(© Shutterstock / Iryna Inshyna )

Rest in Peace: 5 Hamburger Kneipen, die wir schmerzlich vermissen

Das Kneipensterben ist auch an Hamburg nicht vorübergegangen. Jedes Jahr aufs Neue machen uns lieb gewonnene Lokale dicht. Diese 5 Bars und Kneipen rund um Kiez und die Schanze haben uns besonders am Herz gelegen.

1. BP1: Die Legende vom Schulterblatt

Das BP1 ist unter den Schanzengängern legendär. Hier wurde gefeiert, getrunken und auf dem Tresen getanzt, als gäbe es kein Morgen. Nirgendwo sonst im Hamburger Nachtleben haben sich dutzende Feierwütige mit so wenig Quadratmetern pro Person zufriedengegeben. Vorteil: Nirgendwo kamen die Gäste schneller miteinander ins Gespräch – und in vieles mehr. Ende 2014 endete das Gastspiel auf dem Schulterblatt, der Vermieter hatte gekündigt. Immerhin gibt es ab und zu noch BP1-Parties im Jolly Jumper schräg gegenüber und auf dem Partyschiff Frau Hedi.

2. Hasenschaukel: Eine Musikoase in Rosa

Die Hasenschaukel gehörte jahrelang genauso zu St. Pauli wie die Liebesdamen – doch Ende Mai 2016 schlossen die Türen für immer. Das in lindgrün und rosa gehaltene Lokal hatte sich im Laufe der Zeit einen Namen als Musikclub gemacht. Im Schein des künstlichen Kaminfeuers spielten diverse Newcomer ihre ersten Konzerte. Doch die Betreiber konnten den Laden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fortführen. Für viele Kiezhasen eine echte Tragödie.

3. Kogge: Das Rock 'n' Roll-Hotel auf dem Kiez

Nach einem ordentlichen Gelage einfach an Ort und Stelle ausnüchtern? In der Kogge war das möglich. Denn die urige Location war nicht nur Kneipe, sondern gleichzeitig Hotel. Auch unzählige Bands haben nicht nur dort gespielt, sondern auch gleich in der Kogge übernachtet. Auf St. Pauli war der Laden seit 2003 fest verankert – doch im Sommer 2019 musste die Rock 'n' Roll-Kneipe aufgrund des auslaufenden Mietvertrages dicht machen.

4. Mary Lou's: Urgestein mit Flirt-Garantie

Nach mehr als 27 Jahren musste das Mary Lou's, das sich selbst als "Cultbar" bezeichnete, die Tore im Jahr 2016 schließen. Mitten auf dem Hans-Albers-Platz war der Nachtklub der Platz schlechthin für flirtwillige Jungs und Mädels, die sich zur Lockerung der Zunge auch gern mal einen "Schlüpferstürmer" gönnten. Schlechtgelaunte Menschen gab es im Mary Lou's eigentlich nie. Doch auch bei diesem Kiez-Urgestein war der Mietvertag ausgelaufen und nicht verlängert worden.

5. Golem: Einzigartiger Mix aus Drinks und Kultur

Die "Zeit" hatte das Golem einst als "Club der linken Dandys" bezeichnet. Andere fanden den Laden schlichtweg schnöselig und blieben daher entweder fern oder kamen gerade deshalb. Wie dem auch sei – zweifellos hatte die schummrige Bar mit angeschlossenem Kellerclub den ehemaligen Status als Geheimtipp längst überschritten und sich nicht nur durch die gepflegten Getränke, sondern auch durch Gespräche, Lesungen, Filme und Konzerte als einzigartig im Hamburger Nachtlebens etabliert. Doch 2017 blieben nach rund sieben Jahren die Gäste aus, sodass der Betreiber aufgab.

Hier geht die Party weiter: Cocktailbars in Hamburg

Wer von Durst geplagt wird und auf eine Feierei aus ist, muss nicht trauern und verzichten. In diesen Cocktailbars Hamburgs kommt jeder zu seinem Lieblingsdrink. Und wenn's etwas uriger sein darf: die besten Irish Pubs in Hamburg.

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