(© Hamburg Dungeon )

Spooky Hamburg: 10 echt unheimliche Orte in der Hansestadt

Auf keinen Fall hingehen und auf keinen Fall verpassen solltet ihr diese 10 gruseligen Orte in Hamburg. Der Widerspruch zeigt: Eine Portion Mut solltet ihr auf jeden Fall mitnehmen, denn hier erwartet euch eine gruselig-schöne Mischung aus Poesie, Gänsehaut und Hamburg-Flair.

1. Morbid: Mausoleum des Baron von Schröder auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Ob er wirklich tot ist, der Baron von Schröder? Auf dem Ohlsdorfer Friedhof steht hier seit 1906 zwar sein Mausoleum und angeblich ist der Baron 1883 bereits gestorben. Aber wer weiß, ob seine Seele wirklich ruht ... Angesichts des gruseligen Anblicks seiner Grabstätte wäre es jedenfalls nicht verwunderlich, wenn sich der ehemalige Bankier im Grabe umdreht – oder sogar Reißaus nimmt. Denn der Verfall ist in vollem Gange.

Gruselfaktor: In der Dämmerung beträchtlich.

Infos: Ohlsdorfer Friedhof, 22337 Hamburg; täglich 9 bis 21 Uhr

2. Unheimlich: Lessingtunnel am Altonaer Bahnhof

Augen zu und durch? Bevor ihr den Lessingtunnel am Bahnhof Altona betretet, um nach Ottensen oder zurück zu kommen, überlegt es euch gut! Denn gelb-flackernde Lichter, freiliegende Rohre, zerrissene Plakate und herumliegender Müll wirken nicht gerade einladend und sorgen für die perfekte Krimi-Atmosphäre. Filmkulisse für den "Tatort" und "Großstadtrevier" war der Lessingtunnel jedenfalls schon mal. Ob der Tunnel nach seiner umfangreichen Sanierung aber immer noch Crime-Scene-Assoziationen weckt, ist fraglich.

Gruselfaktor: Hoch, nichts für Weicheier also.

Infos: Lessingtunnel, am Bahnhof Altona, 22765 Hamburg

3. Beängstigend: "Zum Goldenen Handschuh" auf dem Kiez

Kommt, lasst uns hier noch ein FaKo trinken! Oder lieber nicht. Denn wer sich nach Heinz Strunks Roman "Der goldene Handschuh" und Fatih Akins gleichnamigen Film noch in die kultige Kiez-Kneipe traut, muss ein wahrer Draufgänger sein. Schließlich hat hier Serienmörder Fritz Honka in den 70er-Jahren sein Unwesen getrieben: Im Goldenen Handschuh hat er viele seiner Opfer kennengelernt, mit zu sich nach Hause genommen und umgebracht.

Gruselfaktor: Das Jagdrevier eines Serienmörders, geht's noch gruseliger?!

Infos: Zum Goldenen Handschuh, Hamburger Berg 2, 20359 Hamburg; täglich 24 Stunden geöffnet

4. Finster: Naturschutzgebiet Eppendorfer Moor

Den Mythos vom Versinken im Schlamm des Moores gibt es nicht umsonst. Schließlich hat man in Deutschland schon mehr als eine Moorleiche gefunden. Vorsicht also, wenn ihr bei Dunkelheit oder schlechter Sicht im Eppendorfer Moor unterwegs seid – erst recht, wenn es das erste Mal ist. Denn wohin die Wege hier führen, wer weiß … Und vielleicht locken euch ja die Bewohner des Moors, sprich Geister und Dämonen, tatsächlich in finstere Sümpfe, aus denen ihr euch ohne Hilfe nicht mehr befreien könnt.

Gruselfaktor: Wenn ihr allein unterwegs seid, unendlich hoch.

Infos: Eppendorfer Moor, 22453 Hamburg

5. Unterirdisch: Hamburger Unterwelten

Wer sagt eigentlich, dass Hamburgs Perlen nur an Alster und Elbe zu finden sind? Einige davon befinden sich – wie in einer Muschel verborgen – tief unter der Hansestadt. Wollt ihr einen Blick in die unterirdischen Tunnel, Siele und Bunker werfen, braucht ihr allerdings starke Nerven. Denn nicht nur die Vorstellung, wie ein Leben im Tiefbunker wohl gewesen wäre, sorgt für Gänsehaut, sondern auch die Erkenntnis: Selbst heute noch sind unterirdische Schutzräume für den Katastrophenfall vorgesehen. Besichtigen könnt ihr unter anderem den Bunker am Steintorwall, das Bunker-Krankenhaus in Wedel sowie mehrere Hochbunker.

Gruselfaktor: Bedrückend hoch, wenn man sich vorstellt "Was wäre, wenn …?"

