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"Offener Treff" in Eimsbüttel: Hilfe bei psychischen Problemen

Wer eine Pause vom manchmal anspruchsvollen Alltag benötigt, Hilfe bei der Bewältigung von Problemen braucht oder sich Gesellschaft und ein offenes Ohr wünscht, findet in Eimsbüttel Unterstützung.

Der psychosoziale Trägerverein für Eppendorf und Eimsbüttel (PST e.V) bietet einen "Offenen Treff" an, der drei Mal in der Woche stattfindet. Das Angebot richtet sich an jeden, unabhängig von Alter, Berufsstand oder dem Stadtteil, in dem der Betroffene lebt.

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Gemeinsam gegen die Einsamkeit

Seit 30 Jahren unterstützt der PTV e.V. Menschen, die nicht mehr selbstständig ihren Alltag bewältigen können, durch ambulante Hilfe. Eine Form davon ist der "Offene Treff" – ein unverbindliches Kontaktangebot für Menschen mit psychischer Belastung. Beim offenen Treff hat man die Gelegenheit zum Reden, Kontakte zu knüpfen oder einfach nur seine Ruhe in einer Leseecke zu finden. Ein Zwang, sich aktiv einbringen zu müssen, besteht nicht. Denn es geht primär darum, ein wenig Ablenkung und ein Mittel gegen die Einsamkeit zu finden.

Im offenen Treff des PST e.V. gibt es den Raum für Austausch und man findet immer ein offenes Ohr. (© Margarita Ilieva )

Die meisten Menschen nehmen das Angebot aufgrund der Gelegenheit wahr, aus den eigenen vier Wänden herauszukommen und in Gesellschaft zu sein. Nicht selten sind Bekanntschaften und sogar Freundschaften in Folge des offenen Treffs entstanden. "Ich finde es toll, dass jeder zum offenen Treff kommen kann. Es muss nicht unbedingt die psychische Belastung Grund dafür sein. Ich freue mich, hier so nette Gespräche in einer zwanglosen Atmosphäre führen zu können", berichtet eine Teilnehmerin über ihre Erfahrungen.

Man ist nicht alleine mit seinem Leiden

Ein Team von Pflegern, Sozialpädagogen und Personen mit psychologischer Ausbildung unterstützt die Besucher in ihrem Alltag. Oliver Quade sowie seine Kolleginnen Eva Dörgeloh und Jana Lewitzki berichten mit sichtbarer Freude über Fälle, in denen die Teilnahme am "Offenen Treff" für eine zurückgewonnene Sicherheit und ein gesteigertes Selbstvertrauen der Teilnehmer gesorgt habe. "Was den Menschen bei uns hilft, ist wenn sie sehen, dass sie nicht alleine sind mit ihren Leiden, Ängsten und Besonderheiten", sagt Oliver. "Manchmal hilft es, alleine schon die Erfahrungen der anderen zu hören."

Es werden jede Woche drei Termine angeboten, eine Anmeldung im Voraus ist nicht notwendig. Montags gibt es zusätzlich eine Skatrunde und am Mittwoch dürfen sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen austauschen. Alle Altersgruppen sind beim "Offenen Treff" vertreten, sodass man mit Menschen zwischen 20 und 70 Jahren in Kontakt treten kann. Wer sich eine private Beratung wünscht, kann dies ebenfalls äußern.

Einzel- und Gruppenangebote für jeden

Zunächst richteten sich die Angebote des Psychosozialen Trägervereins nur an seine Klienten. Seit 2014 darf jeder sowohl am "Offenen Treff" als auch an Gruppenangeboten wie einer Fahrradwerkstatt oder Strickrunde teilnehmen. Nicht selten werden Ausflüge und Museumsbesuche veranstaltet, die zum Teil vom Verein finanziert werden. Bei den Angeboten geht es in erster Linie darum, den Teilnehmern den Kontakt zu anderen zu ermöglichen.

Neben dem "Offenen Treff" und den Gruppenangeboten bietet der PST e.V. ein soziales Kompetenztraining, bei dem die Teilnehmer ihre zwischenmenschlichen Fähigkeiten entdecken und in der Gruppe ausprobieren können. Auch verschiedene Therapiearten wie Ergotherapie oder Arbeitstherapie, bei denen die Gruppenmitglieder auf den Arbeitsalltag vorbereitet werden, können in Anspruch genommen werden.

Zeiten "Offener Treff": Montags und mittwochs, 14.30 bis 17 Uhr, sowie freitags von 14 bis 16 Uhr.

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