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Spenden, Sperrmüll und Recyclinghöfe in Hamburg: Wohin mit meinem Müll?

Ein Hoch auf die Stadtreinigung Hamburg! Die Jungs und Mädels von der Müllabfuhr geben jeden Tag alles, damit unsere Stadt sauber und aufgeräumt bleibt. Aber: Nur wenige Hamburger blicken durch das Dickicht an Services und Leistungen, die uns die Stadtreinigung bietet. Wann sollte ich meinen Müll zum Recyclinghof bringen und was muss ich bei der Entsorgung von Sperrmüll beachten? Hier gibt's die wichtigsten Infos.

Tauschen oder spenden statt wegwerfen

Was sollte ich wo wegwerfen? Einfachste Antwort: Im Idealfall werft ihr so wenig wie möglich weg. Die Abfallvermeidung ist der erste und effizienteste Schritt, um der Umwelt und euren Mitmenschen Gutes zu tun. Wenn ihr das Gerät, das Kleidungsstück oder den Einrichtungsgegenstand nicht mehr braucht, es aber noch intakt ist, spendet es gerne! Stellt es auf dem kostenlosen Verschenkemarkt von Stilbruch anderen zur Verfügung, spendet es direkt in einer der Stilbruch-Hallen, wo die Gegenstände kontrolliert und bei Bedarf repariert werden, oder schaut in einem der Oxfam-Shops vorbei. Vielleicht findet ihr ja selber etwas Gebrauchtes, das euch gefällt.

Stilbruch Wandsbek: Helbingstraße 63, 22047 Hamburg | Mo–Sa 10 bis 18 Uhr
Stilbruch Altona: Ruhrstraße 51, 22761 Hamburg | Mo–Sa 10 bis 18 Uhr
Stilbruch Harburg: Lüneburger Str. 39, 21073 Hamburg | Mo–Sa 10 bis 18 Uhr

Oxfam Hoheluft: Hoheluftchaussee 58, 20253 Hamburg | Mo–Fr 10 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr
Oxfam Ottensen: Bahrenfelder Straße 130, 22765 Hamburg | Mo–Fr 10 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 15 Uhr
Oxfam Wandsbek: Wandsbeker Marktstraße 10, 22041 Hamburg | Mo–Fr 10 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr

Alternativ könnt ihr euren Kram auch mittels der kiekmo-App euren Nachbarn anbieten. Vielleicht bleibt das gute Stück ja sogar in eurer Nachbarschaft.

(© Stadtreinigung Hamburg / Andreas Muhme )

Was gehört zum Sperrmüll und wie viel kostet die Entsorgung?

Wenn der besagte Gegenstand in keinem präsentablen Zustand ist und sich auch nicht mehr reparieren lässt, ist die Stadtreinigung euer Freund und Helfer. Wenn ihr euren Abfall mit euren bloßen Händen zerreißen, zerbrechen oder sonst irgendwie so zerkleinern könnt, dass er in einen gewöhnlichen Container passt, dann gehört ihr zu den Glücklichen. In der Regel könnt ihr diese Abfälle mitsamt des restlichen Hausmülls in die schwarze Tonne entsorgen. Die Stadtreinigung holt den Müll bei der nächsten regulären Abfuhr ab.

Zum Sperrmüll dagegen gehören beispielsweise Dinge wie Möbel, größere leere Kisten, Schrott, große Elektrogeräte oder sonstige sperrige Abfälle. Auch Batterien, Holz oder Leuchtstoffröhren werden euch in kleineren Mengen kostenlos abgenommen. Dafür liefert ihr sie einfach auf dem nächsten Recyclinghof ab. Ihr könnt sie aber auch gegen eine Gebühr abholen lassen. Für die ersten acht Kubikmeter zahlt ihr standardmäßig 35 Euro, für jeden weiteren angefangenen Kubikmeter werden nochmal 5 Euro fällig.

Hamburg, wir haben ein Problem: So beseitigt ihr Problemstoffe

Größere Mengen an Garten- und Bauabfällen oder sogenannte Problemstoffe zählen weder zum üblichen Hausmüll noch zum Sperrmüll. Die fachgerechte Entsorgung dieser Abfälle ist etwas aufwendiger und kostet euch in den meisten Fällen eine zusätzliche Gebühr. Dazu gehören unter anderem Laub- und Grünabfälle aus privaten Gärten, sofern sie mehr als einen Kubikmeter umfassen, Bauschutt, Asbestzement, Mineralfaserabfälle, Reifen sowie Altöl, gefüllte Farbeimer oder Lackdosen. Einige dieser Problemstoffe werden erst nach Absprache angenommen, am besten ihr ruft also vorher bei der Stadtreinigung unter der Telefonnummer 040 2576-0 an.

Oder ihr wartet darauf, dass die Stadtreinigung bei euch vorbeikommt: Das ganze Jahr über ist das Problemstoffmobil in Hamburg unterwegs, bei dem ihr die meisten Problemstoffe abgeben könnt. Wann die mobile Problemstoffsammlung in eurem Stadtteil anzutreffen ist, findet ihr in dieser Übersicht.

(© Stadtreinigung Hamburg )

Übrigens: Medikamente sind meistens keine Problemstoffe und können im gewöhnlichen Hausmüll entsorgt werden. Der wird anschließend zu 100 Prozent verbrannt, wodurch auch alle Wirkstoffe vollständig zerstört werden.

Wo finde ich den nächsten Recyclinghof?

Insgesamt habt ihr in Hamburg die Wahl zwischen zwölf Recyclinghöfen. Ihr findet also ganz sicher auch einen in eurer Nähe. Außer an Feiertagen haben die Recyclinghöfe zu folgenden Zeiten geöffnet:

Bahrenfeld: Rondenbarg 52 a
Mo–Fr: 8 bis 19 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Bergedorf: Kampweg 9
Mo–Fr: 8 bis 17 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Billbrook: Liebigstraße 66
Mo–Fr: 8 bis 17 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Harburg: Neuländer Kamp 6
Mo–Fr: 8 bis 19 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Hummelsbüttel: Lademannbogen 32
Mo–Fr: 8 bis 19 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Neugraben-Fischbek: Am Aschenland 11
Mo–Fr: 8 bis 17 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Niendorf: Krähenweg 22
Mo–Fr: 8 bis 17 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Osdorf: Brandstücken 36
Mo–Fr: 8 bis 17 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Sasel: Volksdorfer Weg 196
Mo–Fr: 8 bis 17 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Steilshoop: Schwarzer Weg 10
Mo–Fr: 8 bis 17 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

St. Pauli: Feldstraße 69
Mo–Fr: 8 bis 17 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Wandsbek: Wilma-Witte-Stieg 6
Mo–Fr: 8 bis 19 Uhr, Sa: 8 bis 14 Uhr

Stadtreinigung Hamburg: Mit eigener App im Kampf gegen den Müll

Sind noch irgendwelche Fragen offen geblieben? Dann ladet euch am besten "APPfall", die Smartphone-App der Stadtreinigung Hamburg herunter. Dort findet ihr auch das Abfall-ABC, das euch im Zweifelsfall verrät, wohin euer Müll gehört. Außerdem könnt ihr damit auf einfachste Weise Müllecken in der Stadt melden, die dann von der Stadtreinigung möglichst schnell beseitigt werden.

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