Es wächst! Vereinzelt sind Blumen zu sehen. (© kiekmo )

Pilotprojekt in Barmbek: Wiese für Wildbienen und Schmetterlinge

Am Osterbekkanal in Barmbek entsteht zurzeit eine Schmetterlingswiese. Wir verraten euch, warum die etwas ganz Besonderes ist und warum sie zurzeit noch wie ein Sandkasten aussieht.

Bereits vor knapp drei Monaten hatte der NABU, der Naturschutzbund Deutschland, eine Schmetterlingswiese am Osterbekkanal in Barmbek angelegt – und damit ein wahres Pilotprojekt gestartet. Denn bisher wurden Projekte wie diese vor allem in Hamburger Parks umgesetzt und nicht an so stark frequentierten Orten. Doch bis auf der Fläche an der Käthnerortbrücke auch wirklich das wilde Blumenglück sprießt, dauert es noch etwas. Zurzeit gleicht die Anlage eher einem großzügigen Sandkasten als einem Garten Eden für Wildbienen und Schmetterlingen. Nur vereinzelt wachsen erste Blumen und Gräser. Doch das hat seine Gründe. Zum einen waren der März und April deutlich trockener als erwartet und für das Wachstum benötigt. Zum anderen haben Menschen den Bereich trotz zahlreicher Hinweisschilder offenbar betreten. Mit Letzterem hatte Fritz Rudolph, Referent für Gewässerschutz und Stadtnatur beim NABU, aber bereits gerechnet: „An einem solchen Ort ist das vermutlich einfach normal. Genau deshalb finde ich es super spannend! Denn es stellt uns vor die Herausforderung, Lösungen zu entwickeln, wie ein Schmetterlings-Wildbienen-Saum auch hier ein Erfolg werden kann. Und das wird er, da bin ich mir sicher“, erklärt er.

(© kiekmo )

Schmetterlingswiese in Barmbek: Das Interesse ist groß!

Grundsätzlich bräuchten die Anwohner einfach noch etwas Geduld. Denn ein gut angelegter Schmetterlingssaum brauche, laut Rudolph, ein bis zwei Jahre, bis er sich entwickelt. Aufgrund einer Sache ist das Projekt aber auch schon heute ein Erfolg: „Es ist unglaublich, wie groß das Interesse ist!“, so Fritz Rudolph begeistert. „Ich bekomme sehr viele Anfragen von Bürgern dazu. Und wenn ich dort nur kurz mit einer NABU-Jacke stehe, kommen viele auf mich zu und befragen mich zu dem Projekt.“ Ein gutes Zeichen dafür, dass das Thema Insektenschutz mittlerweile präsenter wird in der Gesellschaft. Und auch höchste Zeit. Schließlich rufen Experten bereits seit Jahren dazu auf.

Fritz Rudolph von NABU und die interessierte Anwohnerin Wiebke. (© kiekmo )

Ehrenamt in Hamburg: Setzt euch für den Naturschutz ein

Solltet ihr auch aktiv werden wollen, seid ihr beim NABU jederzeit herzlich willkommen. An mehr als 30 Aktionstagen könnt ihr euch beteiligen, und Projekte wie diese Schmetterlingswiesen in Hamburg umsetzen. Denn wie Fritz Rudolph so schön sagt: „Wenn viele Menschen mitmachen, dann kann auch viel entstehen.“ Alle Infos dazu findet ihr auf der Website des Naturschutzbundes.

Wer ein Ehrenamt in Hamburg sucht, für den haben wir außerdem diese fünf gemeinnützige Vereine zum Engagieren.

Melde dich für unsere kostenlose Zusammenfassung aller News aus deinem Viertel an. Jede Woche neu.

Jetzt kostenlos anmelden

Weitere Artikel aus deinem Viertel

kiekmo verbindet Hamburger mit ihrer Stadt, ihrem Viertel, ihren Nachbarn.

Suche und biete, was du brauchst oder kannst, entdecke ständig Neues und nutze die kostenlosen Schließfächer der Haspa-Filialen in deiner Nähe.