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Schlange stehen Teil II: Das sind eure nervigsten Warteschlagen in Hamburg

Einige Hamburger Warteschlangen sind schon beinahe legendär. Ihr habt uns verraten, wo ihr euch „am liebsten“ die Beine in den Bauch steht. Eure Top 8 gibt's hier zu lesen.

1. Entspannt in den Urlaub geht anders: Check-In und Security Kontrolle am Hamburger Flughafen

Endlich Urlaub! Wer freut sich nicht auf Sonne, Strand, Meer und die wohlverdiente Erholung. Bevor es jedoch soweit ist, müsst ihr erstmal durchs Tor zur Hölle. Doch wer nicht rechtzeitig da ist, hat Pech gehabt. Los geht’s beim Check-In: Reihe um Reihe schlängeln sich die Menschenketten vor den Schaltern der Airlines. Und wer mit will, hat keine Wahl. Hat man diese Hürde geschafft, das Gepäck abgegeben und die Boardkarte in der Hand, denkt man, das Schlimmste hinter sich zu haben. Der Urlaub kann kommen! Doch zu früh gefreut. Man muss ja noch die Sicherheitskontrolle passieren. Langsam wird es eng, sagt uns der verzweifelte Blick auf die Uhr. Warum sind eigentlich mal wieder nur drei Schalter geöffnet und wie langsam kann man bitte seinen Laptop aus der Tasche holen? Ist man endlich durch, steht der Flug schon längst auf Boarding und ist nur noch mit einem Sprint erreichbar. Und das, obwohl man doch eigentlich mal wieder zwei Stunden vor Abflug am Airport war. Na dann: Schönen Urlaub!

2. Hier lohnt sich das Warten: Konditorei Wiedenroth in Ottensen

Lange Schlangen sind nervig, zeugen aber nicht selten von guter Qualität. So ist es auch bei der Konditorei Wiedenroth in Ottensen. Vor allem am Wochenende steht ihr euch hier die Beine in den Bauch, um an die köstlich duftenden Leckereien zu kommen. Denn hier wird noch alles selbstgemacht: Backmischungen und Teiglinge – Fehlanzeige! Für ein leckeres Franzbrötchen nehmen wir das doch gerne in Kauf.

3. Alles für den Nachwuchs: Kartenvorverkauf für das Backschiff

Was tut man nicht alles für die lieben Kleinen. Ja, man stellt sich in der Vorweihnachtszeit auch um 4.30 Uhr bei Eiseskälte in eine Schlange, um Karten für das allseits beliebte Backschiff auf der Binnenalster zu bekommen. Wohlgemerkt: Der Verkauf geht erst um 8 Uhr los. Den hart erkämpften Platz in der Schlange würde man auch niemals aufgeben, um zwischenzeitlich mal aufs Klo zu gehen oder sich mit einem Heißgetränk aufzuwärmen. Ein Hoch auf alle Mütter, Väter und Erzieher. Ihr seid wahre Helden!

4. Von wegen besinnlich: Heiligabend vorm Michel

Wo kommen die denn alle her? Ach ja, es ist mal wieder Weihnachten und die ganzen U-Boot-Christen sind aufgetaucht. Das ist nicht nur in Hamburg ein bekanntes Phänomen, aber gerade vorm Michel sammeln sich die sonst so felsenfesten Kirchenverweigerer, um sich ein bisschen auf das anstehende Fest einzustimmen. Gehört halt irgendwie dazu, oder? An 364 Tagen im Jahr sind die Kirchen leer und am 24. Dezember bekommt man nur mit Glück einen der begehrten Plätze in Hamburgs Hauptkirche. Früher wurden diese noch fest vermietet und dafür Stuhlgeld kassiert. Heutzutage gilt: first come, first serve. Da hilft es auch nicht, schon mal Tante Erna vorzuschicken, die dann mit allerlei Schals und Mänteln eine komplette Sitzreihe besetzt. Ernsthaft, wir sind doch nicht auf Mallorca! Übrigens: An Heiligabend ist im Michel fast durchgehend Gottesdienst. Wer also nicht unbedingt zur Christvesper um 16 oder 23 Uhr kommen muss, sollte einfach rechtzeitig da sein und vermeidet so das ungeliebte Schlange stehen.

