(© Shutterstock / Yurii Zymovin )

True Crime Hamburg: Hier könnt ihr wahre Verbrechen (nach)erleben

Gänsehaut gefällig? Dann schaut doch mal an diesen Orten vorbei. Auf den ersten Blick wirken sie vielleicht ganz unscheinbar. Doch hier haben sich grausige Verbrechen ereignet ...

1. Ottensen: Haus des Frauenmörders Fritz Honka

Seine Opfer fand er in den dunkelsten Ecken von St. Pauli. Frauen, die ohnehin niemand so schnell vermissen würde. Aus seiner Wohnung in der Zeißstraße 74 in Ottensen kam keine von ihnen wieder lebend heraus. Dabei war ihr Mörder ebenso unscheinbar wie grausam. Auf die Schliche kam die Polizei dem Nachtwächter Fritz Honka nur zufällig: Bei einem Wohnungsbrand wunderte sich die Feuerwehr über einen starken Verwesungsgeruch – und fand Leichenteile. Wenn ihr euch gruseln möchtet: Geht auf dem Kiez in den Goldenen Handschuh, die Bar ist auch als Honka-Stube bekannt. Aufgrund der speziellen Atmosphäre braucht es nicht besonders viel Fantasie, um den Frauenmörder vor dem inneren Auge auferstehen zu lassen. Seine Geschichte wurde außerdem verfilmt: "Der Goldene Handschuh" von Fatih Akin.

Infos: Zum Goldenen Handschuh, Hamburger Berg 2, 20359 Hamburg

2. Mord in Mafiamanier auf der Veddel

Er wusste zu viel und musste deshalb sterben: Der ehemalige Besitzer des Clubs Aphrodite wurde in Folie gewickelt und mit einer 25 Kilo schweren Betonplatte an den Füßen in den Peutekanal gestoßen. Seine Leiche fand die Polizei erst Monate später – nach seinem Mörder suchten die Ermittler vergeblich. Wer am Kanal in die grauen Fluten blickt, in denen das noch lebende Opfer langsam versank, bekommt garantiert eine Gänsehaut!

Infos: Peutekanal, 20539 Hamburg

3. Mord und Selbstmord im Präsidium

Normalerweise können Verbrecher nach ihrer Verhaftung keinen Schaden mehr anrichten – Kiezkiller Werner "Mucki" Pinzner hingegen mordete im alten Polizeipräsidium am Berliner Tor weiter: Er erschoss während einer Vernehmung zunächst den Staatsanwalt, dann seine Frau und sich selbst. In Anwesenheit mehrerer Polizisten. Die Waffe, eine 38er Smith-Wesson, steckte ihm seine Frau zu. Den Revolver hatte sie von seiner Anwältin erhalten. Pinzner soll als Auftragsmörder im Hamburger Rotlichtmilieu etwa ein Dutzend Menschen getötet haben, durch seinen blutigen Abgang kamen drei weitere hinzu. Das alte Präsidium am Berliner Tor wird längst nicht mehr von der Polizei genutzt, das Hochhaus steht aber noch und dient als Bürogebäude.

Infos: Beim Strohhaus 31, 20097 Hamburg

4. Der Säurefassmörder von Rahlstedt

Die Geschichte von Lutz Reinstrom klingt wie aus einem grausamen Horrorfilm: Im Garten seines gutbürgerlichen Reihenhauses im Dompfaffenweg in Rahlstedt hatte der Familienvater einen Atombunker angelegt. Nach und nach verschleppte er drei Frauen in das unterirdische Verließ. Zwei von ihnen folterte er über Wochen, machte Ton- und Bildaufnahmen von den Taten. Schließlich ermordete er beide und löste ihre zerstückelten Leichen in Fässern voll Salzsäure auf. Als er 1991 eine dritte Frau entführte, die er nach einiger Zeit wieder freiließ, kam ihm eine Polizeibeamtin auf die Schliche. 1996 wurde der Säurefass-Mörder zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt – er sitzt noch immer in Santa Fu. Die exakte Wohnadresse von Lutz Reinstrom ist zwar nicht bekannt, ein Spaziergang durch die Straße sorgt aber trotzdem für ein bisschen Grusel-Feeling inmitten des gutbürgerlichen Idylls.

Infos: Dompfaffenweg, 22145 Hamburg

5. Schutzgeld-Drama um das Casa Alfredo

Als der Fall Alfredo Schlagzeilen machte, fanden sich viele Leser auf der Seite des Täters wieder. In seinem Lokal in der Nähe des Hauptbahnhofs war der Inhaber immer wieder von Schutzgelderpressern bedroht worden. Als der Wirt an einem verhängnisvollen Abend im September 2015 wieder einmal aufgesucht wurde, kam es zu einem Streit, bei dem sich schließlich ein Schuss aus der Pistole des Erpressers löste. "Cincin" starb, Alfredo machte sich die Renovierungsarbeiten im Lokal zunutze und versteckte die Leiche kurzerhand unter seinem neuen Fußboden. Genau dort fand die Polizei den Körper einige Monate später durch Zufall, Alfredo wurde festgenommen und vor Gericht gestellt. Im Sommer 2017 dann der Freispruch wegen Notwehr. Mittlerweile gibt es in der Kirchenallee 27 vietnamesisches Streetfood.

Infos: Ehemaliges Casa Alfredo, Kirchenallee 27, 20099

Noch mehr True Crime: Betrugsfälle aus Hamburg

Zugegeben: Mit Säurefässern und Schusswaffen sind die nachfolgenden Fälle natürlich nicht zu vergleichen – dreist sind sie aber allemal. Aber schaut doch einfach mal selbst: 10 Betrugsfälle aus Hamburg, die ganz schön dreist sind.

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