(© Steffen Hofemann )

"Simon sagt": Auf ein Wort mit dem Rolf Zuckowski von morgen

Der Hamburger Musiker Simon hätte auch Punkrocker werden können. Stattdessen schreibt er heute unter dem Künstlernamen "Simon sagt" Lieder für Kinder und Jugendliche. Dabei bekommt er prominente Unterstützung von einem, der sich mit Kinderliedern auskennt: Rolf Zuckowski.

Wie kommt man darauf, speziell Musik für Kinder zu machen?

Da muss ich ein bisschen ausholen: Ich habe eine klassische Musikschullaufbahn hinter mir – mit musikalischer Früherziehung von der Blockflöte bis hin zum Klavier. Das war als Kind alles sehr mühsam. Der richtige Funke ist erst übergesprungen, als ich anfing, Punkrock zu hören. Das Gitarre spielen habe ich mir dann selbst beigebracht. Mittlerweile ist das mein Beruf und ich gebe auch Unterricht. Dabei lernen gerade meine jüngeren Schüler auch, wie Songs entstehen. Wir schreiben zum Beispiel oft zusammen lustige Lieder, die wir dann in meinem Musikstudio aufnehmen. Die Songs kommen immer sehr gut an und irgendwann habe ich mir gedacht: "Jetzt schreibst du mal ein cooles Kinderliederalbum, nennst es ‚Popcorn für alle!‘ und guckst, was passiert."

(© Karina Märzke )

Woher kommen die Ideen für neue Songs wie "Ja Nein Vielleicht"?

Die Ideen für neue Songs können von überall herkommen, man muss nur die Augen und Ohren offen halten. Beim Gitarrenunterricht bekomme ich natürlich sehr viel mit und dann versuche ich mich zu erinnern, wie das bei mir früher war. Ich nehme die Themen mit und versuche die Gefühle der Kinder und die Situation zu greifen und im Song wiederzugeben. Beispiele sind bei älteren Kids die erste Liebe wie in "Ja Nein Vielleicht" oder das ständige Spielen von Video-Games wie in "Mach deinen Computer aus". Bei den Kleineren passt dann auch mal ein "Nase läuft"-Lied. Dabei garniere ich die Songs für die Jüngsten immer wieder mit Wortwitz und verstecktem Blödsinn, sodass sie am Ende dann hoffentlich doch wieder für alle interessant sind.

Mit meinen Songs will ich auch für mehr Selbstreflexion sorgen.

Gibt es eine Message, die dir besonders wichtig ist und die du deinen Zuhörern mit auf den Weg geben willst?

Ich mag am liebsten positive, energiegeladene Musik. Meine Lieder sollen die kleinen und großen Hörer glücklicher machen und ihre Laune heben. Ein bisschen Mut zu Blödsinn oder zur Ablenkung kann auch nicht schaden, damit einem nervige Sachen leichter von der Hand gehen. Zwischen den Zeilen hoffe ich außerdem, mit meinen Songs für etwas mehr Selbstreflexion zu sorgen – bitte zu allererst in den Spiegel gucken, bevor man sich über andere Menschen lustig macht! Das ist gerade in der Welt unserer Kinder sehr wichtig, die doch immer wieder wegen ihres Kleidungsstils oder Eigenarten von anderen Kids gemobbt werden. "Chill Digga" ist da sicher ein schönes Beispiel für.

(© Karina Märzke )

Was für eine Beziehung hast du zu Rolf Zuckowski?

Rolf Zuckowski ist für mich eine Art Berater und Wegbereiter. Ich schätze ihn sehr als Musiker und Stimme für die Kinder! Kennengelernt habe ich ihn Anfang letzten Jahres, als ich in einem Musical zu Ehren seines 40-jährigen Bühnenjubiläums Gitarre gespielt habe. Zum Glück war ich mutig genug und habe ihm meine Lieder gezeigt. Rolf hilft mir immer sehr gern weiter und hat mir auch schon viele tolle Kontakte vermittelt.

Gehst du irgendwann auch auf Tour?

Eine gebündelte Tour gibt es hoffentlich im nächsten Jahr und die Termine sind demnächst auf meiner neuen Website einzusehen: www.simonsagtmusik.de. Lose Konzerte werden immer mehr; auf die verweise ich auch auf meinen Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram!

Rolf Zuckowski: "Kinder brauchen Musik"

Kennt ihr schon die Stiftung "Kinder brauchen Musik"? Mit diesem Projekt will Liedermacher Rolf Zuckowski Kindern aus sozial schwachen Familien den Zugang zur Musik erleichtern. Und hier noch ein bisschen was zum Schmunzeln: Bekannte Songs, die nur Hamburger verstehen.

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