(© Eimsbütteler Nachrichten / Anna Gröhn )

"Salibaba" in Eimsbüttel: Hier werden Pita-Träume wahr

Die Pitaria "Salibaba" steht für eine Vielfalt an syrischen Vorspeisen-Klassikern. Unter dem Motto "Dein Wunsch geht in die Füllung" werden die Pita-Rolls ganz nach dem Geschmack der Gäste befüllt. Neben dem kulinarischen Angebot geht es in dem Imbiss auch um die Integration ehemals Geflüchteter.

Bereits seit Ende 2016 werden Falafel-Gelüste auch im Eppendorfer Weg 91 befriedigt. Die syrische Pitaria Salibaba beweist jedoch, dass sich nicht nur die frittierten Kichererbsen-Bällchen als Füllung eines hauchdünnen und frisch gebackenen Pita-Brotes eignen.

Gewürze, wohin die Nase riecht

Beim Betreten des im Außenbereich minimalistisch in weiß gehaltenen Lokals weht den Gästen direkt der Geruch einer ganzen Gewürz-Palette entgegen. Während die Nase nicht weiß, wohin sie riechen soll, sind die Augen damit beschäftigt, die Gestaltung des Ladenraums zu erblicken. Dabei fangen sie einen Trubel miteinander redender Menschen, eine warme Beleuchtung und bemalte Wände ein. Kurzerhand wird jedoch die Nase wieder übernehmen und die Gäste in Richtung Theke steuern, um den Herkunftsort der Gerüche zu erkunden.

Die Gäste werden bereits von dem Mitarbeiter-Team und einem vielfältigen Angebot diverser Vorspeisen erwartet. Die sogenannten "Mazza-Klassiker" reichen von Hummus, dem allseits bekannten Kichererbsenpüree, bis hin zur Tabouleh, einem Petersiliensalat auf Bulgur-Basis. Diese können einzeln oder miteinander kombiniert bestellt werden.

(© Monika Dzialas )

Doch was wäre eine Pitaria ohne richtiges Pita-Brot? Dieses wird entweder als Beilage zu den Vorspeisen serviert oder bildet den Mantel für gefüllte Pita-Rolls. Hierfür haben die Köche eine Auswahl vegetarischer und fleischhaltiger Klassiker zusammengestellt. Wer sich davon nicht angesprochen fühlt, kann sich ganz nach dem Motto "Dein Wunsch geht in die Füllung" seine Pita-Roll mit der Lieblings-Vorspeise befüllen lassen.

Empfehlung vom Chef

Erfüllt werden die Wunschvorstellungen der Gäste von Chef Feras Mekhail höchstpersönlich. Der aus Syrien geflüchtete Betriebswirt hat die Leitung des Imbiss' übernommen und empfiehlt unentschlossenen Gästen sein Lieblingsgericht: "Ich esse immer Auberginenmus mit ein wenig Pitabrot dazu, dann kann man es richtig genießen."

Auch Stammgäste kommen nicht an die Grenzen ihrer Auswahlmöglichkeiten. Täglich wird das Sortiment um ein Tagesgericht ergänzt. Hierbei ist für jede Ernährungsform und jeden Geschmack etwas dabei. Zur veganen oder vegetarischen Grundlage kann auf Wunsch eine Fleischbeilage dazu bestellt werden.

Gastronomie als Integrationsprojekt

Initiiert und gegründet wurde das Bistro vom Betreiber des Restaurants "Saliba Alsterarkaden" Hanna Saliba. Er selbst ist in den 1970er Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen und setzt sich neben seiner Tätigkeit als Gastronom für geflüchtete Menschen ein. Nach einer Ausbildung in seinem Restaurant am Neuen Wall können die ausgelernten Absolventen ihre Kochkünste unter Beweis stellen. Neben dem Eimsbütteler Imbiss eröffnete Anfang des Jahres eine zweite Filiale in der Hafencity.

Durch den Blick auf den Namen des Inhabers wird auch die Wahl des Lokalnamen deutlich. Dabei handelt es sich um eine Kombination des Nachnamen Saliba und der Märchenfigur Ali Baba aus der Geschichtensammlung Tausendundeine Nacht.

Lange Sommernächte

Trotz der Bezeichnung als Imbiss und Preisen zwischen vier bis neun Euro legen die Mitarbeiter großen Wert auf das Wohlbefinden der Gäste. Diesbezüglich servieren die Angestellten die gefüllten Wünsche auf mit Ornamenten verziertem Geschirr.

In den warmen Sommermonaten können die Vor- und Hauptspeisen auch im Außenbereich verköstigt werden. Nicht nur die Tage sind in dieser Zeit länger, sondern auch die Öffnungszeiten des Salibaba. Von Montag bis Sonntag können Gäste ab 11 Uhr in den Tag starten und bis 21.30 Uhr ihren Abend ausklingen lassen.

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