Infos: Hamburger Unterwelten, Termine nach Vereinbarung

6. Schaurig: Grusel-Ausstellung im Panoptikum

Zum Verwechseln ähnlich sehen die Exponate im Panoptikum den Originalen. Doch erschrecken werdet ihr euch vor Angela Merkel, Udo Lindenberg und Co. wohl eher nicht. Anders ergeht es euch allerdings beim Anblick der Gruselecke im Wachsfigurenkabinett. Denn hier erwarten euch abgehackte Köpfe, blutüberströmte Oberkörper, angsteinflößend dreinblickende Henker in schwarzer Uniform, Wolfsmenschen, Wunden und noch viel mehr. Lüftet den Vorhang hierhin aber nur, wenn ihr gruselfest seid oder gegen einen Schauer, der euch den Rücken hinunterläuft, nichts einzuwenden habt.

Gruselfaktor: Nicht von schlechten Eltern, da alles so echt aussieht, als könnten die Gestalten jeden Moment zum Leben erwachen.

Infos: Panoptikum, Spielbudenplatz 3, 20359 Hamburg; Mo–Fr 11 bis 21 Uhr, Sa 11 bis 0 Uhr, So 10 bis 21 Uhr

7. Beklemmend: Krypta unter dem Michel

Gruftig – das trifft es wohl am besten, um zu beschreiben, wie es sich in der Krypta unter dem Michel anfühlt. Dafür sorgen übrigens nicht nur die niedrigen Decken und das schaurig-schöne Schummerlicht. Auch die Vorstellung, dass hier in mehreren Grabkammern unzählige menschliche Überreste verborgen sind, trägt dazu bei. Was, wenn die sich zum Totentanz erheben und den Besuchern der Krypta einmal "Moin" sagen wollen?

Gruselfaktor: Nicht zu leugnen, wenn das Gewölbe die Haarspitzen kitzelt.

Infos: St. Michaelis, Englische Planke 1, 20459 Hamburg; November bis März täglich 10 bis 18 Uhr, April und Oktober täglich 9 bis 19 Uhr, Mai bis September täglich 9 bis 20 Uhr

8. Gespenstisch: Burg Henneberg in Poppenbüttel

Angst vor Schlossgespenstern? Wenn ja, haltet euch von der Burg Henneberg in Poppenbüttel lieber fern. Wir können nämlich nicht garantieren, dass es in diesem historischen Kleinod nicht spukt – Burgromantik hin oder her. Für alle Furchtlosen ist die einzige Burg Hamburgs aber durchaus einen Besuch wert. Öffentlich zugänglich ist diese zwar nicht, aber um aus unmittelbarer Nähe einen Blick darauf zu erhaschen oder euch bei einem Konzert im sogenannten Alsterschlösschen selbst ein Bild vom Gruselflair vor Ort zu machen, lohnt sich eine Fahrt nach Poppenbüttel allemal.

Gruselfaktor: Vor allem bei nächtlicher Beleuchtung ist Gänsehaut garantiert.

Infos: Burg Henneberg, Marienhof 8, 22399 Hamburg; nur bei Veranstaltungen zugänglich, Anfragen für private Führungen möglich

9. Verlassen: Villa Mutzenbecher im Niendorfer Gehege

Die Villa Mutzenbecher im Niendorfer Gehege könnte glatt als Romanvorlage für Stephen King durchgehen. Verlassenes Haus + Wald = mega gruselig, oder? Hier fand sogar schon ein Mord statt – allerdings nur im Rahmen der TV-Serie "Der Tatortreiniger". Die um 1900 gebaute Villa steht längst unter Denkmalschutz und wird nach und nach saniert, erst im Mai 2019 wurde die Veranda eingeweiht.

Gruselfaktor: Angst und Faszination liefern sich hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Infos: Villa Mutzenbecker, Bondenwald 110a, 22453 Hamburg

10. Mittelalterlich: Das Hamburg Dungeon in der Speicherstadt

"Kammer der Qualen", "Das Pestkrankenhaus" und "Drop Dead" – bei den Shows und Attraktionen im Hamburg Dungeon ist der Name Programm. Zugegeben, die Location setzt natürlich gezielt auf den Entertainment-Effekt. Aber das heißt nicht, dass uns im düsteren Zellentrakt oder bei der Flucht vor dem großen Feuer nicht doch etwas mulmig wird.

Gruselfaktor: Wer auf Schreckmomente steht, ist hier richtig.

Infos: Hamburg Dungeon, Kehrwieder 2, 20457 Hamburg; täglich 10 bis 17 Uhr; am 24. und 25. Dezember geschlossen, am 26. Dezember 12 bis 17 Uhr

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