(© Shutterstock/Oleksandr Lipko )

Die kenn ich doch! 4 berühmte Rahlstedter, die euch ein Begriff sein sollten

Hamburg wird in den Medien gerne mal als Promi-Stadt bezeichnet. Wer die Reichen und Schönen aber nur am Alster- oder Elbufer vermutet, liegt falsch. Auch Rahlstedt hat seine Persönlichkeiten hervorgebracht. Wir stellen euch vier Berühmtheiten vor.

1. Feuer und Flamme in Rahlstedt: Nena

Popsängerin Nena ist zwar im nordrhein-westfälischen Hagen geboren, mit ihrer Familie lebt sie aber schon seit Längerem in Hamburg-Rahlstedt. Die Queen der Neuen Deutschen Welle hat hier 2007 sogar mit ihrem Lebensgefährten Philipp Palm eine demokratische Schule gegründet. Die Neue Schule Hamburg im Schimmelreiterweg in einer schicken Villa funktioniert nach dem Sudbury-Modell, das unter anderem die individuelle Freiheit der Schüler in den Mittelpunkt und einen vorgeschriebenen Lehrplan infrage stellt. Die Altersspanne ist hier sehr groß und reicht von unter fünf bis über 18 Jahre. Auch organisiert sich die Einrichtung über verschiedene Gremien, von denen die wöchentliche Schulversammlung das zentrale Organ ist. Wie viele Nena-Fans ihre Kids wohl auf die Schule geschickt haben?

2. Kindheit in Rahlstedt: Olaf Scholz

Geboren ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz nicht in Hamburg, sondern in Osnabrück. Dafür verbrachte der SPD-Politiker seine Kindheit in Rahlstedt. Als ältestes von drei Kindern besuchte er die Grundschule in Großlohe und später das Gymnasium Heegen, wo er auch sein Abitur machte. Dort befindet sich heute ein Standort der Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt, wo die Jahrgänge 8 bis 13 unterrichtet werden. Bis Scholz im März 2018 ins Bundeskabinett wechselte, blieb er Hamburg treu, zuletzt als nicht unumstrittener Erster Bürgermeister der Hansestadt.

3. Grab auf dem Rahlstedter Friedhof: Detlev von Liliencron

Der Schriftsteller Detlev von Liliencron (1844-1909) verbrachte seinen Lebensabend in Rahlstedt. Nachdem der Autor viel im Deutschen Kaiserreich herumgekommen und sogar zwischenzeitlich nach Amerika emigriert war, ließ er sich 1901 in Hamburg-Rahlstedt nieder. Hier kam endlich ein wenig Ruhe in von Liliencrons chaotisches Leben, das Spielschulden, Kratzen am Existenzminimum und zwei Scheidungen geprägt hatten. Der alte Romantiker, der aber gleichzeitig Kulturpessimist war und den Lebensstil des Bürgertums verachtete, nahm sich eine Wohnung in der Rahlstedter Bahnhofstraße und feierte späte lyrische Erfolge.

Er starb 1909 an einer Lungenentzündung und liegt auf dem Rahlstedter Friedhof begraben. Sein Grab schmückt eine große Statue eines rosenstreuenden Mädchens. Doch in Rahlstedt findet ihr noch weitere Bezüge zu Detlev von Liliencron. Das restaurierte Arbeitszimmer des Dichters könnt ihr im Forum Gymnasium Rahlstedt besichtigen. Außerdem ist nicht nur eine Straße nach von Liliencron benannt – einige Wege tragen auch die Namen von Figuren aus seinen Gedichten, zum Beispiel der Pidder-Lüng-Weg.

4. Architekt für Rahlstedt: August Nissen

Der Architekt August Nissen (1874-1955) lebte ab 1904 in Rahlstedt und schenkte dem Stadtteil auch einige repräsentative Bauten, die er entwarf und errichtete. Unter Denkmalschutz stehen heute die Villa Söchting, die jetzt als Pfarrhaus für die katholische Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt dient sowie die Wohnhäuser in der Buchwaldstraße 71 und Remstedtstraße 6.

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