Wie wäre es mit einem Ausflug auf eines der Dächer der Grindelhochhäuser? (© Dominik Leiner )

Tag des offenen Denkmals 2018: Hier kommt ihr kostenlos rein

Über 140 Veranstaltungen finden am "Tag des offenen Denkmals 2018" in Hamburg statt. Viele der Denkmäler sind normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Wir haben alle Highlights für euch.

Seit 25 Jahren hat der Tag des offenen Denkmals einen festen Platz im bundesweiten Veranstaltungskalender. Auch Hamburgs Denkmäler öffnen ihre Pforten - darunter viele, die sonst nicht ohne Weiteres zugänglich sind. Vom 7. bis zum 9. September finden in unserer Stadt über 140 Führungen und sonstige Veranstaltungen rund um das Motto "Erleben, was uns verbindet" statt. Der Eintritt in die Denkmäler sowie die Führungen sind kostenlos, für einige Veranstaltungen solltet ihr euch allerdings vorher anmelden.

Auf der interaktiven Karte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz könnt ihr euch von einem Denkmal zum nächsten durchklicken und euer eigenes Programm zusammenstellen. Egal für welche Station ihr euch entscheidet, ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen. Wenn ihr noch etwas Inspiration braucht, sind hier unsere Favoriten:

Grindelhochhäuser

Nicht alle finden die Grindelhochhäuser schön. Als Denkmal stehen sie aber für eine besondere Epoche der deutschen Baugeschichte. 1946-56 wurden sie als erste Wohnhochhäuser Deutschlands erbaut und werden heute, nach aufwendiger Sanierung, größtenteils wieder als solche genutzt. Daher sind die 12 Gebäude normalerweise weitestgehend nicht öffentlich zugänglich. Bei den Führungen habt ihr ausnahmsweise die Gelegenheit, auf die Dachterrasse zu steigen, von wo ihr einen umso schöneren Blick über Hamburg habt.

Chilehaus

Seit 2015 gehört das Chilehaus einschließlich des Kontorhausviertels und der angrenzenden Speicherstadt zum UNESCO Weltkulturerbe. Jeder Hamburger und jede Hamburgerin kennt das schiffsförmige Gebäude. Aber nur die wenigsten bekommen es von innen zu sehen. Auch hier bekommt ihr am 7. und 9. September freien Eintritt.

Haus Anna Elbe

Das reetbedeckte Haus aus dem Jahre 1715 ist eines der letzten Häuser seiner Art in Hamburg. Das Fachwerk ist nahezu komplett erhalten und auch im Innenraum hat es kaum nennenswerte Umbaumaßnahmen gegeben. In diesen historischen vier Wänden wird dann auch passenderweise ein anderes vom Aussterben bedrohtes Kulturgut vorgestellt. Am Tag des offenen Denkmals geben Herr und Frau Beeken Anekdoten up platt zum Besten.

Bergedorfer Mühle

Noch bis 1968 war dieser Gallerieholländer regulär als Kornwindmühle in Betrieb. Nach mehreren Modernisierungsmaßnahmen ist die Mühle heute wieder einsatzbereit und dient Schulen sowie Kindergärten als Anschauungsobjekt. In der Lagerhalle finden außerdem regelmäßig Kunst- und Fotoausstellungen statt. Am 9. September können sich Besucher selber an der Handmühle ausprobieren und Korn zu Mehl mahlen.

Alsterpalais, ehemaliges Krematorium

Ein ehemaliges Krematorium, das mittlerweile als Schule genutzt wird: Das ist das Alsterpalais. Das Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts am Rande des Ohlsdorfer Friedhofs erbaut und war das erste moderne Krematorium Deutschlands. In der Bauweise finden sich Elemente romantischer Bauten Oberitaliens wie der Turm im Stil einer toskanischen Campanile. Am 8. September führen Schüler der Flachsland Zukunftsschulen Besucher durch das Gebäude.

Wasserforum & Wasserkunst Kaltehofe

Die Wasserversorgungs- und Wasserfiltrationsanlagen am Billhorner Deich und auf der Elbinsel Kaltehofe gehörten zum Zeitpunkt ihrer Einweihung im 19. Jahrhundert zu den modernsten und ersten Anlagen ihrer Art in ganz Europa. Heute ist die Elbinsel ein Natur-, Kultur- und Industriedenkmal. Neben der Kinderrallye und den Führungen empfehlen wir auch einen Spaziergang über das grüne Gelände.

Rundgang: Ehemaliger Güterbahnhof

Auf dem Gelände der in den letzten Jahren erbauten und immer noch im Bau befindlichen Neuen Mitte Altona wurden bis in die 1990er Jahre Güter verladen. Der Güterbahnhof entstand in den 1880er Jahren in der unmittelbaren Nachbarschaft des Altonaer Hauptbahnhofs und umfasste zahlreiche, heute zum Teil denkmalgeschützte Hallen. Autor Gerd Riehm ist in den 50er Jahren hier aufgewachsen und führt am Sonntag ab 15 Uhr durch die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Quartiers.

Speicher am Kaufhauskanal - Neues Kaufhaus

Der Fachwerkbau am Harburger Kaufhauskanal gilt als der älteste Großspeicher Hamburgs. 1827 wurde der Umschlagschuppen als Erweiterung des einst am Kanal stehenden Alten Kaufhauses erbaut. Vor einigen Jahren wurde der Speicher denkmalgerecht umgebaut und wird seither als Veranstaltungs- und Konzertstätte verwendet. Beim Tag des offenen Denkmals habt ihr die Möglichkeit, euch auch im Rahmen von halbstündlichen Führungen umzuschauen.

Kleine Denkmal-Tour beim "monuments field trip"

Wem die Zeit fehlt, sich eine eigene, individuelle Tour zusammenzustellen, der kann sich auch am "monuments field trip" orientieren. Studierende der HAW Hamburg haben ihre Favoriten ausgewählt und bieten euch zwei kostenlose Bustouren an. Wenn ihr die fünf Monumente eigenständig besuchen wollt, habt ihr gleich zwei Guides zur Auswahl - je nachdem, ob ihr mit Bus und Bahn oder dem Fahrrad unterwegs seid.

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