(© Shutterstock / Daxiao Production )

Spaziergang durch die Vergangenheit: In diesen 5 Hamburger Straßen ist die Zeit stehen geblieben

Lust, durch historische Viertel und Gassen zu bummeln? Dann hat kiekmo einige Tipps für euch. In diesen Straßen könnt ihr in Hamburgs Geschichte eintauchen.

Deichstraße: Hamburg vor dem Großen Brand

In der Nähe des Hamburger Hafens, am Nikolaifleet, findet ihr die historische Deichstraße. Althamburgische Bürgerhäuser zeugen davon, wie es in Hamburg vor dem Großen Brand 1842 ausgesehen hat. Die mehrgeschossigen Bauten mit schmuck restaurierter barocker Fassade dienten den Kaufleuten damals als Kontor-, Wohn- und Lagerhaus zugleich. Daher haben diese Häuser auch einen Wasserzugang, denn die Waren wurden vom Fleet aus angeliefert. Heute dagegen sind in den historischen Gebäuden vor allem Büros und Restaurants untergebracht.

Cremon: Althamburger Bürgerhäuser und Speicher

Bereits im 13. Jahrhundert entstand der Cremon in der heutigen Hamburger Altstadt, wobei die Straße auch der Halbinsel ihren Namen gab. Woher die Bezeichnung kommt, ist dabei immer noch nicht ganz klar. Es wird vermutet, dass er auf einen Anwohner zurückgeht. Eventuell leitet sich der Name aber auch von "krummer Mond" ab, da die Straßen im Viertel an eine Sichel erinnern. Sicher ist: Die Cremon-Halbinsel umfasst unter anderem die Katharinenstraße, Katharinenfleet, Reimerstwiete, Steckelhörn und Bei den Mühren. Viele historische Bauten wurden allerdings während der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstört, doch immer noch erinnern einige hohe althamburger Bürgerhäuser und ehemalige Speichergebäude an die Vergangenheit.

Bäckerbreitergang: Wohnquartier für die Unterschicht

Schmale Fachwerkhäuser säumen den Bäckerbreitergang, ein Relikt des einst dicht bevölkerten Gängeviertels in der Hamburger Innenstadt. Im 17. Jahrhundert dienten die heute schmuck anmutenden Häuschen Arbeitern aus der Unterschicht als Wohnquartier. Nachdem der Bäckerbreitergang mehrere Kriege und drohenden Abriss überstanden hat, kümmert sich nun die Stiftung Denkmalpflege Hamburg um das historische Ensemble. Die fachgerecht sanierten, hübschen Häuschen dienen jetzt als preisgünstiger innerstädtischer Wohnort.

Lämmertwiete: Harburg im 17. Jahrhundert

Ganz viel historisches Flair hat die Lämmertwiete in der Harburger Altstadt. Entstanden ist sie Mitte des 17. Jahrhunderts. In der urigen Gasse findet ihr die letzten nahezu komplett erhaltenen Fachwerkhäuser Harburgs. Damals lebten dort vor allem Arbeiter aus der Unterschicht, heute haben sich in der etwa 50 Meter langen Gasse allerlei unterschiedliche Lokale angesiedelt, von der Kneipe bis zum indischen Restaurant.

Sachsentor: Einkaufsmeile mit historischem Flair

Ein historisches Highlight ist auch die Straße Sachsentor in der Bergedorfer Innenstadt, seit rund 850 Jahren Lebens- und Wirtschaftsader des Ortes. Die Straße diente wohl einst als Verbindungsweg zwischen den Stadttoren von Hamburg und Bergedorf, das damals noch eine eigene Stadt war. Heute findet ihr in der Fußgängerzone zahlreiche wunderschöne Häuserfassaden unterschiedlicher Epochen. Fachwerk drängt sich an Moderne, Neorenaissance steht neben schlichten Gebäuden. Gleich um die Ecke ist übrigens das Bergedorfer Schloss aus dem 13. Jahrhundert, in dem hübschen Garten lässt es sich auch heute noch herrlich lustwandeln.

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