(© Unsplash / Delphine SCHIEB )

Tierische Ausflüge in Hamburg: Hier trefft ihr Hund, Katze & Reh

Es muss nicht immer ein Besuch im Zoo sein, um mit süßen Vierbeinern auf Tuchfühlung zu gehen. Auch bei diesen zehn Ausflügen ist tierisch(e) Action angesagt. Wir verraten euch, wo ihr Hamburgs Tierwelt trefft. Aber Achtung: Flauschalarm!

Kitties und Kuchen: Katzentempel Hamburg

Wer ist hier wohl süßer: die Miezen oder der Kuchen? Na klar, die meisten Gäste kommen wegen der schnurrenden Vierbeiner in den Katzentempel am Kleinen Schäferkamp. Die Stars des Restaurants heißen Avy, Keshia oder Mellow und wurden vom Tierschutz gerettet. Wenn sie Lust und Laune haben, legen sie sich schon mal quer auf euren Tisch, während ihr euren Kaffee schlürft oder ein Stück Cheesecake verputzt. Berührungsängste mit Katzen solltet ihr also nicht haben. Die Tiere haben aber ihr eigenes Zimmer, in das sie sich jederzeit zurückziehen können, wenn es ihnen unter Menschen zu bunt wird. Denn das Wohl der Katzen hat bei dem Franchise-Unternehmen oberste Priorität. Auch allgemein macht sich der Katzentempel für Tier- und Umweltschutz stark: Essen und Getränke sind komplett vegan. Die Speisekarte bedient übrigens nicht nur den Geschmack von Naschkatzen. Auch herzhafte Gerichte und (Kater)Frühstück sind im Programm.

Infos: Katzentempel Hamburg, Kleiner Schäferkamp 24, 20357 Hamburg

Engagement und Ehrenamt: Tierheim Süderstraße

Hamburgs größtes Tierheim in der Süderstraße ist gleichzeitig der Sitz des Hamburger Tierschutzvereins. Neben der Vermittlung und Rettung von Hunden, Katzen, Klein- und Wildtieren fallen noch viele weitere Aufgaben an. Neben dem ziemlich beliebten Gassigehen (aktuell lange Warteliste und Anmeldestopp) gehören auch die Reinigung der Tierhäuser, Nachüberprüfungen bei neuen Haltern und die Wildtier-Aufzucht dazu. Das ist vielleicht kein tierischer Ausflug im eigentlichen Sinne, aber dafür eine gute Sache. Noch mehr Tierheime in Hamburg haben wir bei kiekmo aufgelistet.

Infos: Tierheim Süderstraße, Süderstraße 399, 20537 Hamburg

Glucken und Gegacker: MOTTE-Hühnerhof

Ein Besuch des MOTTE-Hühnerhofs in Ottensen hat gleich zwei Vorteile. Ihr könnt Obst- und Gemüsereste loswerden, weil das liebe Federvieh gefühlt fast immer Appetit auf Grünzeug hat. Außerdem bekommt ihr mit etwas Glück frische Eier von freilaufenden und zufriedenen Hühnern (Honig gibt's auch – von Bienen, versteht sich). Wie die Vögel dort leben, davon könnt ihr euch direkt am Zaun überzeugen. Denn die meiste Zeit verbringen die Hühner glücklich gackernd draußen und gehen nur zum Schlafen in den Stall. Sie werden ehrenamtlich von der Hühnergruppe des Nachbarschaftszentrums MOTTE betreut (Spenden für Futter, Streu und Co. sind immer willkommen). Ist jemand vor Ort, lässt er euch und eure Lütten sicher auch mal auf die andere Seite des Zauns – einfach nett fragen. Pssst: Im Frühling schlüpfen die Küken, ein Besuch der "Piepshow" lohnt sich dann besonders.

