(© Unsplash / Clem Onojeghuo )

10 Orte in Hamburg, an denen das Smartphone nervt

Moderne Handys sind fies. Zeigen uns doch tatsächlich an, wie viel Bildschirmzeit so am Tag zusammenkommt. Drei Stunden waren das gestern? Oha! Wir haben hier mal 10 Orte in Hamburg, an denen ihr aufs Smartphone verzichten solltet.

1. Im Kaifu-Bad: Nein, wir wollen kein Video von uns im Internet!

Neulich im Kaifu, unserem liebsten Freibad in Eimsbüttel. Dieser Typ mit der Plauze. Die ganze Zeit hat er das Smartphone im Anschlag. Mag sein, er surft nur. Vielleicht filmt er aber auch die leichtbekleidete Liegewiesen-Nachbarschaft. Viele Bäder machen mittlerweile ja mobil gegen Handys, Verbote sind aber schwer durchzusetzen. Schade eigentlich, wir wollen jedenfalls nicht auf Fotos oder Videos im Netz auftauchen.

2. Am Millerntor und im Volkspark: Du hast das Tor nicht gesehen?

Wow, was für eine schöne Bude. Direkt in den Winkel gezimmert. Das Stadion explodiert, Bierbecher fliegen, alle drehen durch vor Freude. Alle? Nein, der "Fan" mit dem Bildschirm vor der Nase hat diesen Traum von einem Tor gar nicht gesehen. Er checkte grad Ergebnisse vom anderen Platz, als die Kugel ins Netz segelte. Jetzt will er wissen, wie das Ding gefallen ist. Mann, geh nach Hause! Nicht ins Stadion.

3. Im Bett: Da geht mehr.

In der Koje eurer schicken Altonaer Altbauwohnung geht ja wohl deutlich mehr als Handy, oder? Zum Beispiel schlafen. Ein Buch lesen. Oder, naja. Kann jedenfalls ein ganz schöner Beziehungskiller sein, der ständig piepende und leuchtende Knochen. Romantik kommt da bei uns jedenfalls nicht auf.

4. Im 5er-Bus: Kein guter Start in den Tag

Kennt ihr sicher auch, diesen Typen, der euch auf dem Weg zur Arbeit im 5er-Bus auf der Grindelallee schon frühmorgens ein Ohr abkaut – obwohl er gar nicht mit euch spricht! Schön mit Beziehungsstress, Geldsorgen und privatem Gedöns, das euch um diese Uhrzeit nun aber mal gar nicht interessiert. Kein guter Start in den Tag. Und wahrscheinlich hockt er morgen schon wieder neben euch. Herrjemine.

5. Beim Dockville: Billie Eilish hat recht!

Billie Eilish hat es beim Dockville auf den Punkt gebracht. Als sie das Publikum aufforderte, die Dinger mit den (zugegeben) immer grandioser werdenden Kameras endlich wegzupacken. Und lieber mit ihr abzufeiern. Das ewige Gefilme in Pop-Konzerten nervt aber auch gewaltig. Manchmal gibt’s am nächsten Tag bei YouTube ganze Konzertmitschnitte. Das ganze Konzert den Sprechknochen hochhalten? Gesund kann das nicht sein.

6. Im Bao Bao: Fragt doch mal den Kellner!

Früher war alles ganz einfach. Wussten wir nicht, was "Đậu sốt chua ngọt" in der Speisekarte ist, wurde flugs der Kellner gerufen. Heute ist auch im vegan-vietnamischen Restaurant Bao Bao in Eppendorf Onkel Google schneller. Dabei geht, wie in so vielen anderen Lebensbereichen, das Gespräch flöten. Der Austausch. Und die gesunde Erkenntnis, das es Menschen gibt, die manches einfach besser wissen und erklären können. Schade, denn diese Erkenntnis ist ziemlich gesund. So fürs Menschsein. Und nein, wir brauchen keinen Instagram-Shoot von jedem Happen, den ihr im Mund versenkt. Lasst es euch lieber schmecken.

7. Am Steuer vorm Elbtunnel

Ernsthaft? Nein! Keine Diskussion.

8. Bei Budni in der Osterstraße: Puh, das dauert!

Nein, jetzt nicht noch das Handy in die Hand nehmen. Nicht die Mails checken. Jedenfalls nicht, wenn grad bei Budni in der Osterstraße hinter euch gefühlt hundert Menschen darauf warten, dass ihr endlich eure Deos auf das längst leere Laufband legt. Oder die EC-Karte rechtzeitig aus der Geldbörse kramt – schwierig mit einer Hand, während die andere (und der Kopf) beim Smartphone sind.

9. Auf dem Spielplatz in Planten un Blomen: Toben, nicht surfen!

Ist das nicht ein grandioser Ort, dieser Spielplatz in Planten un Blomen?
Mit seinen beiden "Buller-Bergen" und den Seillandschaften zum Klettern. Da sind wir früher mit unseren Eltern rumgetobt. Getobt wird heute noch, allerdings auch ziemlich viel gesurft. Schade, oder? Ist doch viel schöner, den Kleinen beim Tollen zuzusehen als den Blick aufs Display zu verengen.

10. An der Ampel: Hey, da ist Rot!

Neulich an der Kreuzung Martinistraße/Tarpenbekstraße: Der Typ rennt einfach los, ins Handy vertieft. Puh, das war knapp. Leute mit Bildschirmstarre, die gegen Laternenpfähle rennen, haben wir ja sicher alle schon gesehen. Kann aber auch noch weitaus böser enden. Der Direktor des Hamburger Uni-Klinikums in Eppendorf hat erst vor Kurzem gemahnt. Smartphones seien ein Riesenproblem. Der ADAC geht davon aus, dass bei jedem zehnten Unfall ein Handy eine Rolle spielt. Und das betrifft eben nicht nur Autofahrer. Hey, da ist Rot!

So, das waren sie: Ein paar Beobachtungen und Anregungen. Irgendwie nicht nur für euch, sondern auch ein wenig für uns. Denn wir sind natürlich selbst Handy-Nerds. Manchmal, aber nur manchmal … machen wir das Ding eben einfach aus. Zwanzig Zwinkersmileys.

Hier könnt ihr abschalten: Ausflüge an die Nordsee

Ein guter Ort zum Abschalten ist übrigens auch die Küste. Da oben ist das Handynetz schlecht, der Empfang selten möglich. Das trainiert. Wir haben hier mal die 10 schönsten Ausflüge an die Nordsee für euch. Ihr seid eher Ostsee-Fans. Auch dort könnt ihr durchatmen und ordentlich Stress abbauen: Wir nehmen euch mit auf 10 Ausflüge an die Ostsee.

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