 Typen, auf die ihr in Hamburgs Bahnen trefft

Na, kennt ihr die auch? Wir stellen euch 10 Typen vor, auf die ihr früher oder später in Hamburgs Bussen, U- und S-Bahnen treffen werdet. Unterhaltungsfaktor: hundert Prozent!

1. Der Schnacker

Egal ob morgens, mittags oder abends, mindestens einmal am Tag trifft man auf diesen Bahnfahrer – den Schnacker. Und der hat immer (!) etwas zu besprechen: Sei's nun das Date vom letzten Abend, bei dem es zwar zum Abschiedskuss gekommen ist, seither aber Funkstille herrscht. Oder die Mama, mit der man seit Wochen nicht mehr telefoniert hat und nun einiges nachholen muss. Gerne auch mal der Bro aus dem Fitnessstudio, mit dem man mal eben die neuesten Gewicht-Rekorde durchgeht – und welches Protein-Pulver benutzt er eigentlich aktuell? Das Schlimmste: Selbst mit Kopfhörern ist der Schnacker nicht zu überhören. Böse Blicke? Interessieren ihn nicht.

Typischer Satz: "Ich sitze gerade in der Bahn, aber erzähl ruhig."

Ihr denkt: Neeein!

2. Der Breitmacher

Montagmorgen. Rush Hour. Die Bahn ist kurz vor dem Hauptbahnhof schon knackevoll. All das interessiert den Breitmacher aka. "Ich lege meine Tasche neben mich, damit sich hier niemand hinsetzen kann"-Typ aber eher weniger. Denn der legt, wie soll es anders sein, seine Tasche einfach neben sich. Sein Ziel: Möglichst viel Abstand zwischen sich und die anderen Fahrgäste bringen. Seine Taktik: Mitreisende, die versuchen Blickkontakt herzustellen, gekonnt ignorieren. Da hilft nur oft nur eins: einfach hinsetzen. Ihr werdet sehen, die Tasche verschwindet ganz schnell.

Typischer Satz: (konzentriert auf's Handy, die Hände oder aus dem Fenster starren)

Ihr denkt: Stehen ist eh viel gesünder.

3. Der Hungrige

Ja, auch wir haben in der Bahn schon mal genussvoll in ein Franzbrötchen gebissen. Im Gegensatz zu dem, was der Hungrige in der Regel dabei hat, riecht das aber nicht – außer vielleicht ein wenig nach Zimt. Und wer hat schon etwas gegen ein wenig Zimtgeruch? Der Hungrige steht jedenfalls auf gehaltvolle und vor allem geruchsvolle Kost. Döner zum Beispiel. Mit ordentlich Zwiebeln. Und Knobisoße. Und für die nächsten 20 Minuten hat der ganze Waggon etwas davon. Wenn's schlecht läuft, hängt der Duft sogar noch in der Luft, obwohl der Hungrige längst ausgestiegen ist.

Typischer Satz: (Essgeräusche)

Ihr denkt: Ich könnte mal wieder Döner essen gehen ...

4. Der Quetscher

Es gibt Tage, da fährt gefühlt ganz Hamburg mit den Öffis. Die Bahnen scheinen dann bereits binnen weniger Minuten bis zum Anschlag gefüllt zu sein. Festhalten muss man sich nicht – umfallen ist unmöglich. Du bist jedoch froh, dass du wenigstens ein wenig Luft zum Atmen hast und niemand auf deine Füßen tritt. Es steht ganz außer Frage: Hier passt kein weiterer Fahrgast rein! "Challenge accepted!", denkt sich dann aber dieser Typus – und springt in die Bahn, als ginge es um Leben und Tod. Beziehungsweise Bahn fahren oder Stehenbleiben. Er raubt dir den allerletzten Rest Sauerstoff, tritt dir einmal kräftig auf den Fuß und rammt dir schwungvoll den Ellenbogen in die Rippen. Sänk ju for träwelling wis HVV.

Typischer Satz: "Passt doch!"

Ihr denkt: Bald darf ich aussteigen. Bald darf ich aussteigen. Bald darf ich aussteigen.

5. Der Tourist

Vor allem in den Sommermonaten trifft man vermehrt auf sie, die Touristen. Ihr Revier: die U3. Erkennen kann man sie meist am fremdartigen Dialekt, Spiegelreflexkamera um den Hals und – ja, kommt auch noch vor – Reiseführer. Spätestens auf Höhe des Hafens outen sich dann auch noch die letzten Fahrgäste als Nicht-Hanseaten. Dann beginnt nämlich das große "Oooh" und "Aaah" während sie sich die Nasen an der Scheibe platt drücken.

