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Hafen vs. Alster: Wo sind die Touristen planloser?

Sie kommen, staunen und fallen ins Wasser – manchmal jedenfalls: Touristen, die Hamburgs nasseste Attraktionen Hafen und Alster bewundern. Doch wo sind die Besucher planloser?

Check 1: Wo verlaufen sich die Touris schneller?

Hafen: Der Hafen ist Hamburgs Touri-Magnet Nummer eins. Millionen Erkundungsfreudige stürmen jedes Jahr die Stadt, um sich vor den Landungsbrücken oder der Elphi knipsen zu lassen. Allerdings soll sich schon mancher Besucher beim Bummel entlang der weit verzweigten Fleete derart verirrt haben, dass er sich plötzlich im Containerhafen wiederfand. Früher kam das noch häufiger vor. Heute gibt es glücklicherweise ja Smartphones mit Standortbestimmung.

Alster: Ob mit oder ohne Smartphone: An der Alster gehen eher wenige Touristen verloren. Jedenfalls an der Binnenalster. Denn Gott sei Dank führt ein Rundweg um den Alstersee im Herzen Hamburgs – und wer ihm folgt, ist eigentlich safe. Allenfalls wundert er sich bei der dritten Runde darüber, warum er denn schon wieder am Jungfernstieg angelangt ist, obwohl er doch eigentlich zum Rathaus wollte ...

Ergebnis: Ganz klar, im Hinblick auf die "Verlaufgefahr" geht der Punkt an den Hafen.

Check 2: Wo stellen Besucher die blöderen Fragen?

Diese Fragen hört man am Hafen ständig:

"Welche Kirche ist denn wohl der Michel?"
"Darf man eigentlich auch mit dem Auto in den Alten Elbtunnel?"
"Auf der Fähre steht 'König der Löwen' drauf – fährt die rüber zum Musical?"

Und diese an der Alster:

"Höhö, Jungfernstieg ... na, wo sind denn hier die Jungfrauen?"
"Trinkt ihr eigentlich Bier, wenn ihr so viel Alsterwasser habt?"
"Fährt die Fähre hier an den Elbstrand?"

Ergebnis: In puncto Fragen sind wir unentschieden – und vergeben daher jeweils einen Punkt.

Check 3: Wo fallen die Touris schneller ins Wasser?

Hafen: "Ooooh!" - "Aaaah!" - "Platsch!" Um das Selfie aller Selfies zu schießen, vollführen manche Touris auf den vielen Brücken rund um den Hafen zum Teil waghalsige Kunststücke. Dass sie dabei ins Wasser fallen könnten, scheint ihnen egal zu sein. Auch bei den "Haaaaaafenrrrrundfahrten" heißt es bisweilen "Mann über Bord". Vor allem, wenn die Besucher dem Alkohol etwas zu stark zugesprochen haben, was nicht gerade selten vorkommt.

Alster: Auch in die Alster fallen Touristen bisweilen: bei den beliebten Kanu- oder Tretboottouren auf der Außenalster und vor allem beim Stand-up-Paddling. Denn wer nicht aufpasst, verliert schnell das Gleichgewicht. Alle, die es noch nicht probiert haben, können wir aber beruhigen: Sicher auf den Bords zu stehen, ist leichter als es aussieht.

Ergebnis: Der Punkt geht an den Hafen. Damit geht dieser als zweifelhafter Sieger im Stadtteil-Duell um die planlosesten Touristen hervor. Herzlichen Glückwunsch!

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