(© picture alliance / Hinrich Bäse )

Statistiken zum sozialen Status: So tickt Eimsbüttel

In Eimsbüttel leben vor allem Menschen mit einem mittleren oder hohen Statusindex. Dieses Ergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Wir erklären euch, wie Eimsbüttel aufgestellt ist.

Der neue Bericht zum Sozialmonitoring der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen ist erschienen. Dafür wurden 846 Gebiete mit mindestens 300 Einwohnern ausgewertet. Das Ergebnis für Eimsbüttel zeigt, dass 76 Prozent einen mittleren Status besitzen, 20 Prozent einen hohen Status, 3 Prozent einen niedrigen Status und 1 Prozent einen sehr niedrigen.

Einheitliche Struktur

Die Struktur in Eimsbüttel ist damit deutlich einheitlicher und positiver als etwa in Altona-Nord, der Sternschanze oder St. Pauli. In diesen Bezirken seien, laut Bericht, Schwerpunkträume, die über eine "auffällige Konzentration statusniedriger Gebiete" verfügten. Diese würden eine besondere Aufmerksamkeit erfordern. Als Indikatoren für die Einteilung wurden die folgenden Aspekte berücksichtigt: Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund; Kinder von Alleinerziehenden; Hartz IV-Empfänger; Empfänger nach Asylbewerberleistungsgesetz; Anteil der Arbeitslosen, Kinder in Mindestsicherung; Mindestsicherung im Alter und Schulabschlüsse.

Sozialmonitoring Integrierte Stadtteilentwicklung, Gesamtindex 2017. BSW )

Nur geringfügige Änderungen beim sozialen Status

Das aktuelle Ergebnis zeigt, dass es nur geringfügige Änderungen beim sozialen Status der untersuchten Gebiete in Hamburg gegenüber dem Vorjahr gibt. Diese Stabilität sei sowohl in Gebieten mit einem hohen als auch mit einem niedrigen sozialen Status erkennbar. Zwei Drittel aller Gebiete wiesen den mittleren Status auf. Im Vergleich zum Vorjahr gäbe es mehr Gebiete mit niedrigem Status und weniger Gebiete mit sehr niedrigem Status. Es sei jedoch keine Zunahme der Polarisierung der Stadtteile erkennbar.

Im Sinne eines gesamtstädtischen Sozialmonitorings würden dabei alle Stadtteile und Quartiere im Blick behalten. Die flächendeckende Beobachtung sichere, dass kein Quartier unbemerkt "abgehängt" werde. Auffällige Entwicklungen würden erkannt und hervorgehoben. Der Vergleich mit den aktuellen und ehemaligen Fördergebieten des "Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung" (RISE) zeige, dass die richtigen Quartiere unterstützt würden.

Kein Quartier soll unbemerkt abgehängt werden

Das Sozialmonitoring habe sich, laut der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen als Instrument bewährt und erlaube zunehmend auch eine längerfristige Beobachtung der Entwicklung von Stadtteilen. Es trage zur Verbesserung der Lebensbedingungen und der Lebensqualität in den festgelegten Fördergebieten bei und fördere so den sozialen
Zusammenhalt in Hamburg.

Zu den konkreten Maßnahmen gehöre laut Behörde zum Beispiel die Aufwertung öffentlicher Plätze, Grün- und Freiflächen, die Qualifizierung von Bildungs- und sozialer Infrastruktur oder die Stärkung von Versorgungszentren. Im Bezirk Eimsbüttel ist derzeit das Gebiet Eidelstedt-Mitte als RISE-Gebiet festgelegt.

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