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Die S4 kommt: Hamburg bekommt eine neue S-Bahn-Linie

Hamburgs Bahnen platzen aus allen Nähten. Das gilt für den Nah- ebenso wie für den Regional- und Fernverkehr. Deshalb soll mit der S4 eine neue S-Bahn-Linie her - und zwar schneller als bisher gedacht.

Immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger steigen bei ihrem täglichen Weg zur Arbeit oder zur Schule auf Bus und Bahn um. Auch viele Pendlerinnen aus dem Speckgürtel erkennen zunehmend die Vorzüge des öffentlichen Nahverkehrs. Ganz besonders trifft das auf die Bewohner des nordöstlichen Einzugsgebiets zu. Die Fahrgastzahlen auf der Strecke zwischen Hamburg, Ahrensburg und Bad Oldesloe steigen von Jahr zu Jahr. Bisher sind die Passagiere dort auf den Regional- und Fernverkehr angewiesen. Dass deswegen eine neue S-Bahnlinie entstehen soll, die die Strecke entlastet, ist nun schon seit mindestens 2013 bekannt.

Streit über Finanzierung der S4 ist beigelegt

Bis vor Kurzem galt es aber alles andere als sicher, wann und ob die S4-Pläne tatsächlich umgesetzt werden. Der Grund: Die betreffenden Länder Hamburg und Schleswig-Holstein konnten sich mit dem Bund nicht darüber einigen, aus welchen Töpfen das Projekt zu welchen Anteilen finanziert wird. Insgesamt soll die neue S4 1,2 Milliarden Euro kosten. Normalerweise übernimmt der Bund bei Bauprojekten des Schienennahverkehrs maximal die Hälfte der anfallenden Kosten, auch hier hat das Bundesverkehrsministerium lange auf eine solche Verteilung bestanden. Hamburg und Schleswig-Holstein forderten dagegen höhere Zuschüsse und argumentierten damit, dass die neue S-Bahn-Strecke eine überregionale Bedeutung habe und dadurch Kapazitäten im Fern- und Güterverkehr frei werden würden. Nach langem Hin und Her ist jetzt endlich klar: Der Bund übernimmt deutlich mehr als die Hälfte der Kosten.

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Das erwartet die Fahrgäste aus Ahrensburg und Bad Oldesloe

Möglich ist das durch eine Neubewertung des Vorhabens geworden. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 wurde das Projekt von der Kategorie "weiterer Bedarf" in den "vordringlichen Bedarf" hochgestuft. Das heißt, der Ausbau der Teilstrecke bis Ahrensburg soll möglichst vor 2030, im Idealfall bis 2027 fertiggestellt werden. Zwischen Hasselbrook und Ahrensburg sind zwei neue S-Bahn-Gleise und fünf weitere Haltestellen geplant, außerdem ist am Hauptbahnhof ein neuer Bahnsteig vorgesehen. Von dort soll die Linie im weiteren Verlauf des Projekts Richtung Nordwesten bis nach Elmshorn ausgebaut werden.

Mit der Einigung zwischen Bund und Ländern rückt die S4 wieder in greifbare Nähe, schon 2020 könnten die Bauarbeiten starten. Alleine zwischen Hamburg und Bad Oldesloe werden 250.000 Menschen von der neuen Anbindung profitieren. Vorher müssen sich nur noch Hamburg und Schleswig-Holstein über die restlichen Kosten einigen, das dürfte aber keine allzu große Hürde mehr darstellen.

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Noch mehr Verbesserungen im HVV

Auch sonst tut sich Einiges im Hamburger Nahverkehr: Wir haben zusammengefasst, was sich ab dem Jahreswechsel 2018/2019 im HVV alles ändert.

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