Infos: MOTTE-Hühnerhof, Rothestraße 44, 22765 Hamburg

Wuschelfell und Weiden: Naturschutzgebiet Höltigbaum

Im bundeslandübergreifenden Naturschutzgebiet Höltigbaum begegnen euch beim Spaziergang sicher gleich mehrere Tierarten, denn Flora und Fauna sind hier sehr vielfältig. Während ihr für Frösche, Vögel und Insekten schon die Augen offen halten müsst, sind andere Lebewesen kaum zu übersehen. Die rund 130 Gallowayrinder ziehen allein schon mit ihrer feschen Frisur alle Blicke auf sich. Die gutmütigen Kühe bekommen Gesellschaft von einigen Bentheimer Landschafen und Ziegen, mit denen sie in friedlicher Koexistenz das ganze Jahr über draußen leben. Gemeinsam dienen sie als tierische Rasenmäher und halten die Wilden Weiden von Höltigbaum in Schuss.

Infos: Naturschutzgebiet Höltigbaum, Eichberg 63, 22143 Hamburg

Schnucken und Sandböden: Fischbeker Heide

Die Fischbeker Heide ist vor allem bekannt für ihr violettes Blütenmeer im Sommer. Doch nicht nur die blühende Besenheide gedeiht auf den nährstoffarmen Sandböden prächtig. Auch Heidschnucken fühlen sich hier pudelwohl. Die etwa 300-köpfige Herde ist über Nacht in einem separaten Gebäude neben dem Naturschutz-Informationshaus (ein ehemaliger Schafstall) untergebracht. Tagsüber geht es mit dem Schäfer zum Grasen nach draußen. Zu den "Mähs" und "Böhs" der Heidschnucken gesellen sich im Frühjahr verzückte "Aww-" und "Ooh-"Rufe der Menschen, wenn die Mutterschafe mit ihren Babys die Gegend erkunden.

Infos: Info-Haus, Fischbeker Heideweg 43A, 21149 Hamburg

Alpakas und Abendessen: Honeyfarm Living Kitchen

Ursprünglich als eine Art Selbstversorgerhof gegründet, bereichert die Honeyfarm von Familie von Heintze den Stadtteil Rissen jetzt als Café, Restaurant und Nachbarschaftstreff. Der Fokus liegt zwar auf dem nachhaltigen Gastronomiebetrieb, doch – der Name deutet es schon an – die Honeyfarm stellt auch eigenen Honig her. Außerdem leben hier drei Alpakas: Im Sommer werden sie geschoren, damit ihr flauschiges Haar zu Wolle weiterverarbeitet werden kann. In unregelmäßigen Abständen bietet Familie von Heintze auch einen Spaziergang mit den plüschigen Paarhufern an. Zu viel Aufmerksamkeit und Publikumsverkehr will sie den Fluchttieren allerdings nicht zumuten. Inwiefern und wann ein Spaziergang aktuell möglich ist, könnt ihr per Mail erfragen. Da die Honeyfarm nur wenige Termine vergibt, sind die Wanderungen jedoch oft Monate im Voraus ausgebucht. Kein Glück gehabt? Noch mehr Adressen für Alpaka-Wanderungen rund um Hamburg findet ihr bei uns.

Infos: Honeyfarm Living Kitchen, Wedeler Landstraße 38, 22559 Hamburg

Langohren und Landschaft: Die Eselei

Als ob ein Spaziergang nicht ohnehin schon etwas Entschleunigendes hätte, doch dieser Walk wird euch noch aus einem anderen Grund lange im Gedächtnis bleiben. Mit der Eselei könnt ihr nämlich Wanderungen mit felligen Begleitern machen. Vier süße Zwergesel warten darauf, mit euch die Umgebung von Curslack zu erkunden. Das Kennenlernen der Tiere, Striegeln und der Spaziergang selbst finden unter der fachkundigen Anleitung der Besitzer, dem Ehepaar Kirsch, statt. Wohin soll's gehen? Durch die Boberger Dünen, entlang des Billetals oder lieber Richtung Sachsenwald? Das hängt auch ein wenig davon ab, welche Tour ihr bucht – vom Schnuppertermin bis zur Tageswanderung ist alles dabei. Vielleicht entscheiden aber auch einfach die Esel. Denn die haben angeblich ja ihren eigenen Kopf …

