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Pannen und Chaos bei der S-Bahn in Hamburg: Das muss sich jetzt ändern

Verspätungen und Ausfälle: Für die S-Bahn in Hamburg hagelt es Kritik, aber auch von Maßnahmen ist die Rede. So soll das Bahnchaos beseitigt werden.

Mit Vollgas ins Chaos: Fahrgäste der S-Bahn in Hamburg brauchen derzeit starke Nerven. Vor allem beim Thema Pünktlichkeit. Auf den Linien S2 und S21 etwa kommen die Züge nur in 90 Prozent der Fälle planmäßig an. Auch in den letzten Tagen kam es immer wieder zu Verzögerungen und Störungen.

Am Dienstag, den 4. Juni 2019, kam es zu einer Weichenstörung, die für ordentlich Chaos sorgte. Die S31 fiel bis zum frühen Vormittag sogar komplett aus. Auf der S3-Linie fuhren zwar Züge zwischen Stade und Neugraben, weiter kamen Passagiere dann aber nur mit anderen Zügen. Die Störungen auf der Strecke dauerten bis abends. Am Mittwoch, 5. Juni, gab es Probleme bei der S1. Eine Stellwerksstörung hatte eine Sperrung der Strecke zwischen Sülldorf und Wedel zur Folge. Am Donnerstag, 6. Juni, waren die Linien S31 und S3 betroffen. Am S-Bahnhof Harburg-Rathaus gab es eine technische Störung und einen Rettungseinsatz, die morgens für Verspätungen sorgten.

Senator droht der S-Bahn mit finanziellen Kürzungen

Der parteilose Verkehrssenator Michael Westhagemann kritisiert die S-Bahn nun entsprechend. "Auf der Strecke S21 und S2 ist die Qualität nicht zufriedenstellend. Auch auf der S3-Strecke gibt es Probleme", so Westhagemann. "Das kann man den Kunden nicht zumuten. Es kann nicht sein, dass die Fahrgäste morgens früher aus dem Haus gehen müssen, weil sie schon wissen, dass die S-Bahn nicht pünktlich kommt." Eigentlich muss die S-Bahn eine Pünktlichkeitsquote von 94 Prozent einhalten. Wird die Quote in Zukunft nicht erfüllt, droht der Verkehrssenator mit finanziellen Kürzungen der Stadt.

Das soll sich bei der S-Bahn Hamburg ändern

Auch die Grünen-Bürgerschaftsfraktion fordert eine baldige Lösung. Konkreter: mehr S-Bahnen mit mehr Wagen sowie eine bessere Kommunikation mit den Fahrgästen, wenn es zu Störungen kommt. "So wie es im S-Bahn-Betrieb läuft, kann es nicht weitergehen", betont Martin Bill von den Grünen.

Die CDU sieht es ähnlich. So plädiert Dennis Thering, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, für Vollzüge mit sechs Wagen, die auch in der Zeit von 9 bis 16 Uhr verkehren. Auch die Investitionen in Schienen und Technik müssten erhöht werden.

Stau und gesperrte Bahnstrecken

Längere Wartezeiten und Ausfälle müssen auch Fahrgäste der U- und Regionalbahnen in Kauf nehmen: Diese Bahnstrecken werden gesperrt. Und kennt ihr schon die drei Baustellen in Hamburg, auf die ihr euch im Juni gefasst machen solltet? Vielleicht ist ja auch eine Seilbahn in Hamburg die Lösung. Gute Fahrt!

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