(© Monika Dzialas )

Stolperstellen: Gefahr durch marode Gehwege in Eimsbüttel

Die Gehwege in Eimsbüttel sind trotz Sanierungsarbeiten in einem schlechten Zustand. Der Sicherheit von Fußgängern muss mehr Aufmerksamkeit gegeben werden.

Ein Spaziergang durch Eimsbüttel kann schon einmal zur Stolperfalle werden. Die unebenen Gehwege sind wohl kaum zu übersehen. Rund zehn Unfälle in Eimsbüttel werden deshalb jährlich beim Bezirksamt gemeldet.

Schilderwald Eimsbüttel

Um die Fußgänger auf den schlechten Zustand der Bürgersteige aufmerksam zu machen, wurden im Jahr 2005 über 400 Schilder aufgebaut, die auf die Unebenheiten hinweisen. Durch Ausbesserungen konnten diese auf inzwischen nur noch 24 Warnschilder reduziert werden. Sie befinden sich unter anderem im Eppendorfer Weg und in der Emilienstraße. "Unser Plan ist es, im Laufe des Jahres auch diese Schilder entfernen zu können", berichtet der Pressesprecher des Bezirksamtes.

Trotz der Sanierungsarbeiten gibt es noch immer zu viele gefährdende Wege und herausgesprungene Bodenplatten. Um die Risiken weiter eindämmen zu können, ist die Stadt Hamburg auch auf die Bewohner angewiesen. Es wurde der sogenannte Melde-Michel eingerichtet, um verfallene Stellen melden zu können. Außerdem kann man sich direkt per Mail oder telefonisch (040 428280) an das Bezirksamt wenden. Seit 2014 wird in Eimsbüttel zudem eine Software getestet, die Straßenschäden aufspüren soll. Das mit rund 761.000 Euro kostenintensive Projekt soll bald hamburgweit eingesetzt werden.

Mehr Aufmerksamkeit für Fußgänger

Die Opposition kritisiert die Entscheidungen des Senats bezüglich der Instandhaltungen. Laut Dennis Thering, dem Verkehrspolitiker der CDU, "hat der Senat die falsche Prioritätensetzung." Die Möglichkeiten zur Finanzierung der Sanierungsarbeiten seien zwar vorhanden, aber sie werden momentan für das Busbeschleunigungsprogramm und den Ausbau von Fahrradwegen genutzt. Der schlechte Zustand der Gehwege findet dabei keine Beachtung.

Thering kritisiert außerdem das damit einhergehende Unfallrisiko. Eine genaue Zahl der Unglücke kann zudem nicht genau ermittelt werden, da nicht alle verunfallten Fußgänger Schadensersatz fordern. Das Aufstellen von Warnschildern reicht für den Verkehrspolitiker nicht aus, um Gefahren zu verhindern. Er fordert das Einstellen des Programms zur Beschleunigung der Busse und eine besondere Zuwendung zur Sicherheit der Fußgänger.

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