Infos: Die Eselei, Brookdeich 288, 21029 Hamburg

Rehe und Ruhe: Niendorfer Gehege

Das Niendorfer Gehege ist nicht umsonst eines der beliebtesten Naherholungsgebiete in Hamburg. Gestresste Städter genießen hier die Ruhe des Waldes und können erstmal tief durchatmen. Besonders gut funktioniert das auf der Lichtung, auf der sich das Damwildgehege befindet. Der Anblick der anmutigen Tiere dürfte nämlich nicht nur Hobby-Förstern Freude bereiten. Hirsche und Rehe sind gar nicht so scheu wie erwartet und wagen sich manchmal sogar bis vorne zum Zaun. Daneben leben im Niendorfer Gehege noch weitere im Wald beheimatete Tiere: Hasen, Füchse und Mauswiesel sind allerdings deutlich schüchterner als das Damwild und zeigen sich eher selten. Falls ihr gar kein Glück habt mit den animalischen Begegnungen, gibt es dort immer noch den Ponyhof Niendorf. Die kleinen Pferde sind kaum zu übersehen.

Infos: Damwildgehege im Niendorfer Gehege, Bondenwald 108, 22453 Hamburg

Federkleid und Fernglas: NABU Vogelstation Wedeler Marsch

Die NABU Vogelstation Wedeler Marsch (auch: Carl Zeiss Vogelstation) ist einen Ausflug nach Schleswig-Holstein wert. Vor allem für Vogelbeobachter und Naturliebhaber lohnt sich der Besuch. Denn das Schutzgebiet in der Wedeler Marsch ist ein Knotenpunkt für Zugvögel und bietet Enten, Gänsen, Kiebitzen, Austernfischern, Möwen und rund 100 weiteren Arten ein (temporäres) Zuhause. Von drei Beobachtungsständen aus habt ihr durch höhenverstellbare Sehschlitze freien Blick auf die umliegenden Gewässer und Inseln und könnt die Vögel so ungestört beobachten – ohne dabei selbst zu stören.

Infos: NABU Vogelstation Wedeler Marsch, Fährmannssand, 22880 Wedel

Nutztiere und Nostalgie: Freilichtmuseum am Kiekeberg

Im familienfreundlichen Freilichtmuseum am Kiekeberg macht ihr eine Reise in die Vergangenheit – in Form von "gelebter Geschichte". Hier wird jedoch nicht nur nostalgisch der frühere Alltag in historischen Gebäuden und Gärten in der Winsener Marsch und der nördlichen Lüneburger Heide dargestellt. Es gibt nämlich tatsächlich noch echte Bewohner. Die Tiere, die hier auf Weiden und in historischen Ställen leben, sind ebenfalls alte Nutztierrassen. Die vom Aussterben bedrohten Niederungsrinder, Bentheimer Landschafe und Landschweine, Schleswiger Kaltblüter, Ziegen, Hühner und Gänse werden artgerecht gehalten und gezüchtet. Das Museum will so ihr Fortbestehen sichern – und macht Tierfreunden noch dazu eine große Freude.

Infos: Freilichtmuseum am Kiekeberg, Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten

Bauernhöfe rund um Hamburg

Wo gibt es noch viele Tiere? Richtig, auf den Bauernhöfen rund um Hamburg! Wo ihr die findet, weiß kiekmo. Noch mehr wundervolle Ausflugsziele in Hamburg und Umgebung für eine Tagestour haben wir außerdem in einer Liste für euch gesammelt.

Melde dich für unsere kostenlose Zusammenfassung aller News aus deinem Viertel an. Jede Woche neu.

Jetzt kostenlos anmelden

Weitere Artikel aus deinem Viertel

kiekmo verbindet Hamburger mit ihrer Stadt, ihrem Viertel, ihren Nachbarn.

Suche und biete, was du brauchst oder kannst, entdecke ständig Neues und nutze die kostenlosen Schließfächer der Haspa-Filialen in deiner Nähe.

Cookie-Einstellungen

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, diese Website und eure Erfahrung zu verbessern sowie Marketing zu betreiben. Mehr Infos findet ihr in der Datenschutzerklärung.