Startup "Sleeperoo": Hamburgs Übernachtungs-Revolution?

(© sleeperoo/Pixabay )

Minimalistisch, stylisch, außergewöhnlich: Mit Sleeperoo will die Hamburgerin Karen Löhnert eine neue Art der Eventübernachtung anbieten – an Orten, die ihr sonst nur tagsüber besuchen könnt.

Wie laut und hektisch unser Alltag ist, merken wir oft erst dann, wenn wir uns bewusst einen Moment der Ruhe gönnen. Zwischen Alltag und Arbeit ist das gar nicht so einfach. Einen besonders eskapistischen Anreiz bietet deshalb Karen Löhnert, die lange in der Tourismusbranche gearbeitet und zuletzt an Designbaumhäusern mitgewirkt hat. Das Konzept der Eventübernachtungen hat die Hamburger Unternehmerin bis heute nicht losgelassen. Im Gegenteil: Mit ihrem Startup Sleeperoo möchte sie eine völlig neue Art der Erlebnisübernachtung etablieren.

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Aktuell befindet sich Sleeperoo noch in der Testphase, aber schon ab März will Karen mit ihrem ungewöhnlich Konzept deutschlandweit durchstarten. Die Idee: In den selbstentwickelten sleep Cubes können Gäste an ungewöhnlichen Orten übernachten wie in einem hochwertigen Designerzelt. Der Unterschied zum klassischen Camping liegt in der Zusammenarbeit mit den "Möglichmachern", wie Karen sie nennt. Gemeint sind damit Hosts, die die Pop-Up-Übernachtungen bei sich anbieten, im Grunde also wie eine Art Ferienwohnung. Host kann dabei prinzipiell jeder werden, der einen außergewöhnlichen Spot, drinnen oder draußen, hat, und der sich nachts als Aufstellort für die Schlafwürfel eignet.

Die Nacht, der Ort und ihr

So soll den Übernachtungsgästen ein einmaliges Erlebnis an exklusiven Orten in beeindruckender Natur und Kultur ermöglicht werden: etwa in einem Fußballstadion, vor der riesigen Panoramascheibe eines Haifischbeckens oder an einem stillen Waldsee. Wie das Abendblatt berichtet, sei Karen bereits im Gespräch mit dem FC St. Pauli für eine mögliche Aufstellung der Sleeperoos im Millerntor-Stadion.

Der zwölf Kubikmeter große Würfel bietet Platz für bis zu drei Personen und hat drei (verschließbare) Panoramafenster sowie ein durchsichtiges Dach für einen ungetrübten Blick in den Nachthimmel – oder welch außergewöhnlicher Blick einen auch immer erwarten mag. Dank eines einfachen Steckprinzips lassen sich die acht Einzelteile schnell und einfach an unterschiedlichsten Orten aufstellen.

Nachts im Museum

Aktuell sucht Sleeperoo noch nach Testschläfern, die gerne eine Nacht in dem Pop-Up-Würfel verbringen möchten. Vom 26. Januar bis 25. Februar können Interessierte eine Nacht in der Lufthalle des phanTECHNIKUM in Wismar direkt unter dem Gleitflieger Otto Lilienthals verbringen. Die Testnacht kostet zwischen 5 und 15 Euro pro Sleeperoo (eine Nacht für ein bis max. zwei Erwachsene inkl. Kind) und beinhaltet ein Chillpack mit kleinen Snacks und allem Nützlichen für die Sleeperoo-Übernachtung sowie ermäßigten Eintritt ins Museum am Vormittag des Abreisetags. Weitere Hinweise zu der Teilnahme als Testschläfer findet ihr auf der offiziellen Homepage.

Die Teilnahme lohnt sich übrigens schon deshalb, weil die finalen Kosten nach der Testphase je nach Ort zwischen 100 und 200 Euro für bis zu drei Personen betragen können – und ihr ansonsten wohl nicht so schnell wieder die Gelegenheit bekommt, in einem Museum zu übernachten.

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