5. Nur für den HSV: Ab ins S-Bahn Chaos nach dem Fußballspiel

Als HSV-Fan hat man es nicht immer leicht. Die erste Liga war in den letzten Jahren kein Spaß für die Rothosen. Und auch die Heimfahrt nach dem Spiel entpuppt sich für alle, die ihren PKW zuhause gelassen haben und auf Bus und Bahn setzen, oft als Geduldsakt. Das fängt meist schon bei den Shuttles an, die die Fans vom Stadion zur S-Bahn fahren. Menschentrauben stauen sich vor den Bussen, es gibt kein Vor und kein Zurück. Liegt es an der schlechten Organisation der Hochbahn oder was ist der Grund? Eigentlich ist das ganz einfach: Während sich vor dem Spiel der Andrang noch mehr oder weniger verteilt, wollen nach dem Spiel alle gleichzeitig weg. Sprich: 57.000 Menschen müssen das Gelände verlassen und davon eben viele mit Bus und Bahn. Da ist es wenig verwunderlich, wenn die ein oder andere Schlange entsteht. Wer die Raute im Herzen trägt, wird sich doch wohl von ein bisschen Wartezeit nicht die Laune verderben lassen.

6. Schnäppchen jagen bei Saturn in der Mönckebergstraße

Mehrwertsteuer geschenkt! Super, denken wir uns – die perfekte Gelegenheit, sich endlich das neue Handy, die Waschmaschine oder den Kaffeevollautomaten zu kaufen. Nichts wie hin zu Saturn in der Mönckebergstraße. Doch die Ernüchterung setzt schnell ein. Denn diese Idee hatten offensichtlich auch noch ein paar andere Technikliebhaber. Der Kampf um einen der multilingualen Verkäufer, der uns die Vorzüge des neuen Samsung Galaxy auf türkisch oder farsi erklären kann, geht los. Nach stundenlangem Warten geben wir irgendwann ermüdet auf und zahlen dann doch lieber die 19 Prozent…

7. Warteschlangen bis weit in den Verkaufsraum bei Penny am Steindamm

Das echte St. Georg Feeling gibt’s nur am Steindamm. Insbesondere beim Penny Markt. Doch diese Real Life Experience hat ihren Preis: meterlange Warteschlangen an den Kassen nämlich. Das Warensortiment ist vielleicht nicht ganz so gut wie im Frischeparadies, dafür ist der Unterhaltungswert hoch. Ein echtes Hamburger Original.

8. Heide Park Soltau: Wartespaß für die ganze Familie

Welches Kind liebt sie nicht: Freizeitparks. In Hamburgs näherer Umgebung bietet sich deshalb ein Besuch im Heide Park Soltau an. Und wann haben Familien mit schulpflichtigen Kindern ganz viel Zeit? Genau: In den Ferien! Eltern sind deshalb meist weniger begeistert, wenn den Kleinen mal wieder nach Achterbahn-Action zumute ist. Zugegeben, man könnte auch wirklich bessere Dinge mit seiner Zeit anfangen als vor einer Attraktion nach der anderen Schlange zu stehen, um dann 45 Sekunden Fahrspaß zu erleben. Damit man nicht bereits am Eingang schlechte Laune bekommt, empfiehlt es sich, die Eintrittskarte online vorzubuchen. Dieser Weitblick lohnt sich, denn alles ist besser, als in der Hochsaison morgens an der Kasse einen Tagespass zu kaufen.

Schlange stehen in Hamburg: Hier kann es richtig lange dauern

Wer steht schon gerne Schlange. Manchmal ist es unvermeidliches Übel, manchmal lohnt es sich zumindest. Die Top 10 Warteschlangen in Hamburg der Redaktion lest ihr hier.

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