(© Unsplash / Matthew Hamilton )

Stadtentwicklung: Hier wird in Altona bald gebaut

Hamburg wächst: Auch in Altona wird deshalb immer an Mobilität oder Wohnraum gewerkelt. Auf diese Baustellen müsst ihr euch deshalb bald gefasst machen.

1. S-Bahnhof Ottensen: Endlich Anschluss an das Bahnnetz

Lange haben wir darauf warten müssen – jetzt bekommt Ottensen endlich eine eigene S-Bahn-Station. Mit der Haltestelle Hamburg-Ottensen wird das tote Dreieck zwischen dem Bahnhof Altona, Diebsteich und Bahrenfeld besser an die öffentlichen Verkehrsmittel angeschlossen. Auch die Buslinien, die durch Ottensens enge Straßen fahren, werden damit entlastet. Baubeginn des Projekts der Deutschen Bahn und der Stadt Hamburg ist Ende Januar 2019 mit der „Baufeldfreimachung“. Sprich: Es wird abgeholzt. Die fertige Haltestelle soll Dezember 2020 in Betrieb genommen werden. Zugänglich ist der Bahnsteig dann sowohl von der Unterführung am Ende der Bahrenfelder Straße, als auch aus der Richtung Gaußstraße und Thalia Theater.

2. Wohnen und Arbeiten in den Kolbenhöfen

Früher war hier eine Gießerei, dann wurden auf dem großen Gelände der Kolbenhöfe in Ottensen – kaum zu glauben – Kolben für Flugzeuge und Autos produziert. Nach der Schließung des Werkes im Jahr 2009 kaufte die Rheinmetall Immobilien GmbH das Gelände. In einem Zusammenschluss mit der Otto Wulff Projektentwicklung und dem Altonaer Spar- und Bauverein plant sie nun ein Großbauprojekt für das Areal der Kolbenwerke und für das anschließende ehemalige Henkel-Schwarzkopf-Gelände. Auf der Fläche von rund 7,5 Fußballfeldern sollen hier 680 Wohnungen entstehen, davon 140 öffentlich geförderte. Das bestehende Kleingewerbe hat eine der alten Hallen erworben und kann so bestehen bleiben. Eine Kita, Grünflächen, einen Spielplatz sowie Platz für Gastronomie und Veranstaltungen soll es ebenfalls geben. Baustart ist dieses Jahr, bis 2023 soll alles fertig sein.

3. Immer Ärger um den Spritzenplatz

Es ist und bleibt ein Streitthema: Nach langem Hin und Her wählte eine Jury einen Entwurf für die Bebauung des ehemaligen Telekom-Hauses am Spritzenplatz. Seit Jahren wehren sich Ottenser mit der Initiative "Spritzenplatz bleibt" gegen die Bebauung. Kritikpunkte sind besonders: die Höhe und Wuchtigkeit eines neuen Gebäudes, das den Platz verschatten und aus dem Stadtbild herausfallen würde. Ein Begehren stoppte die Planung vorerst, auf Planungstreffen sollten die Einwohner mit eingebunden werden. Mit dem nun vorgelegten Bebauungsplan mit drei Stockwerken und einem Staffelgeschoss fühlt sich die Initiative nach wie vor übergangen. Bis zum tatsächlichen Baustart dauert es aber wohl noch ein Weilchen.

4. Neues aus der Neuen Mitte Altona

Seit 2015 wird gebaut in der Neuen Mitte Altona: Das Vorzeigequartier wächst seit 2015 in rasanter Geschwindigkeit. Ende 2019 sollen die 1.600 Wohnungen im ersten Bauabschnitt sowie die Parkanlage des Quartiers endlich komplett fertig werden. Mitte des Jahres geht es los mit dem zweiten Bauabschnitt – dann beginnt der Abriss der Holstenbrauerei, auf deren Gelände weitere 1.300 Wohnungen entstehen sollen. Auch Anwohner, die nicht in der Neuen Mitte Altona leben, werden in diesem Jahr noch mit der ein oder anderen Einschränkung konfrontiert. So beginnen ab März Bauarbeiten an der Harkortstraße, die wahrscheinlich bis Ende 2020 andauern werden. Wer mit dem Auto nicht mehr so gut durchkommt, kann stattdessen das Mobilitätskonzept des Quartiermanagements ausprobieren. Das Team betreut inzwischen eine Mobilstation mit Elektrolastenrädern (auch für Rollstühle) und zwei Car-Sharing-Stationen, im gesamten Quartier soll außerdem eine 30er-Zone eingerichtet werden.

5. Ein Grünstreifen für Altona mit dem A7-Deckel

Die A7 ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Deutschlands. Auch viele Hamburger nutzen sie täglich – führt die A7 schließlich durch den Elbtunnel und einmal durch den Westen der Stadt. Schon seit 2007 steht fest: Die Autobahn muss ausgebaut werden, um dem Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Sechs bis acht Fahrstreifen soll die A7 insgesamt bekommen. Damit Anwohner vor Lärm geschützt sind, wurden zusätzlich Tunnel und Wände geplant. Herzstück des Lärmschutzes: drei „Deckel“, also Freiflächen über den Autobahntunneln. Einer dieser Deckel entsteht in Altona und zieht sich bald vom Volkspark bis zur Beringstraße. Auf dem Streifen entstehen Grünflächen und Kleingärten. Im Dezember wurden die Baumaßnahmen mit dem Planfeststellungsbeschluss genehmigt, 2020 beginnen die Bauarbeiten.

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