(© Natalja Fischer )

"Ottensen macht Platz": So läuft es mit der autofreien Zone

Am 1. September 2019 startete die Initiative "Ottensen macht Platz", die Möglichkeiten für ein verkehrsberuhigtes Viertel testen will.

Am Sonntag, den 1. September 2019, wurde in Ottenser der Teppich ausgerollt – allerdings nicht in rot, sondern in grün. Auf der Ottenser Hauptstraße, wo sonst Autos parken und Radfahrer vorbeidüsen, lag an diesem Tag stattdessen: Kunstrasen. Darauf: Tischkicker, Picknick-Treffen, räderschlagende Kinder, Musiker mit Gitarre – buntes Leben.

Die Aktion markierte den Start in das sechsmonatige Projekt "Ottensen macht Platz" – bis Februar sind Teile der Bahrenfelder Straße, der Ottenser Hauptstraße, der Großen Rainstraße und der Erzberger Straße für Autos gesperrt. Zumindest halbtags: Zwischen 23 Uhr abends und 11 Uhr morgens darf Lieferverkehr durch die neu deklarierte Fußgängerzone fahren. Außerdem dürfen Taxis, Anwohner mit Sondergenehmigung oder privatem Stellplatz die Straßen wie gewohnt weiternutzen. Der Versuch eines autofreien Ottensens soll mehr Lebensqualität, weniger Verkehr und bessere Luft in das Viertel bringen.

Ottensen macht Platz: Nicht alle Anwohner sind überzeugt

Was eigentlich nach einem sinnvollen Projekt klingt, stieß auch schon vor September auf Kritik von einigen Anwohnern und ansässigen Ladeninhabern. Die besteht nach wie vor, die Meinungen sind gespalten. Haupt-Kritikpunkte sind unter anderem, dass der Verkehr nun die Nebenstraßen verstopfen würden, die eingeschränkten Lieferzeiten für Gastronomen und Einzelhändler untragbar und die gesperrten Straßen nicht sichtbar genug ausgeschildert wären. Um gegen die Umsetzung des Projekts zu protestieren, formte sich die Gegenbewegung "Ottensen bewegt". Sie will sich ab September wöchentlich mit dem Bezirksamt zusammensetzen, um regelmäßig über neue Entwicklungen zu diskutieren.

Bei vieler Kritik gibt es aber auch viel positives Feedback – ein Blick in die Sozialen Netzwerke, und in den Kommentarspalten der Seiten von "Ottensen macht Platz" tauchen Zuspruch und zufriedene Erfahrungsberichte auf. Außerdem: Da es sich um einen temporären Versuch handelt, will das Bezirksamt auftretende Probleme laufend angehen. Regelmäßige Bürgersprechstunden geben den Anwohnern die Chance, Feedback und eigene Ideen zur Gestaltung der Flanierzone einzubringen. Über die Website von "Ottensen macht Platz" können außerdem die zuständigen Ansprechpartner des Bezirksamts außerdem schriftlich kontaktiert werden.

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