Balanceakt: Auch der Hamburger Andre spannt seine Slackline am liebsten im Stadtpark. (© Vivian Klinckmann )

Sport im Stadtpark: So verrückt und kurios könnt ihr in Hamburg sporteln

Puh, keine Hitze mehr. Die dem Fleisch und Bratwurst huldigenden Griller sind verschwunden. Gute Zeit, mal was loszuwerden: die Sommer-Pfunde. Unser Tipp: Sport im Stadtpark. Von Besenreitern, Seiltänzern und tief fliegenden Scheiben.

Spätestens mit dem Herbstanfang ist es für Sonnenanbeter und Normalos zu kalt, um die Nachmittage und Abende draußen zu verbringen. Dann gehören die Wiesen und Wege des Stadtparks wieder den Sportlern. Gekickt wird hier ohnehin jeden Abend. Jogger drehen schwitzend ihre Runden. Das sind die Klassiker. Ihr habt mal Lust auf was anderes? Kein Problem. Hier kommen fünf Sportarten, die ihr im Stadtpark jenseits von Buffen, Rennen und Radeln austesten könnt. Manchmal braucht’s sogar einen Besenstiel. Zum Reiten.

Slackline: Auf das Seil, fertig, los

Ein gepflegter Spaziergang auf dem Seil ist im Stadtpark kein Problem. Und ihr braucht noch nicht mal Bäume. Denn statt wie andere, weniger sportfreundliche Städte das Spannen der Seile aus Umweltschutzgründen zu verbieten, hat Hamburg investiert. Den Slacklinern – es werden immer mehr – wurde ein Parcours gebaut. Dort könnt ihr in verschiedenen Höhen balancieren. Ohne Bäume. Der Sport schult Koordination und Körpergefühl. Die Anlage für Slackline-Fans befindet sich nördlich von der großen Festwiese und östlich vom Spielplatz mit dem Planschbecken.

Info: Slackline Hamburg e.V., c/o Nina Mappes, Adenauerallee 32, 20097 Hamburg

Quidditch: Was Harry Potter kann, könnt ihr schon lange

Besenstiel zwischen die Beine. Ab in den Zweikampf. Mit gleich fünf Bällen. Klingt komisch, nennt sich Quidditch. Der Sport, der es aus den Harry-Potter-Romanen auf die Wiesen schaffte, hat mittlerweile mit Australien sogar einen Weltmeister. 2005 hatten zwei Studenten in den USA die Idee, Quidditch auf den Boden zu holen. Bei Potter wird fliegend gespielt, im Stadtpark nun zuweilen im Matsch. Nur was für Nerds? Beileibe nicht. In Hamburg gibt’s mit den "Werewolves" sogar einen Verein. Die Werwölfe trainieren im Stadtpark unweit des Planetariums auf einer Wiese. Bei den Deutschen Meisterschaften wurden sie Vierter.

Info: Quidditch Club Hamburg e.V., c/o Lea Stankiewicz, Akeleiweg 29, 22607 Hamburg; Training: donnerstags 18 Uhr und sonntags 11 Uhr, Festwiese im Stadtpark

Disc Golf: Lass fliegen die Scheibe – mitten in der City Nord

Die Scheibe gleitet dahin. Jetzt bloß kein Windstoß. Doch. Wieder nicht eingelocht. Disc Golf will fraglos gelernt sein. Und das könnt ihr auf einem Parcours in der Nähe des Stadtparks. Denn in der City Nord fliegen die Scheiben regelmäßig tief. Schon seit Anfang November 2012 gibt es den fest installierten Kurs mit 14 Körben. Ziel ist es, eine Frisbee-Scheibe mit möglichst wenig Würfen darin zu versenken. Der Start zu Bahn 1 ist nur 30 Meter vom südlichen Ausgang der U-Bahn Haltestelle Sengelmannstrasse entfernt, direkt neben einer Litfaßsäule. Einen Verein gibt’s auch schon, den Disc Golf Club Hamburg.

Handy raus: Jetzt kommen die App-Sportler

Handy und Sport - das funktioniert. Zumindest wenn die richtige App am Start ist. Immer mehr Fitnessfans lassen sich durch kleine Helfer dabei unterstützen, wenn sie im Stadtpark gegen Pfunde kämpfen und Muskeln aufbauen. Hier mal kurz 50 Sit-ups, vorm Planetarium 40 Liegestütze und unten am See einen Steigerungslauf. Das Programm gibt stets die App vor. Immer häufiger ist es kein einsames Work-out mehr. Vielmehr gibt es doch in den sozialen Netzwerken wie Facebook Gruppen, in denen sich die Freeletics verabreden. Sonntags sind viele von ihnen auf der großen Festwiese zu beobachten, das Handy ist natürlich immer dabei.

Für Solo-Sportler: Ab zum professionellen Zirkeltraining im Park

Keine Lust auf Sport im Team? Eher Einzelkämpfer? Na gut. Dann ab zum Zirkeltraining. In den 4FCircle Fitnesspark im Stadtpark, den nicht jeder kennt. Unweit der Jahnkampfbahn gibt’s einen Parcours, der eine Vielzahl an Trainingsmöglichkeiten bietet. Auf dem teilweise überdachten Platz könnt ihr eure Muskulatur stärken, den Gleichgewichtssinn verbessern und euch dehnen. Der Untergrund besteht aus Rindenmulch. Wer nur auf der Suche nach einer Klimmzugstange ist, wird auch direkt neben dem Planetarium fündig. "4F" steht übrigens für Fit, Free, Fun und Function. Das Bewegungskonzept vereint aktuelle trainings- und sportwissenschaftliche Erkenntnisse mit Spaß. Also: Runter von der Couch und ausprobieren!

Info: 4FCircle Fitnesspark, Nähe Jahnkampfbahn, Linnering 3

Sportlich, sportlich

Wusstest ihr, dass Hamburg zu den sportlichsten Städten der Welt gehört? Dafür gab es kürzlich eine Auszeichnung als "Global Active City". So fantastisch die Sportstadt Hamburg, so fantastisch auch die Sportarten. Wenn ihr mehr über den Harry-Potter-Sport Quidditch erfahren wollt, solltet ihr das Interview mit einer Spielerin der Hamburg Werewolves nicht verpassen. Viel Spaß!

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