Torsten Rebbe leitet das SOS-Kinderdorf Hamburg. (© Christina Körte )

Erstes SOS-Kinderdorf für Hamburg: Das sind die Pläne

Ein Hafen zum Andocken: Hamburg hat bald ein eigenes SOS-Kinderdorf. Gerade wurde in Dulsberg der Grundstein gelegt. Ab 2021 will der "Hafen für Familien" 18 Kindern ein neues Zuhause geben.

Momentan fehlen in Hamburg mehrere hundert Plätze für Kinder, die aus verschiedenen Gründen nicht in ihrer Ursprungsfamilie aufwachsen können. Für 18 Kinder gibt es jetzt gute Nachrichten: Sie können 2021 in Hamburgs erstem SOS-Kinderdorf einziehen und in so genannten SOS-Kinderdorffamilien leben. Mit dem neuen Familienzentrum Dulsberg haben sie einen Ankerplatz.

Der "Hafen für Familien" an der Straßburger Straße. Carsten Roth Architekt )

"Für uns ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche in einer Familie groß werden können", so Torsten Rebbe, Leiter SOS-Kinderdorf Hamburg, bei der Grundsteinlegung. So werden jeweils sechs Kinder gemeinsam mit einer SOS-Kinderdorfmutter oder einem -vater familienähnlich leben. "Somit bekommen die Kinder die Chance, ihr bisheriges Umfeld wie Schule oder Freundeskreis zu behalten", sagt Rebbe.

Komplett spendenfinanziert: Noch fehlen 4,9 Millionen Euro

Der "Hafen für Familien" wird jetzt winkelförmig entlang des Straßburger Platzes und der Weißenburger Straße gebaut. Der Bau soll dabei komplett über Spenden finanziert werden – momentan fehlen allerdings noch etwa 4,9 Millionen. Bis zur Fertigstellung bleibt das bisherige Familienzentrum Dulsberg in der Elsässer Straße geöffnet.

Das Zentrum ist bereits seit 2013 Anlaufstelle für Kinder und Eltern. Es gibt Kurse für die Kleinen und die Großen, Eltern können sich hier zudem in Erziehungsfragen beraten lassen. Im Kinderkleiderladen Klecks gibt es gut erhaltene gebrauchte Kinderkleidung in allen Größen. Rebbe betont: "Bei uns ist jeder willkommen – unabhängig von Geldbeutel, Herkunft, Familienkonstellation und Geschlecht."

Mehr Platz für Kinder und Eltern

Das neue Familienzentrum im "Hafen für Familien" wird deutlich größer werden. Hier soll es später ein großes Familiencafé und mehr Kursräume geben. So will SOS-Kinderdorf Hamburg auf die Bedürfnisse der Dulsberger noch besser eingehen und sein Angebot an Beratungs- und Bildungsangeboten ausweiten. "Der ‚Hafen für Familien‛ zeigt den Geist von SOS-Kinderdorf: Wir fördern Kinder und Familien und erhöhen ihre gesellschaftlichen Teilhabechancen", so Dr. Kay Vorwerk, Vorstandsvorsitzender von SOS-Kinderdorf. "Uns liegen die guten Startbedingungen in ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben am Herzen."

Ein Zuhause für Kinder in Not

SOS-Kinderdorf bietet Kindern in Not ein Zuhause und hilft dabei, die soziale Situation benachteiligter junger Menschen und Familien zu verbessern. In SOS-Kinderdörfern wachsen Kinder, deren leibliche Eltern sich aus verschiedenen Gründen nicht um sie kümmern können, in einem familiären Umfeld auf. Sie erhalten Schutz und Geborgenheit und damit das Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben. In Hamburg gibt es Anlaufstellen in Dulsberg, Wandsbek, Eimsbüttel und Eidelstedt.

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