2000 Menschen sollen schon bald am Tarpenbeker Ufer leben. (© DREIDESIGN / Kim Hoyer )

Tarpenbeker Ufer: Sorgt das Mega-Bauprojekt für Chaos am Nedderfeld?

Schon jetzt gibt's oft Stillstand rund ums Nedderfeld. Und nicht weit entfernt werden mehr als 1.000 Wohnungen gebaut. Ein Verkehrskonzept fürs neue Quartier Tarpenbeker Ufer soll zusätzliches Chaos vermeiden.

Von einem Hügel aus sind die zehn riesigen Baufelder des Projekts Tarpenbeker Ufer gut zu überblicken. Kräne so weit das Auge reicht. Immer wieder donnern Laster mit Baumaterial vorbei. Was hier, im Dreieck von Eppendorf, Lokstedt und Groß Borstel wächst, wird zum Zuhause für bis zu 2.000 Menschen. Tarpenbeker Ufer haben die Planer das Quartier genannt. Weil hier das Bächlein Tarpenbek fließt. Im Gegensatz zum Verkehr. Etwa im nahen Nedderfeld. Da ist schon jetzt oft Stau angesagt. Ein Konzept, das Carsharing und Fragen des öffentlichen Nahverkehrs aufgreift, könnte zusätzliches Chaos verhindern.

Tarpenbeker Ufer: 750 Wohnungen auf 12 Hektar

Dass das bitter nötig ist, machen die Rahmendaten des Projekts deutlich. So entstehen im Tarpenbeker Ufer insgesamt 750 Wohnungen, sowohl Eigentum als auch Mietobjekte. Knapp zwölf Hektar ist das neue Viertel groß. Bauherr ist die Hamburger Otto Wulff Projektentwicklung. Eine Vorhut von Bewohnern ist sogar schon da. Ende 2018 konnten erste Neubürger einziehen. Ende 2019 sollen mehr als 300 der Wohnungen fertig werden. Mehr Autos auf den Straßen Eppendorfs, Lokstedts und Groß Borstels sind eine Folge.

Für das gesamte Quartier wird derzeit in Abstimmung mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord und dem Kommunalverein von Groß Borstel an besagtem Verkehrskonzept gefeilt. Die Stadt und Verkehr Partnerschaft Argus soll das Thema Mobilität fachlich beleuchten. Ein Begleitgremium, in dem auch Kritik am Großprojekt Tarpenbeker Ufer zur Sprache kommt, tagt regelmäßig.

Kita am Tarpenbeker Ufer eröffnet im Juni

An der sozialen Infrastruktur wird derweil ebenfalls gewerkelt. Eine neue Kindertagesstätte, die vom Arbeiter Samariterbund betrieben wird, soll im Juni ihre Pforten öffnen. Die Einrichtung wird 130 Jungen und Mädchen Platz bieten. 2.700 Quadratmeter Nutzfläche bieten rund 30 Erziehern Raum für ihre Arbeit.

2021 soll am Tarpenbeker Ufer alles fertig sein

Fertig soll das Tarpenbeker Ufer 2021 sein. Nicht weit entfernt gehen die Planungen für den Petersen-Park weiter. Zwischen Papenreye und Niendorfer Weg werden noch einmal knapp 400 Wohnungen entstehen. Die beiden Wohnbauprojekte sorgen dafür, dass der bislang eher dörflich geprägte Stadtteil Groß Borstel seinem Namen alle Ehre macht. Es wird groß gedacht. Groß dürften auch die Herausforderungen sein, die auf die Verkehrsplaner warten.

Hamburg baut: Hier gibt's bald neue Wohnungen

Groß Borstel wächst rasant. In dem Stadtteil sollen bald 40 Prozent mehr Menschen leben. Aus Groß Borstel wird Riesen Borstel. Dass unsere Stadt groß denkt, beweisen auch all die anderen Bauprojekte in Hamburg 2019.

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