Das Treppenviertel in Blankenese. (© kiekmo )

5 Dinge, die ihr über das Treppenviertel in Hamburg wissen solltet

Das Treppenviertel in Blankenese ist immer einen Ausflug wert. Hier lest ihr, wie viele Stufen es gibt, welche Berühmtheiten hier wohnen und wo ihr gut essen und trinken könnt.

1. Im Treppenviertel Hamburg ist schon der Name Programm

Warum heißt das Treppenviertel Hamburg eigentlich Treppenviertel? Ganz simple Antwort: Weil die meisten der Häuser nur über Stufen erreichbar sind. Zwar windet sich die Blankeneser Hauptstraße in Serpentinen den Hang hinunter, dazwischen gibt es aber zahllose Treppen, Treppchen und Gehwege, über die die kleinen Fischerhäuschen und Villen erreichbar sind. Insgesamt sind es 5.000 Stufen, die den Süllberg und den Baursberg hinauf und hinunter führen. Neben den Haupttreppen, die in mehr oder weniger gerade Linie direkt hinunter zum Strand führen, gibt es eine Menge kleiner, verwinkelter Querverbindungen, Gässchen und Wege. Geht mal auf Erkundungstour – ihr werdet wahre Kleinode an süßen Häuschen, prächtigen Villen und liebevoll angelegten Gärten entdecken.

2. Bergsteigen im hohen Norden? Im Treppenviertel kein Problem!

Ein Treppenviertel auf dem platten Land macht wenig Sinn. Hier in Blankenese jedoch schon: Der Süllberg ist fast 75 Meter hoch, ein Überbleibsel der letzten Eiszeit, als die Eismassen die Erde vor sich hergeschoben haben. Ganz oben auf dem Süllberg war früher mal eine Burg, heute ist hier ein Sterne-Restaurant und Hotel. Auf der anderen Seite des Talkessels, in den sich das Treppenviertel kuschelt, ragt der Baursberg fast ebenso hoch hinauf.

3. Das Treppenviertel in Blankenese ist ein Promi-Magnet

Das Treppenviertel in Hamburg bietet mit seinem mediterranen Charme besondere Lebensqualität. Das wissen selbstverständlich auch die Promis zu schätzen, und das auch schon im 19. Jahrhundert, als Blankenese noch ein zu Dänemark gehörendes Fischerdörfchen war: 1863 verbrachte Komponist Johannes Brahms drei Monate in einer kleinen Kate im Brandts Weg Nr. 3 bei der Lotsen- und Seefahrerfamilie Schade, die ins rückwärtig gelegene Waschhaus zog. Das süße Häuschen könnt ihr euch von außen angucken, ein Schild erinnert an diese Zeit. Ein weiterer ehemaliger Treppenviertel-Bewohner ist der mittlerweile verstorbene Karl Lagerfeld, dessen Villa mächtig und eindrucksvoll auf dem Süllberg thront. Außerdem leben hier Otto Waalkes, Cosma Shiva Hagen, der Kinderliedermacher Rolf Zuckowski und seit neuestem auch Modedesigner Guido Maria Kretschmer.

4. Müllabfuhr, Umzüge und Einkäufe schleppen: So funktioniert das im Treppenviertel

Keine Straße zum Haus bedeutet auch: keine Möglichkeit, da mit dem Auto vorzufahren. Was charmant aussieht und für euch vielleicht ein kostenloses Step-Training ist, ist für die Bewohner eine reichlich mühselige Angelegenheit. Stellt euch das mal vor: Alle Einkäufe müssen treppauf und -ab nach Hause geschleppt werden. Auch Umzüge, bei denen die Möbel irgendwie in die neue Wohnung kommen müssen, sind eine echte muskuläre Herausforderung. Ein weiteres Problem ist die Müllabfuhr. Weil die Mitarbeiter der Stadtreinigung ja schlecht die Tonnen die Treppen raufzerren kann, hat die Stadt hier ein Müllsacksystem eingeführt. Die rosa Plastikbeutel lassen sich deutlich besser tragen.

5. Essen und Trinken im Treppenviertel Hamburg

Wenn ihr ordentlich die Treppen marschiert seid, braucht ihr eine Stärkung. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wo ihr herrlich einkehren könnt. Wenn es schick sein darf, könnt ihr euch oben auf dem Süllberg in eines der Restaurants von Karl-Heinz-Hauser setzen. Im Seven Seas bekommt ihr Zwei-Sterne-Küche, im Deck 7 gehobene Marktküche. Draußen gibt es dann noch die Hauser Alm, wo ihr euch bei atemberaubendem Blick ein deftiges Schmankerl gönnen könnt. Oder wie wäre es mit einem Cocktail in der Lounge?

Ebenfalls über eine herrliche Aussicht auf das Treppenviertel in Hamburg und die Elbe verfügt der Kaffeegarten Schuldt, eines der schönsten Freiluftcafés in den Elbvororten. Hier bekommt ihr selbstgebackenen Kuchen, wenn ihr wollt, könnt ihr euer eigenes Kaffeepulver mitbringen. Und fast noch ein Geheimtipp ist der Treppenkrämer. In diesem schnuckeligen kleinen Bistro in der Hans-Lange-Straße bekommt ihr Kaffee und Kuchen sowie regionale und französische Spezialitäten. Fühlt sich an wie ein Kurzurlaub in la belle France.

Auch einen Ausflug wert: Planten un Blomen

Falls ihr noch mehr Inspirationen braucht: Planten un Blomen lockt ebenfalls mit jeder Menge Hightlights – wir stellen euch gleich 10 davon vor. Und auch ein Ausflug ins Alte Land sei euch ans Herz gelegt.

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