Typischer Satz: "Hi hi, Schlumpf!"

Ihr denkt: (Augenrollen)

6. Der Kiez-Gänger

Gerade am Wochenende ein Grund, die Haltestellen St. Pauli und Reeperbahn weitläufig zu meiden. Denn die Gruppe Halbstarker unterhält nicht nur sich auf dem Weg zum Kiez – sondern das ganze Abteil gleich mit: Aus dem Handy dröhnt in voller Lautstärke 187 Straßenbande (inklusive permanentem Knacken, weil die Boxen überfordert sind), es wird gepöbelt, geschrien und mitgerappt während die zweite Mische Wodka-Energy die Runde macht. Du behältst die Gruppe währenddessen unauffällig im Blick. Deine (nicht ganz unberechtigte) Angst: das jemand auf deine Tasche kotzt. Aber: no risk, no fun.

Typischer Satz: "Ey Digga, heute geh'n wir so RICHTIG steil!"

Ihr denkt: Ich bin zu alt für diesen Scheiß.

7. Der Radler

Es passiert immer wieder. Wir möchten fast sagen täglich: Irgendwann steigt irgendwo jemand in Bahn – mit Fahrrad im Schlepptau. Wo will er hin, wo kommt er her? Und wieso fährt er Bahn, wenn er doch ein Rad dabei hat? Fragen über Fragen.

Typischer Satz: "Entschuldigung, ich würde mein Rad gern hierhin stellen ..."

Ihr denkt: Wieso?

8. Der Straßenmusikant

Kennt ihr das: Ihr hattet einen super anstrengend Tag, lasst euch erschöpft auf den Sitz fallen, wollt gerade die Kopfhörer ins Ohr stöpseln um euch aus der Realität auszuklinken – da ertönt knapp neben euch (und sehr laut) "Hit The Road Jack". Straßenmusikant! Einige Fahrgäste klatschen begeistert und geben dem Musiker etwas Klimpergeld – was ihn dazu veranlasst, die immer gleiche Strophe noch lauter zu spielen. Aber keine Sorge: die Musikeinlage ist meist an der nächsten Haltestelle schon wieder vorbei. Dann steigt der Straßenmusikant nämlich in den nächsten Waggon.

Typischer Satz: (Musiziert)

Ihr denkt: "Hit the road Jack, and don't you come back no more, no more, no more, no more. Hit the road Jack, and don't you come back no more ..." – verdammt!

9. Der Junggeselle

Eigentlich ist so ein Junggesellenabschied ja eine schöne Sache. Immerhin sind zwei Liebende drauf und dran in den Hafen der Ehe einzufahren. Wir finden aber, dass wir Hamburger das gute Recht haben, Junggesellenabschiede zu hassen. Der Grund: Hamburg ist das Mekka der Junggesellenabschiede. Jedes (!) Wochenende rauben sie uns mit ihren schlechten und dabei immer gleichen Outfits, Bauchläden und "Woohoo's" den letzten Nerv – auch in der Bahn. Man muss schließlich irgendwie vom Hostel zum Kiez kommen. Was wir stattdessen gerne viel öfter sehen würden: frisch Verheiratete. Die Outfits sind besser und niemand versucht uns billige Shots für Küsse anzudrehen.

Typischer Satz: "Hallooo, austrinken, wir müssen bald raus!"

Ihr denkt: Ich werde niemals heiraten.

10. Der Antiquierte

In 2019 ist jeder online, vernetzt und immer erreichbar. Auch in der Bahn. Während der eine CandyCrush spielt, tippt der andere fleißig Nachrichten in WhatsApp, der Dritte scrollt unterdessen durch seine Spotify-Playlist. Summa summarum: Leute, die auf rechteckige Displays starren. Doch hin und wieder tanzt einer aus der Reihe: der Antiquierte. Mit Zeitung, Magazin oder Buch bewaffnet setzt er sich in eine Ecke und starrt gedankenverloren auf die Zeilen vor sich. Der Antiquierte ist übrigens auch der Typus, der nicht mitbekommt, wenn er an seiner Haltestelle ankommt – und erschrocken aufspringt, um in der wirklich allerletzten Sekunde durch die sich bereits schließenden Türen zu hechten.

Typischer Satz: (Liest)

Ihr denkt: Shit, wieso ist mein Akku schon wieder leer?!

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