Tita do Rêgo Silva, Künstlerin mit Atelier in der Koppel 66. (© Luis do Rêgo Silva )

St. Georgianer über ihren Stadtteil: Tita

Seit 30 Jahren lebt die Künstlerin Tita do Rêgo Silva in der Langen Reihe, seit 25 arbeitet sie in der Koppel 66. Sie erzählt von den wilden 1980er-Jahren.

Die Koppel 66, Haus für Kunst und Handwerk, ist ein wahres Mekka für Freunde handgemachter schöner Dinge: In einem Dutzend offener Ateliers werden von Designern, Künstlern und Kunsthandwerkern Klamotten, Schmuck, Dekoartikel, Hüte, Gemälde, Bucheinbände, handgefertigte Stifte produziert. Eine von ihnen ist Tita do Rêgo Silva. Seit 1996 macht sie in ihrer Werkstatt farbenfrohe, prächtige Drucke. So sieht sie St. Georg:

In den 1980er-Jahren war St. Georg wie ein Dorf

"Ich habe in St. Georg schon alles erlebt. Vor 30 Jahren kam ich aus Brasilien nach Deutschland und lebe seitdem in der Langen Reihe. In der Koppel 66 arbeite ich auch schon seit 25 Jahren, mache Holz- und Linolschnitte und drucke auf Papier. Ich weiß es noch genau: In den 1980er-Jahren war St. Georg wie ein Dorf. Es gab keine Touristen, dafür unheimlich viele Künstler und Schauspieler."

Der Stadtteil ist sauberer geworden, sagt Tita

"In den Hinterhöfen herrschte ein reges Treiben, dort kamen immer alle zusammen, es war eine wirklich tolle Atmosphäre. Überall liefen wir in unseren Arbeitsklamotten herum, voll mit Farbspritzern und Dreck – das ist heute kaum mehr vorstellbar, die Leute würden ziemlich komisch gucken. Der Stadtteil ist in vielerlei Hinsicht sauberer geworden. Klar, es gab früher auch Probleme, zum Beispiel die Drogen und die Prostitution. Wobei ich sagen muss, dass die Prostituierten auch gut integriert waren in St. Georg."

Infos: Tita do Rêgo Silva, Koppel 66, 20099 Hamburg; Mo–Fr 11 bis 18 Uhr (Mi geschlossen), Sa 12 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung

St. Georg – ein buntes Stück Hamburg

Wir haben noch weitere Meinungen eingeholt: So sehen Surbir, Inhaber des indischen Supermarkts in der Langen Reihe, und Sven, Segellehrer, ihren Stadtteil. Über den sich die Geister scheiden: 10 Gründe, warum St. Georg wirklich furchtbar ist.

Autoren: Erik Brandt-Hoege, Maike Schade

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