Behörde für Umwelt und Energie, Hamburg )

Projekt "Natürlich Hamburg!": Mehr Natur für die Hansestadt

Das Naturschutzprojekt "Natürlich Hamburg!" für mehr Artenvielfalt startet. Wildes und gärtnerisches Grün sollen noch enger zusammenwachsen und die biologische Vielfalt in Parks und Naturschutzgebieten gesichert werden. Dafür bekommt Hamburg als erste Metropole Bundesförderung für ein Großprojekt dieser Art.

Naturschutzgebiete, Parks und andere Grünanlagen in ganz Hamburg sowie vier Ausfallstraßen mit Straßenbegleitgrün sind als Flächen für "Natürlich Hamburg!" ausgesucht worden. In zwei Projektphasen soll sich bis 2031 intensiv des Naturschutzes, der biologischen Vielfalt und dem Erholungswert für die Menschen angenommen werden.

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"Das Artensterben hat weltweit, aber auch in Deutschland, ein bedrohliches Ausmaß angenommen. Das Sterben der Bienen ist da nur die sichtbarste und vielleicht präsenteste Tragödie. In Hamburg müssen wir dem nicht tatenlos gegenüberstehen, sondern können auch als Großstadt dieser Entwicklung entgegenwirken", sagt dazu Umweltsenator Jens Kerstan. "Mit dem Projekt 'Natürlich.Hamburg!' tun wir genau das und ich freue mich sehr, dass der Bund uns hier unterstützt. Naturschutzgroßprojekte des Bundes gibt es bisher überwiegend nur auf dem Land und jetzt zum ersten Mal in einer Metropole."

"Spannende Naturerlebnisse"

Weiter fährt Kerstan fort: "Wir bringen das Management von Grünflächen und Parks auf der einen und von Naturschutzgebieten auf der anderen Seite zusammen. Wir wollen zeigen, dass naturbelassene Bereiche auch in gepflegte Parks passen und spannende Naturerlebnisse bieten. Wer künftig in Naturschutzgebiete geht, soll dort einladende Wege, Erklärungen und Aussichtsplätze finden, die das Naturerleben erleichtern, ohne die Natur zu gefährden. Damit steigern wir die Attraktivität von Hamburgs Grün und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Biotopschutz in der Stadt. Auch seltene Arten wie Waldkauz oder Wachtel, Moorfrosch oder Biber werden in Hamburg so hoffentlich noch bessere Lebensräume finden."

Eimsbütteler Nachrichten / Ada von der Decken )

Projekt I

In Projekt I von 2017 bis 2021 wird neben ersten sichtbaren Maßnahmen der Zustand dieser Flächen erhoben und ein Pflege- sowie Entwicklungsplan erstellt. Den Anfang machen dabei die innerstädtischen Parks, Wallanlagen und "Planten un Blomen", bei den Naturschutzgebieten das Schnaakenmoor. Und sogar Straßenränder werden auf ihre Naturpotenziale untersucht: Die großen Ausfallstraßen Eiffe- und Bergedorfer Straße, die Hamburger Straße bis Bergstedt und weitere sollen bunter und ökologisch vielfältiger werden.

Projekt II

In der zweiten Phase (Projekt II ist von 2022 bis 2031 geplant), sollen die Maßnahmen des Pflege- und Entwicklungsplans umgesetzt werden. Insgesamt sind 21 Park- und Grünanlagen, 19 Naturschutzgebiete und drei Bereiche des Biotopverbunds über ganz Hamburg verteilt als Gebiet für die zweite Phase von "Natürlich Hamburg!" vorgesehen – rund 6.200 Hektar der Stadtfläche. In Eimsbüttel sind die Stellinger Schweiz und der Isebek-Grünzug mit dabei.

Unter anderem ist geplant, in Parks artenreiche Blumenwiesen anzulegen, Wildstauden zu fördern sowie Altbäume und Totholz in Grünanlagen zu sichern. Die Naturschutzgebiete sollen ökologisch aufgewertet und durch beschilderte Rundwege, Schautafeln und Naturerlebnis-Apps besucherfreundlicher gestaltet werden.

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