"Du bleibst immer in bester Erinnerung" schreibt Tim Mälzer zum Tod von Rüdiger Kowalke (© Frank Meyer )

Tim Mälzer und Co.: So trauert Hamburg um Fischpapst Rüdiger Kowalke

Auf einmal ging alles ganz schnell. Hamburg nimmt Abschied von Gastro-Legende Rüdiger Kowalke. Der Chef des bekannten "Fischereihafen Restaurants" starb am 16. Februar 2019 im Alter von 71 Jahren.

Er hat das Fischerhafenrestaurant in der Großen Elbstraße zu dem gemacht, was es heute ist: DIE Adresse für Fisch-Liebhaber. Mit bodenständigen, aber hochwertigen Gerichten begeisterte er auch internationale Gäste. Bei Kowalke waren sie wirklich alle: Hamburger Größen wie Udo Lindenberg und Otto Waalkes, Hollywoodstars wie Sylvester Stallone und Michael Douglas, bekannte Politiker wie Angela Merkel und Helmut Kohl und sogar Lady Di.

Legendär war sein Schwarzbrot mit Räucheraal und Rührei

Rüdiger Kowalke überstand bereits einen Gallengangkrebs und einen Blasenkrebs. Im letzten Jahr kehrte die Krankheit zurück. Diesmal verlor der „Fischpapst“ den Kampf. Er verstarb in den Armen seiner Frau Susanne. Viele Hamburger sind bestürzt über den Tod des beliebten Gastgebers. In den sozialen Netzwerken ist immer wieder die Rede von einem „großartigen Menschen“, einem „Hamburger Original“ und auch von dem legendären Schwarzbrot mit Rührei und Räucheraal, eine von Kowalkes Spezialitäten.

Hamburger Prominente und Institutionen trauern mit

NDR-Moderatorin Anke Harnack schreibt auf ihrer Facebook-Seite: „Er hat mein Leben bereichert und maßgeblich dazu beigetragen, dass Hamburg mein geliebtes Zuhause wurde. Ich bin ihm für so vieles dankbar.“ Auch Promi-Koch Tim Mälzer nimmt Abschied: "Farewell Rüdiger Kowalke – Du bleibst immer in bester Erinnerung". Die Elbreederei Rainer Absicht verspricht, „die Flaggen auf Halbmast zu hissen“ und der HSV trauert um „einen der berühmtesten und besten Gastronomen Hamburgs“, der dazu ein „langjähriger und treuer HSV-Fan“ war.

„Der Gast aus Barmbek ist mir genauso wichtig wie der größte Star“

Das Schöne bei Rüdiger Kowalke war: Es war ihm immer egal, wer man war oder woher man kam. Einer seiner bekanntesten Sätze: „Der Gast aus Barmbek ist mir genauso wichtig wie der größte Star.“ Das lies er seine Gäste immer spüren. Jeden begrüßte er stets mit großer Herzlichkeit und Wärme. Häufig kam er selbst zu den Tischen, um zu fragen, ob alles in Ordnung sei. Sohn Dirk leitet den Restaurantbetrieb bereits seit Jahren. Zusammen mit Benny, Susannes Sohn, wird er das Restaurant bestimmt ganz im Sinne seines Vaters auch weiterhin führen.

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